Jigen-ryū
示現流Eine Schwertschule aus Satsuma auf einem einzigen Gedanken: Der erste Schlag muss genügen. Ein zweiter wird nach ihrer Lehre gar nicht erst erwogen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Jigen-ryū
Jigen-ryū ist eine japanische Schwertschule aus der Provinz Satsuma, der heutigen Präfektur Kagoshima. Gegründet hat sie Tōgō Shigekata (1560–1643) am Ende des 16. Jahrhunderts; ein genaues Jahr nennen die Quellen nicht. Die ganze Schule ruht auf einem einzigen Gedanken, der hier härter formuliert ist als sonst irgendwo: Der erste Schlag muss die Sache entscheiden. Die Lehre sagt es unumwunden — ein zweiter Schlag wird gar nicht erst erwogen. Daraus folgt alles Übrige: kein Suchen nach einer Blöße, kein Schlagabtausch, kein Ausweichplan. Der Schwertkämpfer greift aus größter Entfernung und in einer Bewegung an. Dem entspricht das Üben, das zu den härtesten der japanischen Kampfkünste zählt. Geübt wird mit einem langen Holzstock gegen einen senkrechten Pfahl oder gleich gegen einen Baum. Die Edo-Zeit verzeichnet ein Tagespensum von 3 000 Schlägen am Vormittag und 8 000 am Nachmittag — nicht als Ausnahme, sondern als übliches Maß. Berühmt ist die Schule auch für ihren Klang. Ihr Kiai, Enkyō genannt, wird als Affenschrei beschrieben und begleitet den Angriff neben dem gewöhnlichen Ruf „Ei!". Jigen-ryū wird bis heute in einer eigenen Übungshalle in Kagoshima gelehrt; gegenwärtiges Oberhaupt ist Tōgō Shigenori.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
