Liuhebafa
六合八法拳Ein innerer chinesischer Stil, „Wasserboxen" genannt. Die Überlieferung setzt den Ursprung in die Song-Zeit, die belegte Geschichte beginnt erst bei Wu Yihui.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Liuhebafa
Liuhebafa, „sechs Harmonien und acht Methoden", ist ein innerer chinesischer Stil, der wegen der Fließfähigkeit seiner Bewegung Wasserboxen genannt wird. Er steht neben Taijiquan, Xingyiquan und Baguazhang, ist unter ihnen aber bei weitem der am wenigsten verbreitete. Am Ursprung sind zwei Ebenen zu trennen. Die Überlieferung schreibt die Entstehung dem taoistischen Weisen Chen Tuan aus der Song-Zeit zu, verbunden mit dem Kloster auf dem Berg Hua in der Provinz Shaanxi, und führt von dort eine Ahnenreihe über weitere Namen. Ein Beleg dafür fehlt jedoch — die Quellen selbst bezeichnen diese Linie als unbelegt, und der Katalog führt deshalb weder Gründer noch Jahr. Die belegte Geschichte des Stils beginnt erst im 20. Jahrhundert und hat einen konkreten Namen: Wu Yihui (1887–1958). Er war es, der Liuhebafa als Erster öffentlich lehrte. Er selbst lernte bei Yan Guoxing und Chen Guangdi, bei beiden ab 1901, sowie bei Chen Helu. 1932 unterrichtete er in der Shanghaier Jugendvereinigung, 1936 wurde er Leiter der Ausbildung an der Zentralen Akademie der Kampfkünste, und nach dem Krieg lehrte er weiter in Shanghai — zuletzt belegt 1951. Über sein Ansehen unter den Meistern seiner Zeit sagt eine Episode einiges: Wang Xiangzhai, der Schöpfer des Yiquan, schickte ihm vier seiner Schüler, die als die „vier Diamantkrieger" bekannt wurden.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
