Libanda (kongolesisches Ringen)
Ringkampf des Volkes der Mongo im Kongo. Die Kämpfer bemalen sich mit weißen, an Leoparden erinnernden Flecken und ringen zu Trommeln und Gesang.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Libanda (kongolesisches Ringen)
Libanda ist der traditionelle Ringkampf des Volkes der Mongo in der Demokratischen Republik Kongo. Es taucht auch die verkürzte Form liba auf, die jedoch keine Quelle belegt; der belegte Name lautet libanda. Gekämpft wird in einem von Zuschauern gebildeten Kreis, entschieden wird durch Griffe, Würfe und Beinstellen. Früher gehörten auch Schläge dazu, die aber aus der heutigen Form gestrichen wurden, sodass sich der Kampf zu reinem Grappling verschoben hat. Ein belegter Gründer und ein Gründungsjahr existieren nicht.
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Am auffälligsten ist das Erscheinungsbild der Kämpfer. Sie bemalen ihren Körper mit weißen Flecken, die auf den Leoparden verweisen, und der Zweikampf wird von Trommeln und Gesang begleitet. Das ist kein Schmuck: Der zeremonielle Rahmen ist für libanda ebenso wesentlich wie der Kampf selbst und unterscheidet sie vom Sportringkampf, der ohne diesen Kontext stattfindet. Zur zeremoniellen Seite gehört neben den Trommeln und den Gesängen über Tapferkeit auch die Anrufung der Ahnen. Ursprünglich diente der Kampf dazu, die Tauglichkeit und Geschicklichkeit der Kämpfer in Form von Unterhaltung zu beurteilen; bis heute wird er als Übergangsritus verstanden, in dem der Sieg vor allem die Beherrschung seiner selbst bedeutet, nicht des Gegners. In der Literatur taucht libanda auch im Zusammenhang mit capoeira auf — man spekuliert über den Einfluss kongolesischer Ringkampf- und Tanztraditionen auf das, was in Brasilien entstand. Das ist eine Hypothese, keine belegte Linie — eine Frage, keine Tatsache.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.