Huaquan
華拳Ein nordchinesischer Langfaust-Stil, der auf drei Wesenszügen ruht: Geist, Atem und innerer Kraft. Heute Grundlage des sportlichen Changquan.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Huaquan
Über Huaquan
Huaquan, das heißt die Faust der Blüte, ist ein nordchinesischer Stil aus der Familie der Langfaust-Künste. Sein Ursprung ist Gegenstand der Überlieferung, nicht belegter Geschichte, und der Katalog nimmt das ernst: Der zuvor genannte Gründer Cai Mao sowie das Jahr 756 wurden aus den Feldern entfernt. Legenden aus der Zeit des Kaisers Xuanzong erzählen von einem gleichnamigen Krieger vom Berg Hua, doch die Quelle bezeichnet dies ausdrücklich als Legenden und nennt kein Jahr. Belegt ist erst, dass der Stil vier Jahrhunderte später von Cai Tai und Cai Gang aus Jining in Shandong in öffentlichen Kämpfen verwendet wurde und dass während der Ming-Dynastie Cai Wanzhi das Buch Geheimnisse des Huaquan verfasste — auch hier fügt die Quelle jedoch hinzu, dass niemand Gewissheit über seinen tatsächlichen Anteil hat. Der Stil selbst beruht auf der Dreiheit, nach der er benannt ist: shen, also Geist, qi, also Atem, und jing, also innere Kraft, eine Dreiheit, die aus dem taoistischen Denken stammt. Die Bewegung ist fließend und ineinander übergehend, geführt wie ein plötzlicher Windstoß, während die Stellungen verwurzelt sein sollen wie Kiefern. Das Curriculum umfasst achtundvierzig waffenlose Formen sowie die Arbeit mit Waffen. Neben der Dreiheit der Wesenszüge stützt sich der Stil auch auf das Denken in Gegensätzen, Yin und Yang, das sich in ihm als Wechsel von Spannung und Lösung widerspiegelt. Heute gehört Huaquan zu den wichtigsten Bausteinen der sportlichen Changquan-Formen im modernen Wushu und wird an Sportakademien geübt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
