Te-waza
手技
Gruppe von Judowürfen, bei denen vor allem Arme und Schultern den Wurf tragen. Das Kodokan führt 16 Techniken auf, darunter seoi-nage und tai-otoshi.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Te-waza (手技) bedeutet „Handtechniken“: te ist die Hand, waza die Technik. Im Judo ist es eine Gruppe von Standwürfen (tachi-waza), bei denen Arme und Schultern die Hauptarbeit leisten, nicht Hüfte oder Beine. Das Kodokan ordnet dem te-waza 16 Techniken zu: seoi-nage, ippon-seoi-nage, seoi-otoshi, tai-otoshi, kata-guruma, sukui-nage, obi-otoshi, uki-otoshi, sumi-otoshi, yama-arashi, obi-tori-gaeshi, morote-gari, kuchiki-taoshi, kibisu-gaeshi, uchi-mata-sukashi und ko-uchi-gaeshi. Einige davon, etwa uchi-mata-sukashi und ko-uchi-gaeshi, sind Konter, mit denen der Angreifer den Wurfversuch des Gegners nutzt.
In der Praxis
Die bekannteste Technik der Gruppe ist seoi-nage, der Schulterwurf, bei dem sich der Angreifer mit dem Rücken zum Gegner dreht und ihn über die Schulter zieht. Bei vielen Techniken dieser Gruppe, etwa tai-otoshi oder uki-otoshi, berührt der Angreifer den Gegner kaum mit Hüfte oder Beinen, und der Wurf entsteht aus dem Timing des Zuges und der Gleichgewichtsstörung.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
Gruppe von Judowürfen, bei denen die Hüfte des Angreifers als Stütze und Achse des Wurfs dient. Das Kodokan führt zehn Techniken auf, zum Beispiel o-goshi.
Te手Japanisch für Hand. Als Wortbestandteil steckt es im Namen karate und in Ausdrücken wie te-waza oder tegatana. Auf Okinawa hieß so auch die einheimische Kampfkunst.