Cheng Style Baguazhang
程式八卦掌Zweig des Baguazhang, der den Namen von Cheng Tinghua trägt, einem von fünf Schülern Dong Haichuans, die laut Green die heutigen Baguazhang-Schulen gründeten.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Cheng Style Baguazhang
Über Cheng Style Baguazhang
Der Cheng-Zweig des Baguazhang trägt den Namen von Cheng Tinghua, einem Schüler Dong Haichuans (nach Green 1789 bis 1879). Laut Greens Enzyklopädie der Kampfkünste übernahmen von Dongs vielen Schülern nur fünf die Kunst vollständig und gründeten die Schulen, die bis heute gelehrt werden: Cheng Tinghua, Li Cunyi, Yin Fu, Zhang Zhaodong und Liang Zhenpu. Die Pekinger Aufnahme des Baguazhang in die chinesische nationale Liste des immateriellen Kulturerbes von 2011 zählt Cheng zu Dongs Nachfolgern, deren Lehre weit verbreitet wurde.
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Über Chengs Leben haben wir nur wenige verlässliche Angaben. Der Blog Kung Fu Tea berichtet, dass Sun Lutang 1889 bei ihm zu lernen begann und drei Jahre blieb, und dass Cheng von deutschen Soldaten erschossen wurde, als sie zur Zeit des Boxeraufstands Peking plünderten. Die Jahre 1848 bis 1900, den Geburtsort im Kreis Shen in der Provinz Hebei und ein Brillengeschäft in Peking nennt die chinesische Wikipedia. Green ergänzt unter Berufung auf Kevin Menard, dass Cheng sich mit Li Cunyi, einem Meister des xingyiquan, anfreundete und dass sich aus dem gemeinsamen Training beider Systeme der Hebei-Stil entwickelte. Die technische Gestalt des Zweigs beschreibt vor allem die englische Wikipedia: eine Handfläche namens Drachenkralle mit weit gespreiztem Daumen, einen Haken- und einen Peitschenschritt und acht Grundhandflächen, von denen die ersten drei als die ältesten und als Vermächtnis Chengs selbst gelten. Derselbe Artikel schreibt, dass der Cheng-Zweig dank seiner Erfahrung mit dem Ringen shuaijiao Würfe betont, der Yin-Zweig dagegen Schläge. Green zählt Chengs Familienschule zu den fünf Baguazhang-Schulen, die heute am beliebtesten zu sein scheinen.
Geschichte
Green schreibt in seiner Enzyklopädie Martial Arts of the World, Dong Haichuan (1789 bis 1879) habe viele Schüler gehabt, doch die ganze Kunst hätten nur fünf von ihnen übernommen, und diese hätten Schulen des baguazhang gegründet, die bis heute gelehrt werden. Einer von ihnen war Cheng Tinghua. Die Pekinger Aufnahme des baguazhang (Bezirk Xicheng) in das chinesische nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes von 2011 gibt an, Dong habe in Peking in den Epochen Xianfeng und Tongzhi gelehrt, und nennt Cheng unter den Nachfolgern, deren Lehre weit weitergegeben wurde.
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Der Blog Kung Fu Tea beschreibt, wie 1889 Sun Lutang mit einer Empfehlung von Guo zu Cheng kam und drei Jahre bei ihm baguazhang lernte, damals laut Blog ein recht junges System. Derselbe Blog gibt an, Cheng sei von deutschen Soldaten erschossen worden, als diese im Zusammenhang mit dem Boxeraufstand Peking plünderten. Weitere biografische Angaben liefern nur die Wikipedias. Die englische wie die chinesische nennen die Jahre 1848 bis 1900 und als Geburtsort den Kreis Shen, die chinesische ergänzt die Provinz Hebei und das Brillengeschäft, das Cheng in Peking eröffnete. Die Umstände seines Todes schildern sie unterschiedlich: Laut der englischen wehrte sich Cheng gegen die Zwangsrekrutierung in eine Arbeitskolonne, laut der chinesischen traf ihn beim Einmarsch der Truppen der Acht Mächte in Peking ein fremdes Gewehr in den Bauch. Auch über die Reihenfolge von Dongs Schülern sind sie uneins: Die englische Wikipedia führt Cheng als vierten, die chinesische als dritten und schreibt, Yin Fu habe ihn zu Dong gebracht. Die chinesische Wikipedia ergänzt, Yin Fu habe im Palast gelehrt und Cheng in der Stadt, und baguazhang habe sich nach Dongs Tod so in den Yin-Zweig und den Cheng-Zweig geteilt. Green schreibt unter Berufung auf Kevin Menard, in dieser Provinz hätten viele Meister des baguazhang und des xingyiquan gelebt, und viele hätten sich angefreundet, vor allem Cheng Tinghua und Li Cunyi. Aus dem gegenseitigen Üben beider Systeme habe sich seiner Ansicht nach der Hebei-Stil entwickelt.
Was es unterscheidet
Die englische Wikipedia erklärt den Unterschied zwischen Cheng-Zweig und Yin-Zweig mit Chengs Erfahrung im Ringen shuaijiao: Die Cheng-Schule betone demnach Würfe, die Yin-Schule Schläge. Die chinesische Wikipedia beschreibt den Unterschied in der Form der Handfläche. Der Yin-Zweig hält die Handfläche beim Gehen flach, die sogenannte Ochsenzungen-Handfläche, der Cheng-Zweig spreizt alle fünf Finger zur Drachenhandfläche. Der Yin-Zweig hat ihr zufolge auch weniger Handflächenreihen. Green ergänzt, manche Cheng-Linien, etwa die von Zhang Junfeng gelehrte, seien geradliniger, und bringt das mit dem gegenseitigen Einfluss des xingyiquan in Zusammenhang.
Technik
Eine ausführliche Beschreibung der Technik des Cheng-Zweigs fanden wir nur auf der englischen Wikipedia. Demnach nutzt der Zweig eine Handfläche namens Drachenklaue: Daumen weit gespreizt, zweiter bis vierter Finger leicht auseinander. Von den Schritten nennt sie den Haken- und den Schwungschritt. Laut demselben Artikel hat jede Untergruppe des Cheng-Zweigs acht Grundhandflächen als technische Basis, von denen nur die ersten drei als älteste und als Erbe Chengs selbst gelten: Handfläche des einfachen Wechsels, des doppelten Wechsels und der fließenden Haltung. Die chinesische Wikipedia schreibt, der Cheng-Zweig habe mehr Handflächenreihen als der Yin-Zweig und betone die Drachenhandfläche. Die Pekinger Aufnahme im nationalen Verzeichnis, die baguazhang als Ganzes beschreibt, nicht nur den Cheng-Zweig, nennt unter den Inhalten vierundsechzig Handflächen und Waffen, die laut Aufnahme lang und schwer sind.
Training
Green nennt als Beispiel der Cheng-Linie den Stil, den Zhang Junfeng lehrt, Chengs Schüler: achtzehn Übungen von überwiegend geradlinigem Charakter. Green bringt das mit dem gegenseitigen Einfluss des xingyiquan in Zusammenhang. Die Hebei-Aufnahme des baguazhang im nationalen Verzeichnis (Langfang, 2008), die sich auf baguazhang allgemein bezieht, nennt als Einstiegsgrundlage acht Grundhandflächen und das Schlammgehen.
Heute
Die Pekinger Aufnahme des baguazhang im chinesischen nationalen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes (Bezirk Xicheng, 2011) führt Liu Jingru und Sun Zhijun unter ihren Vertretern. Dass sie zum Cheng-Zweig gehören, gibt die englische Wikipedia an, die sie in den Stammbaum dieses Zweigs einordnet. Dieselbe Aufnahme gibt an, 1982 sei bei der Pekinger Vereinigung für wushu eine Forschungsgesellschaft des baguazhang entstanden, und es sei die erste zivile Forschungsgesellschaft eines einzelnen Stils seit der Gründung der Volksrepublik China gewesen. Die englische Wikipedia nennt als vom Cheng-Zweig abgeleitete Stile das baguazhang von Gao, Jiang und Sun. Green zählt die Cheng-Familienschule zu den fünf Schulen des baguazhang, die heute am beliebtesten erscheinen, neben Emei, Wudang, der Yin-Familienschule und Yin Yang.
Wissenswertes
Die chinesische Wikipedia, die dafür keine Quelle nennt, schreibt, Kaiserinwitwe Cixi habe Cheng angeblich eine Tafel mit Ehreninschrift geschenkt und seine Nachkommen unter die Acht Banner der Han eingetragen und ihnen damit Anspruch auf kaiserliches Getreide gesichert. Derselbe Artikel gibt an, Chengs Leichnam hätten Bruder und Sohn zur Beisetzung abgeholt.
Häufige Fragen
Nach wem ist der Cheng-Zweig des Baguazhang benannt?
Nach Cheng Tinghua. Green zählt ihn zu den fünf Schülern Dong Haichuans, die die Kunst vollständig übernahmen und die heutigen Baguazhang-Schulen gründeten.
Wodurch unterscheidet sich der Cheng-Zweig vom Yin-Zweig?
Laut der englischen Wikipedia betont der Cheng-Zweig Würfe, der Yin-Zweig Schläge. Die chinesische Wikipedia nennt eine andere Handform: Der Cheng-Zweig spreizt die Finger zur Drachenhand, der Yin-Zweig hält die Hand flach.
Wie starb Cheng Tinghua?
Laut dem Blog Kung Fu Tea erschossen ihn deutsche Soldaten, als sie zur Zeit des Boxeraufstands Peking plünderten. Die Wikipedien nennen das Jahr 1900, schildern die Umstände seines Todes aber jeweils anders.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.