Jōdō (moderner Weg des Stocks)
杖道Die moderne Form von Stock gegen Schwert: zwölf vereinheitlichte Kata unter der Alljapanischen Kendō-Föderation, neben denen das Koryū studiert wird.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Jōdō (moderner Weg des Stocks)
Jōdō ist die moderne Form des japanischen Kampfes mit dem kurzen Stock Jō gegen das Schwert. Es geht aus Shintō Musō-ryū hervor und verhält sich zu jenem Eintrag wie die sportliche, vereinheitlichte Schicht über der klassischen Schule. Der Kern des modernen Jōdō ist der Seitei-Satz — zwölf vorgegebene Kata, die die Alljapanische Kendō-Föderation übt. Die Zahl spricht für sich: Shintō Musō-ryū hat vierundsechzig. Seitei ist also keine Vereinfachung im Sinne einer Verarmung, sondern eine gemeinsame Sprache — zwölf Formen, die jeder beherrscht, gleich welcher Linie er angehört, und an denen man prüfen und schulübergreifend wetteifern kann. Daraus folgt eine Ordnung, wie sie andere Budō selten kennen: Der Übende studiert Seitei und sein eigenes Koryū nebeneinander. Der vereinheitlichte Satz dient der Prüfung und der Begegnung mit Übenden von anderswo, die klassische Schule der Tiefe. Keines ersetzt das andere. Das Gerät bleibt dasselbe. Der Jō misst je nach Schule und Statur etwa neunzig Zentimeter bis anderthalb Meter; im Shintō Musō-ryū ist er auf 128 Zentimeter festgelegt — Gonnosuke kürzte ihn der Überlieferung nach von ursprünglich rund 185 Zentimetern. Das Entstehungsjahr des Seitei-Satzes gibt dieser Katalog nicht an: Die geprüfte Quelle enthält es nicht.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
