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Heki-ryu (Schule des Bogenschießens zu Fuß)

日置流

Hauptstrom des japanischen Bogenschießens laut Daijisen: Schule der Muromachi-Zeit, Heki Danjo Masatsugu zugeschrieben, laut Nipponica Schule des Schießens zu Fuß mit vielen Zweigen.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitMittelalter

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringKein Sparring
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenZentral

Über Heki-ryu (Schule des Bogenschießens zu Fuß)

Heki-ryu ist laut dem Daijisen-Wörterbuch der Hauptstrom des japanischen Bogenschießens, in der Muromachi-Zeit von Heki Danjo Masatsugu begründet, und Nipponica und Heibonsha bezeichnen sie als Schule des Schießens zu Fuß. Die Enzyklopädie Nipponica nennt ihn im Artikel von Irie Kohei den Erneuerer des japanischen Bogenschießens, weil er in der Zeit der Sengoku-Kriege eine innovative, auf praktischem Nutzen beruhende Methode des Schießens zu Fuß schuf, im Gegensatz zum früheren formalisierten Ansatz auf Grundlage zeremonieller Bräuche, und fügt hinzu, dass es viele Theorien über seine Herkunft gibt und verlässliche Quellen rar sind. Die ältesten Quellen Honcho bugei shoden und Bujutsu ryusoroku geben laut Nipponica an, er stamme aus Yamato, sei auf Reisen durch sein Bogenschießen berühmt geworden, habe sich im Alter auf dem Berg Koya die Haare scheren lassen und sei mit neunundfünfzig Jahren gestorben, nach den Schriften der Yamato-ryu stamme er aus Iga. Nipponica nennt 1502 als Todesjahr, Britannica verlegt die Entstehung der Schule in die Meio-Jahre 1492 bis 1501, und Heibonsha gibt an, dass Geburts- und Todesjahr unbekannt sind. Eine Studie von Inazawa Yuko aus dem Jahr 2014 nennt Yoshida Shigekata als Gründer und gibt an, dass die Familiendokumente der Yoshida zwei verschiedene Geschichten enthalten: Nach der einen weihte Danjo Shigekata in die Schießweise ein, nach der anderen ist Danjo ein anderer Name Shigekatas selbst.

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Laut Heibonsha übernahm Yoshida Shigekata, Gründer der Yoshida-ryu, mit seinem Sohn Shigemasa alle Neuerungen Masatsugus, und von ihnen aus verbreiteten sie sich im ganzen Land, das Nikkoku-Wörterbuch setzt den Beginn der Yoshida-ryu ins Jahr 1507. Aus ihr gingen laut Heibonsha die Zweige Izumo, Sekka, Dosetsu, Insai und Okura hervor, der Nebenzweig Chikurin blühte in den Han Owari und Kii und tat sich bei Toshiya-Wettkämpfen hervor. Nipponica beschreibt die Gründer der einzelnen Zweige: Yoshida Shigekatsu, vierten Sohn Shigemasas, der Gamo Ujisato und Hosokawa Fujitaka unterrichtete, Ban Dosetsu, der 1588 die Linie des Zweigs Sekka übernahm, Yoshida Insai, geboren 1562, der den zweiten und dritten Tokugawa-Shogun im Bogenschießen unterrichtete, und den Mönch Chikurinbo Nyojo, der 1551 die Lizenz erhielt und den Namen Chikurin-ha zu führen begann. Die Heki-ryu gehörte zu den offiziellen Künsten der Han: Eine Studie von Sato Tamaki aus dem Jahr 2010 gibt an, dass die Kodokan-Schule in Mito die Heki-ryu und ihre Zweige Sekka und Insai übernahm, und laut einem Konferenzbeitrag von Kurosu Ken aus dem Jahr 1998 wurden im Han Morioka die Zweige Insai, Dosetsu und Yoshida überliefert. Die Enzyklopädie Maypedia gibt an, dass die Heki-ryu und die Ogasawara-ryu bis heute überdauert haben und die japanische Welt des Kyuda in zwei Teile teilen, Green schreibt, dass die aus der Heki-ryu hervorgegangenen neuen Schulen bis heute bestehen. Unter den Mitgliedern der Nihon Kobudo Kyokai und der Nihon Kobudo Shinkokai befindet sich jedoch kein Zweig der Heki-ryu.

Geschichte

Nipponica gibt im Artikel von Irie Kohei an, dass die Heki-ryu in der Zeit der Sengoku-Kriege als innovative, auf praktischem Nutzen beruhende Methode des Schießens zu Fuß entstand, im Gegensatz zum früheren formalisierten Ansatz auf Grundlage zeremonieller Bräuche, und dass Heki Danjo Masatsugu deshalb als Erneuerer des japanischen Bogenschießens gilt. Über seine Herkunft gibt es laut Nipponica viele Theorien und wenige verlässliche Quellen: Die ältesten Quellen Honcho bugei shoden und Bujutsu ryusoroku besagen, er stamme aus Yamato, sei auf Reisen durch sein Bogenschießen berühmt geworden, habe sich im Alter auf dem Berg Koya die Haare scheren lassen und sei mit neunundfünfzig Jahren gestorben, nach den Schriften der Yamato-ryu stamme er aus Iga, habe der nördlichen Wache angehört und sich nach einer Krankheit in Yamato zum Studium des Bogenschießens zurückgezogen. Heibonsha gibt an, er habe in der Meio-Ära gelebt, die Provinzen bereist, Menschen versammelt und Schießen veranstaltet, um das Schießen zu verbreiten, und sein Schießen zu Fuß sei im Unterschied zum früheren Schießen der höheren Schichten als Bogen des Volkes aufgenommen worden. Die Datierung in den Quellen weicht ab: Daijisen setzt die Entstehung in die mittlere Muromachi-Zeit, Nikkoku in die späte Muromachi-Zeit, Britannica in die Meio-Jahre 1492 bis 1501, Nipponica nennt 1502 als Todesjahr und Heibonsha kennt Geburts- und Todesjahr nicht. Eine Studie von Inazawa Yuko aus dem Jahr 2014 nennt Yoshida Shigekata als Gründer und gibt an, dass die Familiendokumente der Yoshida aus dem Han Ashimori zwei Geschichten enthalten: Nach der einen weihte Danjo Shigekata in die Schießweise ein, nach der anderen ist Danjo ein anderer Name Shigekatas, des Herrn der Burg Kawamori. Die japanische Wikipedia nennt auch die Deutung als wahrscheinlich, dass es sich um eine erfundene Person handelt.

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Nach Nipponica übergab Masatsugu die Schule um 1494 bis 1500 an Yoshida Shigekata und dessen Sohn Shigemasa (nach Nikkoku aus dem Geschlecht Sasaki in Omi), Heibonsha schreibt, dass die Yoshida-ryu alle seine Neuerungen übernahm und sie sich von ihr aus im ganzen Land verbreiteten, und Nikkoku setzt den Beginn der Yoshida-ryu ins Jahr 1507. Aus ihr gingen laut Heibonsha die Zweige Izumo, Sekka, Dosetsu, Insai und Okura hervor, der Nebenzweig Chikurin, stark von der Yoshida-ryu beeinflusst, blühte in den Han Owari und Kii und tat sich bei Toshiya-Wettkämpfen hervor. Nipponica beschreibt die Gründer der Zweige: Den Zweig Sekka gründete Yoshida Shigekatsu, vierter Sohn Shigemasas, geboren 1512, der keinem Herrn diente, in Kyoto lebte und Gamo Ujisato, Ukita Hideie und Hosokawa Fujitaka unterrichtete, der Zweig Dosetsu spaltete sich von Sekka ab, als Ban Dosetsu 1588 dessen Linie übernahm, den Zweig Insai gründete Yoshida Insai, geboren 1562 in Omi, der den zweiten und dritten Tokugawa-Shogun im Bogenschießen unterrichtete, und den Zweig Chikurin der Mönch Chikurinbo Nyojo aus Omi, der 1551 die Lizenz der Heki-ryu erhielt und dem Herrn von Kiyosu diente. Nach einer anderen Überlieferung, die Nipponica anführt, lebte in der Oei-Zeit der Bogenschütze Heki Sadatsugu mit zwei Söhnen, dem älteren Danjo Masatsugu in Yamato und dem jüngeren Yazaemon Noritsugu in Iga, aus dessen Linie der Zweig Chikurin hervorging. Die Heki-ryu gehörte zu den offiziellen Künsten der Han. Eine Studie von Sato Tamaki aus dem Jahr 2010 gibt an, dass die 1841 eröffnete Kodokan-Schule in Mito vier Schulen des Bogenschießens übernahm, die Yamato-ryu, die Heki-ryu und ihre Zweige Sekka und Insai, und ein Konferenzbeitrag von Kurosu Ken aus dem Jahr 1998 gibt an, dass im Han Morioka die Zweige Insai, Dosetsu und Yoshida überliefert wurden. Nipponica gibt an, dass sich der Zweig Insai nach Echizen, Okayama, Hiroshima, Mito, Aizu, Satsuma und Morioka ausbreitete und dass die Technik des Zweigs Chikurin an das Han Kii weitergegeben wurde, wo zwischen Owari und Kii ein berühmter Wettbewerb um die höchsten Ergebnisse entstand.

Was es unterscheidet

Die Enzyklopädie Maypedia gibt an, dass die Heki-ryu von niederen Kriegern und dem Volk angenommen wurde und mit der Ogasawara-ryu die japanische Welt des Kyuda in zwei Teile teilt. Heibonsha stellt das Schießen zu Fuß der Heki-ryu dem früheren Schießen der höheren Schichten gegenüber und nennt in einer älteren Ausgabe die Familie Ogasawara als Lehrer der zeremoniellen Seite des Bogenschießens und des Reitens in der Muromachi-Zeit. Die japanische Wikipedia teilt die Schulen in solche der zeremoniellen Bräuche und des Schießens vom Pferd, wie Ogasawara-ryu und Takeda-ryu, und auf die Schießweise ausgerichtete, wie Heki-ryu und Yamato-ryu. Britannica nennt die Heki-ryu eine repräsentative Schule des Bogenschießens und führt neben Yoshida die Zweige Sekka, Dosetsu, Insai und Chikurin an, während Heibonsha und Nikkoku die Yoshida-ryu als eigenständiges Ganzes führen, aus dem sich die Zweige abspalteten.

Technik

Die Heki-ryu ist laut Nipponica eine innovative, auf praktischem Nutzen beruhende Methode des Schießens zu Fuß, Hosha. Green fasst Heki Danjos Ansatz mit den Worten hi, kan, chu zusammen, also fliegen, durchbohren und die Mitte treffen, und gibt an, dass dieser Ansatz schnell angenommen wurde, und Heibonsha schreibt, dass Masatsugu nach dem Ausscheiden aus dem Dienst diese drei Grundsätze begriff. Die japanische Wikipedia gibt an, dass die Heki-ryu den Bogen schräg vorn links hebt, anders als Ogasawara-ryu und Yabusame, die den Bogen vor dem Körper heben, außer der Honda-ryu, und besonderen Wert auf das Greifen des Bogens und die Arbeit des Tenouchi legt. Laut ihr erfolgte das ursprüngliche Schießen des Zweigs Insai stehend auf einem Knie, geeignet zum Verbergen vor feindlichen Pfeilen, heute wird meist stehend geschossen, die Scheibe namens Heki kasumi stand niedrig am Boden und beim Gruppenschießen schossen alle auf eine Scheibe. Nipponica gibt an, dass sich der Zweig Chikurin im Dosha auszeichnete, dem Wettkampf in Sanjusangendo.

Training

Die Heki-ryu wurde in der Edo-Zeit in Han-Schulen gelehrt. Eine Studie von Sato Tamaki aus dem Jahr 2010 gibt an, dass in Mito jede Schule des Bogenschießens von einem Lehrer mit mehreren Gehilfen geleitet wurde, dass im Winter und Frühjahr Bogenschießen und im Sommer und Herbst Schießen mit Feuerwaffen geübt wurde, dass die Heki-ryu und die Zweige Sekka und Insai Schießen zu Fuß sind und dass 1842 an der großen Herbstprüfung vor dem Herrscher siebzig von 222 Schülern von neun Bogenschieß-Dojo teilnahmen. Kurosu Ken gibt an, dass im Han Morioka das Bogenschießen in der Han-Schule von den Horeki-Jahren bis zum Ende des Bakufu gelehrt wurde, hauptsächlich der Zweig Insai, doch seine Technik zeige seiner Ansicht nach keine klaren Schulmerkmale und die Schriften seien eher ein allgemeines Schießhandbuch gewesen. Ein Konferenzbeitrag von Kurosu Ken und Sato Akira aus dem Jahr 1982 behandelt neu gefundene Lizenzen und Mokuroku-Schriftrollen des Zweigs Sekka im Han Sendai. CiNii verzeichnet gedruckte Schriften der Zweige Chikurin, Sekka, Dosetsu und Insai aus den Jahren 1921 bis 2006 und daneben Handschriften aus der Edo-Zeit, zum Beispiel von 1745, 1825 und 1848.

Graduierungen und Fortschritt

Nipponica gibt beim Zweig Dosetsu an, dass Ban Dosetsu 1588 die an eine einzige Person weitergegebene Linie des Zweigs Sekka übernahm und die Nachfolge nach Sekka ablehnte, mit Verweis auf die Bedeutung der Weitergabe an einen Sohn. Die japanische Wikipedia nennt beim Zweig Insai die Unterscheidung zwischen Weitergabe an eine einzige Person bei Blutsverwandten und Lizenz Menkyo kaiden bei nicht verwandten Schülern. Dan- und Kyu-Grade für die Heki-ryu konnten wir in den Quellen nicht belegen, die japanische Wikipedia nennt beim Zweig Insai drei neuzeitliche Hanshi-Titelträger.

Heute

Green gibt an, dass die aus der Heki-ryu hervorgegangenen neuen Schulen bis heute bestehen, und Maypedia, dass die Heki-ryu zusammen mit der Ogasawara-ryu erhalten ist. Unter den Mitgliedern der Nihon Kobudo Kyokai und der Nihon Kobudo Shinkokai ist kein Zweig der Heki-ryu. Laut japanischer Wikipedia werden heute die Linien des Zweigs Insai in Satsuma, Bizen, Enshu und Settsu überliefert, Okura und Dosetsu in Kumamoto, Sekka in Tokai und Mie und Chikurin in Aichi und Kumamoto, und die Honda-ryu, von Honda Toshizan als Ableger von Chikurin gegründet, wirkt als Honda-ryu Seikyukai. Universitäre Kyuda-Klubs der Heki-ryu und der Honda-ryu gibt es laut japanischer Wikipedia unter anderem an der Universität Tokyo, in Waseda, Hosei, Tsukuba und Doshisha. Eine Schrift des Zweigs Insai von 2006 gab ein Verein von Schülern der Linie Settsu heraus.

Wissenswertes

Nipponica nennt eine Legende aus Honcho bugei shoden und Bujutsu ryusoroku: Als Heki Danjo Masatsugu auf dem Schlachtfeld die Pfeile ausgingen und er sich hinter einer niedrigen Mauer versteckte, griffen die Feinde an, er sprang hervor, schlug mit der Sehne, rief Ei, und die Feinde flohen erschrocken. Das Wörterbuch Jinmei Plus gibt an, dass Masatsugu das alte Bogenschießen reformierte, das laut diesem zum Spiel geworden war, und die alte Schule Henmi-ryu erlernte. Nach der englischen Wikipedia schrieb der Gründer des Zweigs Insai über Heki Danjo als Erscheinung des Gottes Hachiman. Die japanische Wikipedia gibt an, dass die Zweige der Yoshida-ryu zusammenfassend Kuryu jippa hießen.

Häufige Fragen

Wer gründete die Heki-ryu?

Nipponica, Daijisen, Nikkoku und Britannica nennen Heki Danjo Masatsugu, den Erneuerer des japanischen Bogenschießens aus der Muromachi-Zeit. Eine Studie von Inazawa Yuko aus dem Jahr 2014 nennt Yoshida Shigekata und gibt an, dass Danjo nach einer Familiengeschichte ein anderer Name Shigekatas ist.

Welche Zweige hat die Heki-ryu?

Laut Heibonsha übernahm die Yoshida-ryu die Schule und verzweigte sich in die Zweige Izumo, Sekka, Dosetsu, Insai und Okura, der Nebenzweig Chikurin blühte in den Han Owari und Kii. Nipponica beschreibt die Gründer der Zweige Sekka, Dosetsu, Insai und Chikurin.

Wie unterscheidet sich Heki-ryu von Ogasawara-ryu?

Die Heki-ryu ist laut Nipponica ein auf praktischem Nutzen beruhendes Schießen zu Fuß, laut Maypedia von niederen Kriegern und dem Volk angenommen, die Ogasawara-ryu lehrte laut Heibonsha die zeremonielle Seite des Bogenschießens und des Reitens. Beide teilen laut Maypedia die heutige Welt des Kyuda in zwei Teile.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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