Taegeuk Ee Jang
태극 2장 · Taegeuk ijang
Wörtlich: „Taegeuk, zweites Kapitel“
Auch bekannt als: Taegeuk 2 Jang, Taegeuk I Jang, Taegeuk Yi Jang, Taegeuk Iijang
Zweite Form der Taegeuk-Reihe, meist für den 7. Gup. Sie trägt das Trigramm Tae – See – und fügt einen Schlag auf Gesichtshöhe sowie die Verbindung von Tritt und Schlag hinzu.
Auf einen Blick
Über die Kata
Taegeuk Ee Jang ist die zweite der acht Farbgurt-Formen, die im Kukkiwon und bei World Taekwondo geübt werden. Das zugeordnete Trigramm Tae (☱) bedeutet See; laut der englischen Wikipedia lehrt der Kukkiwon, sie mit einem Geist zu üben, der ruhig und klar wie eine Wasseroberfläche ist. Sowohl Wikipedia als auch das Taekwondo Compendium ordnen sie dem 7. Gup zu. Gegenüber der ersten Form kommen laut Wikipedia drei Neuerungen hinzu: ein Schlag auf Gesichtshöhe eolgul jireugi, der Übergang vom kurzen Stand ap seogi zum langen Stand ap kubi und die Verbindung des Vorwärtstritts ap chagi mit einem Schlag. Das Taekwondo Compendium sieht darin den Kern der Form: Taegeuk Il Jang hält die Höhe im ap seogi, die zweite Form zeigt, wie Kraft durch das Absenken des Schwerpunkts in ap kubi entsteht. Phoenixtaekwondo.net zählt 18 Bewegungen aus 23 Techniken und einen einzigen Kihap beim letzten Schlag. Der Grundriss bildet drei parallele Linien mit 180-Grad-Drehungen. Wo der Übende mit dem vorderen Bein vortritt, entsteht eine durchgehende Linie, wo er sich nur auf der Stelle dreht, eine unterbrochene – so entsteht laut Wikipedia das Bild des Trigramms Tae. Phoenixtaekwondo.net rät, locker und fließend, aber fest und präzise zu üben; es gibt mehr Standwechsel als in der ersten Form, wodurch die Form das Gleichgewicht stärker beansprucht.
Die Kata in den Stilen
| Stil | Name im Stil | Bewegungen | Kiai |
|---|---|---|---|
| WT Taekwondo | Taegeuk Ee Jang | 18 | 1 |
Bedeutung des Namens
Tae hat laut Taekwondo Compendium nichts mit dem „tae" im Wort Taekwondo zu tun, das sich auf den Fuß bezieht; es bedeutet einen Teich oder See mit ruhiger Oberfläche und im menschlichen Körper die Beherrschung des Atems und damit der Gefühle. Der Übende soll die Kraft im Unterbauch danjeon bündeln und nach außen ruhig bleiben – das Compendium fasst das im Bild der eisernen Faust im Samthandschuh zusammen. Die koreanische Seite Mookas, die sich auf die digitale Enzyklopädie des Kukkiwon stützt, deutet das Zeichen 兌 ähnlich: innen fest, außen weich. Phoenixtaekwondo.net verbindet das Trigramm mit Freude.
Die schwierigste Stelle
Das Taekwondo Compendium weist bei dieser Form auf zwei Dinge hin. Die Pausen zwischen den Bewegungen sind nicht gleich lang – sie hängen davon ab, ob ein Angriff oder eine Verteidigung folgt. Und bei jedem Übergang von einem Stand zum anderen soll sich das hintere Bein fest in den Boden stemmen.
Voraussetzungen
Die Form baut auf Taegeuk Il Jang auf. Laut der englischen Wikipedia übt sie weiter ap seogi und ap kubi, den unteren Abwehrblock arae makgi, den inneren Block momtong an makgi, den oberen Block eolgul makgi, den Schlag momtong jireugi und den Vorwärtstritt ap chagi. Der britische Studentenverband BSTF führt sie unter den Formen für Farbgurtprüfungen.
In Prüfungsordnungen
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 1. Poom
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 2. Poom
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 3. Poom
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 4. Poom
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 1. Dan
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 2. Dan
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 3. Dan
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 4. Dan
- Kukkiwon-Ordnung (Poom und Dan): 5. Dan
Wichtiger Tipp
Der Schlag auf Gesichtshöhe soll laut Taekwondo Compendium auf Höhe des Philtrums enden, also der Rinne zwischen Nase und Oberlippe.
Technikablauf — WT Taekwondo
Quelle der Aufschlüsselung: phoenixtaekwondo.net
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