Liu He Ba Fa
六合八法拳Ein innerer Stil, Wasserboxen genannt. Die Bewegung läuft in Wellen ohne Ende; die belegte Geschichte beginnt erst bei Wu Yihui im 20. Jahrhundert.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Liu He Ba Fa
Über Liu He Ba Fa
Liuhebafa Quan, die Faust der sechs Harmonien und acht Methoden, wird wegen ihrer fließenden Bewegung oft Wasserboxen genannt. Sie zählt zu den inneren Stilen, neben Tai Chi, Xingyi und Bagua, unterscheidet sich aber von jedem von ihnen. Die Bewegung ist weder kreisförmig wie im Bagua noch geradlinig wie im Xingyi: Sie schreitet in Wellen voran, die einander überlagern und nirgends enden. Eine Technik geht ohne Halt in die nächste über, der Schwerpunkt sinkt und steigt, und die Arme zeichnen eine Bahn, die eher einer Strömung als einem Schlag gleicht. Die Lehre besteht aus sechs Harmonien, die Körper und Absicht verbinden, und aus acht Methoden, darunter Führen, Atmen, Lösen und Sammeln. Die lange Grundform hat sechsundsechzig Abschnitte und gehört zu den längsten Formen der chinesischen inneren Stile. Auch Qigong und Waffenarbeit gehören zum Lehrstoff. Die Überlieferung schreibt den Stil dem Daoisten Chen Tuan aus der Song-Zeit zu, der auf dem Berg Hua in der Provinz Shaanxi lebte. Diese Zuschreibung ist Legende; die belegte Geschichte des Stils beginnt erst bei Wu Yihui, der von 1887 bis 1958 lebte und als Erster die Kunst öffentlich unterrichtete. Wu begann um 1900 zu lernen und wurde 1901 Schüler der Meister Yan Guoxing und Chen Guangdi. In den 1930er Jahren lehrte er in Shanghai, 1936 leitete er die Ausbildung an der Zentralen Akademie der Kampfkünste. Zu seinen Schülern gehörten auch vier führende Übende des Yiquan.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
