Kaad Chuek (Muay mit Seilbindung)
คาดเชือกDie Form des Muay, bei der die Hände statt mit Handschuhen mit Hanfseil umwickelt werden. Sie geht dem Sport-Muay-Thai voraus und lebt in Vorführungen fort.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Kaad Chuek (Muay mit Seilbindung)
Kaad Chuek ist die Form des Thaiboxens, bei der der Kämpfer Hände und Unterarme statt mit Handschuhen mit Seil umwickelt. Der Name bedeutet wörtlich „mit dem Seil gebunden" und bezeichnet eher eine historische Art der Ausrüstung als eine eigene Schule — deshalb hat dieser Eintrag weder Gründer noch Gründungsjahr. Die Wicklung besteht aus Hanf- oder anderem festen Seil, eng über die Knöchel und weiter am Unterarm entlang geführt. Ihr Zweck ist zweifach und sollte nicht verwechselt werden: Das Seil schützt vor allem die Hand des Angreifenden, denn eine ungestützte Faust bricht am Schädel leicht. Dass es zugleich die Wirkung des Treffers erhöht, ist eine Nebenfolge, nicht die Hauptabsicht — und eben diese Nebenfolge verschaffte der Disziplin ihren Ruf. Ihren Ursprung hat die Praxis im siamesischen Kriegswesen, wo umwickelte Hände zur Ausrüstung des Kämpfers gehörten. Mit der Wandlung des Muay zum geregelten Sport ersetzten sie gepolsterte Handschuhe; ein genaues Jahr dieses Übergangs nennen die Quellen nicht, und dieser Katalog tut es deshalb ebenfalls nicht. Verschwunden ist Kaad Chuek heute nicht. Es hält sich bei kulturellen Vorführungen, in besonderen Turnierklassen und in Schulen, die sich auf die historische Gestalt des Muay konzentrieren.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
