Huo Style Bajiquan
霍式八極拳Zweig des Bajiquan nach Huo Diange, Leibwächter des letzten chinesischen Kaisers. Aufgebaut auf Stampfschritt, Ellbogen und Schulter im Nahkampf.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Huo Style Bajiquan
Über Huo Style Bajiquan
Der Huo-Zweig des Bajiquan trägt den Namen von Huo Diange, einem der bekanntesten Schüler von Li Shuwen, einem Meister, der von 1860 bis 1934 lebte. Huo wurde auch außerhalb der Kampfkünste bekannt: Er diente als persönlicher Leibwächter von Puyi, dem letzten chinesischen Kaiser. Bajiquan selbst bedeutet die Faust der acht Extremitäten und bezeichnet die acht am weitesten entfernten Körperteile, mit denen man treffen kann — Faust, Unterarm, Ellbogen, Schulter, Hüfte, Oberschenkel, Knie und Fuß. Der Stil ist auf den Nahkampf ausgelegt, und seine Handschrift ist unverwechselbar: Statt Abstand zu halten, geht man nach innen und greift aus nächster Nähe mit Ellbogen und Schulter an. Eine Besonderheit ist das zhen jiao, der stampfende Schritt, mit dem eine Bewegung abgeschlossen wird; er ist keine Verzierung, sondern eine Art, die Beschleunigung, die von der Hüfte in die Gliedmaße wandert, direkt in den Treffer zu schicken. Ziele sind meist die Brust, die Beine und der Hals. Das Jahr, in dem sich der Huo-Zweig abspaltete, ist nicht belegt, und der Katalog hat das früher angegebene Jahr 1910 aus dem Datensatz entfernt; es ist zudem chronologisch fragwürdig, da Huos Dienst am Kaiserhof in eine spätere Zeit fällt, als dieses Datum zulassen würde. Der Zweig zählt bis heute zu den anerkannten Linien des Bajiquan. Dass Linien nach Personen benannt werden und nicht nach Orten oder Formen, ist typisch für den Bajiquan insgesamt: Weitergegeben wird eine bestimmte Art, Kraft freizusetzen, und diese erkennt man daran, von wem sie jemand gelernt hat.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
