ImpakuImpaku

Libanda (kongolesisches Ringen)

Ringkampf des Volkes der Mongo im Kongo. Die Kämpfer bemalen sich mit weißen, an Leoparden erinnernden Flecken und ringen zu Trommeln und Gesang.

Wichtige Daten

RegionAfrika
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, informell
LinieVolkstümlich

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichFür Senioren nicht geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung2/5
Konditioneller Nutzen4/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

GraduierungenNein
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Libanda (kongolesisches Ringen)

📖 Glossar3 Einträge
→

Über Libanda (kongolesisches Ringen)

Libanda ist der traditionelle Ringkampf des Volkes der Mongo in der Demokratischen Republik Kongo. Es taucht auch die verkürzte Form liba auf, die jedoch keine Quelle belegt; der belegte Name lautet libanda. Gekämpft wird in einem von Zuschauern gebildeten Kreis, entschieden wird durch Griffe, Würfe und Beinstellen. Früher gehörten auch Schläge dazu, die aber aus der heutigen Form gestrichen wurden, sodass sich der Kampf zu reinem Grappling verschoben hat. Ein belegter Gründer und ein Gründungsjahr existieren nicht.

Weiterlesen

Am auffälligsten ist das Erscheinungsbild der Kämpfer. Sie bemalen ihren Körper mit weißen Flecken, die auf den Leoparden verweisen, und der Zweikampf wird von Trommeln und Gesang begleitet. Das ist kein Schmuck: Der zeremonielle Rahmen ist für libanda ebenso wesentlich wie der Kampf selbst und unterscheidet sie vom Sportringkampf, der ohne diesen Kontext stattfindet. Zur zeremoniellen Seite gehört neben den Trommeln und den Gesängen über Tapferkeit auch die Anrufung der Ahnen. Ursprünglich diente der Kampf dazu, die Tauglichkeit und Geschicklichkeit der Kämpfer in Form von Unterhaltung zu beurteilen; bis heute wird er als Übergangsritus verstanden, in dem der Sieg vor allem die Beherrschung seiner selbst bedeutet, nicht des Gegners. In der Literatur taucht libanda auch im Zusammenhang mit capoeira auf — man spekuliert über den Einfluss kongolesischer Ringkampf- und Tanztraditionen auf das, was in Brasilien entstand. Das ist eine Hypothese, keine belegte Linie — eine Frage, keine Tatsache.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

Senegalesisches RingenNuba-RingenEvalaAfrikanisches traditionelles RingenMgba (Igbo-Ringen)Schwingen