Sanhuang Paochui
三皇炮捶Nordchinesischer Kanonenfaust-Stil. Schläge schießen wie ein Kanonenschuss heraus, gearbeitet wird mit kreuzenden Händen und tiefem Reiterstand.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Sanhuang Paochui
Über Sanhuang Paochui
Sanhuang Paochui, die Kanonenfaust der drei Kaiser, ist ein nordchinesischer Stil, dessen Name auf eine Legende verweist: Der Überlieferung nach entstand er aus den drei mythischen Kaisern Fu Xi, Shennong und Gonggong und soll durch die Vereinigung von Himmel, Erde und ihrer Macht entstanden sein. Die Quelle bezeichnet dies ausdrücklich als Legende, weshalb der Katalog sowohl den früher angegebenen Begründer als auch das Jahr 1720 aus dem Datensatz entfernt hat. Die belegte Überlieferungslinie beginnt anderswo. Den Aufzeichnungen zufolge wurde Paochui erstmals vom Shaolin-Mönch Tanzong bei einem Fest des Kaisers Gaozu vorgeführt, und die Mönche sollen ihn von Kriegern vom Berg Emei gelernt haben. Von dort aus verläuft eine Linie, der die Quellen folgen können: Puzhao am Emei um die Wende von Ming zu Qing, seine Schüler Qiao Sanxiu und Gan Fengchi unter der Herrschaft von Kangxi und Yongzheng, dann Qiao Heling, der von 1736 bis 1795 lebte, und schließlich Yu Liandeng und Song Mailun. Diese beiden teilten den Stil in zwei bis heute lebendige Zweige — Song erweiterte ihn, während Yu an der ursprünglichen Grundlage festhielt. Technisch entspricht der Stil seinem Namen: Die Faust schießt schnell und mit voller Kraft heraus, wie ein Kanonenschuss, gearbeitet wird mit kreuzenden Handbewegungen und einem tiefen Reiterstand; die Kraft wird in einer Explosion freigesetzt, die fa jin genannt wird, und die Bewegung von Augen, Händen und Körper soll als eine einzige Einheit erfolgen. Geübt wird der Stil heute in Peking und in mehreren nördlichen Provinzen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
