Ogasawara-ryu (Bogenschießen, Reiten und Etikette)
小笠原流Japanische Schule für Bogenschießen, Reiterschießen und Etikette der Familie Ogasawara. Die Tradition führt zu Minamoto no Yoritomo 1187, Historiker belegen den Shogun-Lehrer erst 1430.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Ogasawara-ryu (Bogenschießen, Reiten und Etikette)
Ogasawara-ryu ist eine Schule der Familie Ogasawara, die Bogenschießen, Schießen vom Pferd und Etikette verbindet. Nihon Kobudo Kyokai gibt an, dass sie in der Kamakura-Zeit von Ogasawara Nagakiyo gegründet wurde, der 1187 im Alter von 26 Jahren Lehrer von Minamoto no Yoritomo wurde und mit seinem Vater Kagami Tomomitsu neue Zeremonien der Krieger einschließlich yabusame zusammenstellte. Die Wörterbücher Daijisen und Nikkoku nennen Nagakiyo den Gründer der Schule des Bogenschießens und Reitens, und Nikkoku fügt hinzu, dass sein Nachkomme Sadamune sie vollendete. Die Enzyklopädie Heibonsha führt im Artikel von Futaki Ken'ichi jedoch aus, dass die Überlieferungen von Nagakiyo als Lehrer Yoritomos und von Sadamune als Lehrer des Kaisers Go-Daigo von der Familie Ogasawara der Edo-Zeit stammen und historisch zweifelhaft sind, und Nipponica fügt im Artikel von Ihara Kesao hinzu, dass Yoritomo nach dem Azuma kagami nur die Familienüberlieferungen aufzeichnen ließ und dass der erste belegte Lehrer des Bogenschießens eines Shoguns aus der Familie Mochinaga vom Kyoto-Zweig im Jahr 1430 war.
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Nach Nipponica setzte sich der Kyoto-Zweig als Lehrer der Ashikaga-Shogune fort, und seine Nebenlinie diente den Tokugawa als Bannerträger mit dem Amt des Lehrers der Schießzeremonie, während die heutige Schule vom Haus Heibei ausgeht, das nach Nipponica aus der Provinz Kai stammte und dem Bakufu als Befehlshaber der Bogenschützen diente. Der Leiter der Schule, Ogasawara Kiyotada, gibt in einer Studie von 2006 an, dass sein Haus 1562 die Tradition von der Hauptlinie der Familie übernahm und dass Tokugawa Ieyasu seinen Vorfahren nach Edo einlud, wo dieser Lehrer von Hidetada wurde. Unter dem achten Shogun Yoshimune wurde nach Nihon Kobudo Kyokai der zwanzigste Leiter Sadamasa zum Lehrer und Verwalter des Schießens vom Pferd ernannt und legte nach Familienschriften ein neues yabusame fest, Heibonsha führt aus, dass er die Zeremonien des Bogenschießens und Reitens des Shogunats leitete. In der Meiji-Zeit eröffnete die Schule nach Nihon Kobudo Kyokai mit Erlaubnis des Shogunhauses eine Lehrhalle in Kanda in Tokyo und führte 1880 vor dem Kaiser yabusame vor, koryu.com wie auch Ogasawara Kiyotada sprechen von der Öffnung des Unterrichts für die Öffentlichkeit. Die Schule verlangt nach Nihon Kobudo Kyokai die Beherrschung von drei Dingen, der Etikette reiho, des Bogenschießens kyujutsu und des Schießens vom Pferd kyubajutsu, und sie ist die einzige Bogenschießschule unter den Mitgliedern von Nihon Kobudo Kyokai und Nihon Kobudo Shinkokai. Nipponica erinnert daran, dass sie sich in der Tokugawa-Zeit als Lehre der Etikette verbreitete und dass 1941 das Bildungsministerium die Etikette Ogasawara in die Etikettevorschrift übernahm. Heute gibt es nach Nipponica zwei Linien: Ogasawara Kiyotada, ein Nachkomme der Bannerträgerfamilie, bezeichnet sich als einunddreißigsten Leiter der Schule, und getrennt von ihm gründete ein Nachkomme der früheren Herren von Kokura 1980 in Tokyo ein Institut zur Erforschung der Etikette, das nach der japanischen Wikipedia nur Etikette ohne Bogenschießen und Reiten lehrt.
Geschichte
Nihon Kobudo Kyokai gibt an, dass die Schule in der Kamakura-Zeit von Ogasawara Nagakiyo gegründet wurde, der nach Nipponica 1162 geboren wurde und 1242 starb, 1187 im Alter von 26 Jahren Lehrer von Minamoto no Yoritomo wurde und mit seinem Vater Kagami Tomomitsu neue Zeremonien der Krieger zusammenstellte, darunter yabusame und die Reihenfolge des Besuchs des Schreins Tsurugaoka Hachiman. Die Wörterbücher Daijisen, Nikkoku und Britannica nennen Nagakiyo den Gründer der Schule des Bogenschießens und Reitens, Nikkoku fügt hinzu, dass sein Nachkomme Sadamune sie vollendete, und Daijisen gibt an, dass die zeremonielle Etikette der Krieger in der Muromachi-Zeit von Ogasawara Nagahide festgelegt wurde, einem Vasallen von Ashikaga Yoshimitsu. Dave Lowry schreibt auf koryu.com, dass Nagahide um 1380 den ersten umfassenden Text über die Etikette verfasste, Sangi itto, in dem die drei Künste Etikette, Reiten und Bogenschießen sind.
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Die Enzyklopädie Heibonsha führt im Artikel von Futaki Ken'ichi aus, dass die Überlieferungen von Nagakiyo als Lehrer von Yoritomo und Yoriie, von Sadamune als Lehrer des Kaisers Go-Daigo und von weiteren Vorfahren als Lehrern der Shogune von der Familie Ogasawara seit der Edo-Zeit verkündet werden und historisch zweifelhaft sind: Nach zuverlässigen Quellen festigte sich die Stellung des Shogun-Lehrers erst mit Mochinaga unter Shogun Yoshinori. Nipponica fügt im Artikel von Ihara Kesao hinzu, dass Yoritomo nach dem Azuma kagami nur die Familienüberlieferungen aufzeichnen ließ, dass yabusame und kasagake an die Familie Hojo weitergegeben wurden und dass der erste Beleg das Jahr 1430 ist, in dem Mochinaga vom Kyoto-Zweig nach dem Tagebuch Mansai jugo nikki Bogenschütze von Yoshinori wurde. Der Kyoto-Zweig setzte sich nach Nipponica als Lehrer der Ashikaga-Shogune fort, und seine Nebenlinie diente den Tokugawa als Bannerträger mit dem Amt des Lehrers der Schießzeremonie und unterrichtete am Ende des Bakufu Bogenschießen an der Militärschule Kobusho. Die heutige Schule geht vom Haus Heibei aus, das nach Nipponica aus der Provinz Kai stammte und dem Bakufu als Befehlshaber der Bogenschützen und Schützen diente. Ogasawara Kiyotada gibt in einer Studie von 2006 an, dass sein Haus 1562 die Tradition von der Hauptlinie der Familie übernahm und dass Tokugawa Ieyasu seinen Vorfahren nach Edo einlud, ihm einen Sitz gab und ihn zum Lehrer von Hidetada machte. Unter dem achten Shogun Yoshimune wurde nach Nihon Kobudo Kyokai der zwanzigste Leiter Sadamasa zum Lehrer und Verwalter des Schießens vom Pferd ernannt und legte nach Familienschriften ein neues yabusame fest, Heibonsha gibt an, dass Sadamasa die Zeremonien des Bogenschießens und Reitens des Bakufu leitete und dass sich der Name Ogasawara seitdem als Name einer Familie der Zeremonien bis heute erhalten hat. Der achtundzwanzigste Leiter Kiyomu schuf nach Nihon Kobudo Kyokai für den fünfzehnten Shogun Yoshinobu eine Methode des Trainings für den Reiterkampf, in der Meiji-Zeit öffnete die Schule in Kanda den Unterricht für die Öffentlichkeit, und 1880 führte sie vor dem Kaiser yabusame vor. Ohkuma Hiroaki gibt in der Einleitung eines Symposiums von 2006 an, dass Ogasawara-ryu nach der Forschung von Imamura Yoshio früher als jede andere japanische Kampfkunst eine Schule bildete.
Was es unterscheidet
Das Wörterbuch Daijisen unterscheidet unter dem Namen Ogasawara-ryu drei verschiedene Dinge: die zeremonielle Etikette der Krieger, die Ogasawara Nagahide festlegte, die Schule des Bogenschießens und Reitens von Nagakiyo und die Schule der Kriegswissenschaft, die Ogasawara Ujitaka gründete. Die japanische Wikipedia zählt sechs verschiedene Traditionen mit diesem Namen, darunter eine Schule des Sencha-Tees und die Teezeremonie der Familie aus Kokura. Heute gibt es nach Nipponica zwei Linien: Ogasawara Kiyotada, ein Nachkomme der Bannerträgerfamilie, bezeichnet sich als einunddreißigsten Leiter der Schule, und ein Nachkomme der früheren Herren von Kokura gründete 1980 in Tokyo ein Institut der Etikette, Dave Lowry gibt an, dass in den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts ein Nachkomme von Sadamune die Leitung nur eines Drittels der Schule beanspruchte, der Etikette, und der Streit nie endgültig beigelegt wurde. Von Heki-ryu, die Nipponica und Heibonsha als Schule des Schießens zu Fuß bezeichnen, unterscheidet sich Ogasawara-ryu durch die Betonung der Bräuche, Heibonsha gibt dazu an, dass sich Otsubo-ryu im Unterschied zu Ogasawara-ryu nur auf das Reiten spezialisierte. Die Regeln des yabusame geben nach Britannica neben Ogasawara auch die Schulen Takeda und Miura weiter.
Technik
Nihon Kobudo Kyokai gibt an, dass die Familie Ogasawara als Familie der Etikette bekannt ist, ursprünglich aber Kampfkunst des Bogenschießens und Reitens war und die Etikette entstand, indem die Grundbewegungen der Familienkunst im sozialen Verhalten der Krieger zusammengefasst wurden. Der Wegweiser koryu.com nennt bei der Schule die Disziplinen bajutsu, kyujutsu und yabusame, und Guy Buyens beschreibt auf koryu.com das Schießen vom Pferd kisha, das als berittenes Bogenschießen entstand und später zur Zeremonie wurde, yabusame als Zeremonie, bei der Reiter in voller Jagdausrüstung der Kamakura-Zeit galoppieren und auf drei Ziele entlang einer geraden Bahn schießen, und das Schießen zu Fuß hosha. Dave Lowry zufolge kennt die Lehre der Schule neun eigenständige Verbeugungsarten aus dem Sitzen. Laut japanischer Wikipedia unterscheidet sich die Schule als Bogenschießschule von Heki-ryu durch das vom Schießen vom Pferd abgeleitete Heben des Bogens vor dem Körper, während Heki-ryu ihn schräg hebt, und gehört zur zeremoniellen Strömung des Bogenschießens.
Training
Die Schule verlangt nach Nihon Kobudo Kyokai die Beherrschung von drei Dingen, Etikette reiho, Bogenschießen kyujutsu und Schießen vom Pferd kyubajutsu, und legt Wert auf den Verlauf des Trainings. Ogasawara Kiyotada beschrieb in einem Beitrag von 2005, dass der Schüler nach den Grundlagen der Etikette das Bogenschießen und dann das Schießen vom Pferd lernt, beginnend mit yabusame. Die Schule nennt ihre Übungsstätten nach ihm nicht dojo, weil der Weg ihr zufolge nicht gelehrt, sondern gegangen wird und Technik unterrichtet wird. Kiyotada schreibt außerdem, dass Bogenschießen und Schießen vom Pferd seiner Schule keine Wettkämpfe im Treffen des Ziels sind und dass er den Übungsprozess am meisten schätzt. Nach Nihon Kobudo Kyokai übt die Schule das Schießen vom Pferd an den Schreinen Tsurugaoka Hachimangu in Kamakura, Omiya Hachimangu in Suginami, Shimogamo in Kyoto und Kasuga Taisha in Nara sowie in einem Reitclub in Nikko, das Schießen zu Fuß leiten örtliche Schülervereine. Highlighting Japan gibt an, dass die Schule ihre Fertigkeiten stets an ein Kind weitergab.
Heute
Ogasawara-ryu kyubajutsu reiho ist die einzige Schule des Bogenschießens und Reitens unter den Mitgliedern von Nihon Kobudo Kyokai und Nihon Kobudo Shinkokai, an deren Spitze der einunddreißigste Leiter Ogasawara Kiyotada steht. Nach Nihon Kobudo Kyokai dient sie mit dem Schießen zu Fuß und vom Pferd bei Zeremonien von Schreinen in ganz Japan, die yabusame-Zeremonie in Tadasu no mori beim Schrein Shimogamo in Kyoto ist als immaterielles Kulturgut der Präfektur Kyoto eingetragen, jedes Jahr am 3. Mai versammeln sich in Kyoto Schüler aus dem ganzen Land, die Schule hat Zweigstellen in Australien und Großbritannien und gründete 2008 eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung ihrer Tradition. Die Website der Schule nennt als Sitz den Stadtteil Setagaya in Tokyo, der Wegweiser koryu.com Fujisawa. Nipponica gibt an, dass die unter Yoshimune erneuerten und an die Familie Ogasawara weitergegebenen Regeln des yabusame als immaterielles Kulturgut des Stadtbezirks Shinjuku in Tokyo eingetragen sind. Nach der japanischen Wikipedia führt die Schule Zeremonien des Schießens zu Fuß und vom Pferd an den Schreinen Meiji Jingu, Atsuta Jingu, Ise Jingu, Yasukuni und Tsurugaoka Hachimangu durch. Nach Nipponica verbreitete sich die Etikette Ogasawara in der Meiji-Zeit als Handbuch für Mädchenschulen, und 1941 übernahm sie das Bildungsministerium in die Etikettevorschrift.
Wissenswertes
Die Darstellung der Schule durch Nihon Kobudo Kyokai nennt im Abschnitt über die überlieferten Schriftrollen Titel einer anderen Schule, offenbar ohne Bezug zum Bogenschießen. Dave Lowry schreibt, dass die Etikette der Schule jahrhundertelang nur Adel und Samurai gelehrt wurde und die Schule erst in der Edo-Zeit, als die Kaufleute reich wurden, auch Nichtkrieger zu unterrichten begann. Die Website der Schule spricht von 850 Jahren Tradition, Nihon Kobudo Kyokai von über achthundert Jahren. Laut japanischer Wikipedia nannte Tokugawa Yoshimune das erneuerte Schießen vom Pferd nicht yabusame, weil die Belege zur Ausrüstung unzureichend waren, und legte es als neue Art fest.
Häufige Fragen
Wann entstand Ogasawara-ryu?
Die Schule verlegt ihre Entstehung in das Jahr 1187, als nach Nihon Kobudo Kyokai Ogasawara Nagakiyo Lehrer von Minamoto no Yoritomo wurde. Heibonsha hält diese Überlieferung für spät und zweifelhaft, und Nipponica setzt den ersten belegten Shogun-Lehrer aus der Familie in das Jahr 1430.
Was wird in Ogasawara-ryu gelehrt?
Drei Dinge: die Etikette reiho, das Bogenschießen kyujutsu und das Schießen vom Pferd kyubajutsu. Nach Nihon Kobudo Kyokai fasst die Etikette die Grundbewegungen der Familienkunst von Bogen und Pferd im Verhalten der Krieger zusammen.
Wo kann man heute das yabusame der Schule Ogasawara sehen?
Nach Nihon Kobudo Kyokai übt die Schule das Schießen vom Pferd an den Schreinen Tsurugaoka Hachimangu in Kamakura, Omiya Hachimangu, Shimogamo in Kyoto und Kasuga Taisha in Nara, die Zeremonie in Tadasu no mori beim Schrein Shimogamo ist ein Kulturdenkmal der Präfektur Kyoto.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.