Matayoshi Kobudo
又吉古武道Okinawanische kobudo-Linie der Familie Matayoshi. Matayoshi Shinko (1888–1947) lernte Waffen auf Okinawa und in China, sein Sohn Shinpo setzte die Tradition bis 1997 fort.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Matayoshi Kobudo
Über Matayoshi Kobudo
Matayoshi kobudo ist eine Linie des okinawanischen Waffenkampfes, die von der Familie Matayoshi weitergegeben wird. Ron Mottern gibt in der Enzyklopädie Martial Arts of the World (2001) an, dass Matayoshi Shinko (1888–1947) in Chatan bo, sai, kama und eku und bei einem weiteren Meister tonfa und nunchaku lernte, dreizehn Jahre durch China reiste und in Shanghai Kenntnisse in nunti, tinbei und suruchin erwarb. Sein Sohn Shinpo setzte die Tradition laut Green bis zu seinem Tod im Jahr 1997 fort. Mottern gibt an, dass das okinawanische kobudo internationale Aufmerksamkeit und Ansehen vor allem durch die Bemühungen von Matayoshi Shinko und Taira Shinken erlangte. Die Familie tritt heute laut dem Profil auf der Website der Nihon Kobudo Kyokai als Kinko-ryu Karate Okinawa Kobujutsu auf, der Name Matayoshi kobudo ist laut der englischsprachigen Wikipedia eine allgemeine Bezeichnung.
Geschichte
Matayoshi Shinko wurde laut einem Abstract in einer japanischen Fachzeitschrift für budo aus dem Jahr 2021 im Mai 1888 in Naha als dritter Sohn geboren, wuchs im Gebiet der heutigen Stadt Kadena auf und starb im Mai 1947. Die Familie Matayoshi gehörte laut demselben Abstract zum Ma-Clan des Königreichs Ryukyu, und sein Vater war ein Meister des karate und der Waffen, der sich bemühte, die Kampfkünste aus der Zeit des Königreichs zu bewahren.
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Laut Green lernte Shinko bo, sai, kama und eku bei Meister Gushikawa no Tigwa in Chatan und tonfa und nunchaku bei Meister Moshigiwa Ire. Dreizehn Jahre lang reiste er durch China. In Shanghai erwarb er Kenntnisse in nunti, tinbei und suruchin, in Kräutermedizin und im Kranichboxen aus Shaolin, und im Jahr 1934 studierte er in Fuzhou einen weiteren, von Shaolin abgeleiteten Stil. Green gibt an, dass Shinko im Jahr 1915 gemeinsam mit Meister Funakoshi Gichin in Tokio kobudo vorführte, was Mottern als den ersten Auftritt des Ryukyu-kobudo auf dem japanischen Festland bezeichnet, und im Jahr 1921 vor Kronprinz Hirohito auf der Burg Shuri auftrat. Das Abstract von 2021 nennt eine Reihe seiner Auftritte, unter anderem im Juli 1908 in der Butokuden in Kyoto, im Jahr 1915 in Tokio, im Jahr 1916 erneut in der Butokuden, im Jahr 1921 vor dem Kronprinzen auf Okinawa, im Jahr 1928 im Meiji-Schrein und im Jahr 1939 bei der Eröffnung der Butokuden der Zweigstelle Okinawa. Sein Sohn Shinpo setzte die Familientradition laut Green bis zu seinem Tod im Jahr 1997 fort. Die japanischsprachige Wikipedia gibt an, dass er im Jahr 1960 das dojo Kodokan eröffnete und im Jahr 1970 das Okinawa Kobudo Renmei gründete, das später in Zen Okinawa Kobudo Renmei umbenannt wurde. Die englischsprachige Wikipedia ordnet die Eröffnung des dojo sowohl in die sechziger als auch in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts ein und datiert die Föderation auf 1970 mit einer Umbenennung im Jahr 1972.
Was es unterscheidet
Das Profil der Familienschule gibt an, dass sich das waffenlose Kinko-ryu auf der Grundlage des südlichen Shaolin-Boxens dank des Handels zwischen Ryukyu und dem Qing-China herausbildete und dass Matayoshi Shinko die Stockmethode übernahm, die nur an die königliche Familie und den ältesten Sohn der Familie Soeishi weitergegeben wurde. Laut der japanischsprachigen Wikipedia wird die Hacke kuwa gerade im Kinko-ryu überliefert.
Technik
Mottern gibt an, dass der Zweig Matayoshi eigene kata für bo, sai, kama, tonfa und nunchaku sowie für eine Reihe weiterer Waffen haben kann. Das Profil der Familienschule auf der Website der Nihon Kobudo Kyokai nennt unter anderem Stock, jo, Sichel, Ruder, Hacke, sai, zwei-, drei- und vierteiligen Stock, tekko, shuriken, tinbe und tonfa und gibt an, dass die Schule japanische und chinesische Methoden verbindet. Ein Abstract in einer japanischen Fachzeitschrift für budo aus dem Jahr 2022 beschreibt die kata Tsuken no kon, die nach seinen Angaben von Fischern der Insel Tsuken zu einem Meister vom Ende des Shogunats, von ihm zu Matayoshi Shinko gelangte und in der Linie von Matayoshi Shinpo bis heute gelehrt wird. Sie ist eine Solo-kata mit acht Richtungen, mit Schlägen über die Schulter, Stockstößen, Entwaffnung und einer Serie von fünf Schlägen, abgeleitet von der Technik der naginata. Der Autor verbindet sie mit der Schwertkunst Jigen-ryu.
Heute
Die Familienschule ist laut dem Profil auf der Website der Nihon Kobudo Kyokai unter dem Namen Kinko-ryu Karate Okinawa Kobujutsu Mitglied dieser Organisation und wird vom siebzehnten soke Matayoshi Yasushi mit Sitz in Naha geleitet. Die englischsprachige Wikipedia schreibt, dass sich die Übenden nach dem Tod von Matayoshi Shinpo 1997 in mehrere Organisationen aufspalteten und Zen Okinawa Kobudo Renmei weiter von Miyahira Shoshin, Miyagi Koki und Taira Yoshio geleitet wurde. Die Stadt Sakai führt eine Gruppe, deren Ziel das Üben und Weitergeben der traditionellen Waffen, kata und Techniken des okinawanischen Matayoshi kobudo ist.
Wissenswertes
Matayoshi Shinko lernte laut Green während der dreizehn Jahre in China von einer Gruppe mandschurischer Banditen Reitbogenschießen, Lasso und das Werfen von shuriken. Das Abstract von 2021 gibt an, dass nur wenige wissen, dass Shinko als Erster in Japan die okinawanische Kunst des tonfa (tunkuwa) vorführte, und zwar in der Butokuden in Kyoto, wo Funakoshi Gichin karate vorführte, berühmt wurde jedoch nur Funakoshi.
Häufige Fragen
Wer hat das Matayoshi kobudo gegründet?
Die Quellen unterscheiden sich. Green schreibt das Waffenwissen Matayoshi Shinko (1888–1947) zu, der es auf Okinawa und in China lernte, und gibt an, dass sein Sohn Shinpo die Tradition fortsetzte. Die englischsprachige Wikipedia nennt Shinpo als Schöpfer.
Mit wie vielen Waffen arbeitet das Matayoshi kobudo?
Das Profil der Familienschule auf der Website der Nihon Kobudo Kyokai nennt neunzehn Positionen und weitere, unter anderem Stock, jo, Sichel, Ruder, Hacke, sai, tekko, shuriken, tinbe und tonfa.
Wo wird das Matayoshi kobudo heute gelehrt?
Die Familienschule hat laut dem Profil auf der Website der Nihon Kobudo Kyokai ihren Sitz in Naha und ist unter dem Namen Kinko-ryu Karate Okinawa Kobujutsu Mitglied der Nihon Kobudo Kyokai. Laut der englischsprachigen Wikipedia spalteten sich die Übenden nach 1997 in mehrere Organisationen auf, und Zen Okinawa Kobudo Renmei bestand weiter.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.