Baston
Auch bekannt als: olisi, yantok, escrima stick
Ein Rattanstock der philippinischen Eskrima von etwa 61-71 cm Länge; das Training beginnt mit ihm noch vor dem Kampf ohne Waffe, und man übt auch paarweise mit zwei Stöcken im Sinawali.
Auf einen Blick
PhilippinenÜber die Waffe
Baston, auch olisi oder yantok genannt, ist der Stock der philippinischen Kampfkunst Eskrima (Arnis), etwa 61 bis 71 Zentimeter lang. Ein längerer Stock von 71 bis 91 Zentimetern wird als largo mano yantok bezeichnet. Seit wann in der Eskrima mit dem Stock trainiert wird, konnten wir in den Quellen nicht belegen. Traditionelles Material ist Rattan, der Stängel einer südostasiatischen Liane: hart, widerstandsfähig und leicht, er franst nur bei schlechtester Behandlung aus und splittert nicht wie Holz. Manchmal werden auch gebrannte und gehärtete Hölzer wie Kamagong und Bahi (Palmenkern) verwendet, die aber nicht zum Sparring genommen werden, weil sie so dicht sind, dass sie schwer verletzen können. Manche Schulen trainieren mit Stöcken aus Aluminium oder widerstandsfähigem Kunststoff, andere mit gepolsterten Bastons. Das Eskrima-Training beginnt mit der Waffe: Schüler lernen zuerst, mit Stock und Messer zu kämpfen, und wechseln erst zum waffenlosen Kampf, wenn sie die Techniken mit Waffe beherrschen. Die Waffe gilt als Verlängerung des Körpers, deshalb gelten dieselben Winkel und dieselbe Fußarbeit mit und ohne Waffe. Eine typische Übung ist sinawali, "Weben", eine Reihe von Paarübungen, bei denen jeder zwei Waffen hält; der Name stammt von der Matte sawali. 1969 begann Remy Presas, Schullehrer in seinem Stil Modern Arnis zu unterrichten. Drills wie sombrada, sinawali oder hubud-lubud stellte die Schule von Dan Inosanto der Öffentlichkeit als geordnete Abfolge vor.