Ying Jow Pai
鷹爪派Der nordchinesische Adlerklauen-Stil, der die lange Faust um Griffe und Hebel ergänzt. Die belegte Linie beginnt im 19. Jahrhundert, nicht bei Yue Fei.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Ying Jow Pai
Über Ying Jow Pai
Ying Jow Pai, der Adlerklauen-Stil, ist eine nordchinesische Kunst, die sich dadurch abhebt, dass sie der langen Faust Griffe und Hebel hinzufügt. Die Überlieferung führt ihn auf den Song-General Yue Fei aus dem 12. Jahrhundert zurück — eine übliche Art chinesischer Schulen, sich Alter zu verleihen; **belegen lässt sich diese Linie nicht**. Die belegte Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert bei Liu Shijun und setzt sich bei Chen Zizheng fort, der den Stil ab 1911 an der Jingwu-Sportvereinigung in Shanghai unterrichtete; von dort verbreitete er sich in China und später nach Übersee. Technischer Kern ist Qinna, das Greifen und Festsetzen: Zur Klaue geschlossene Finger fassen Handgelenk, Ellbogen, Hals oder Muskelansätze und führen den Gegner in einen Hebel oder zu Boden. Die Überlieferung spricht von 108 Grifftechniken, was eher eine Merkzahl als eine genaue Aufzählung ist. Daneben enthält der Stil das übliche nordchinesische Repertoire: lange Schläge, Tritte, Sprünge und tiefe Stellungen, sodass der Übende beides beherrschen muss, Reichweite und Nahkampf. Die bekanntesten Formen sind Xingquan und Lianquan. Der Stil fordert Finger- und Handgelenkskraft und schliesst eigenes Grifftraining ein.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
