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Pflege von Rattanstöcken

Wie man das Ausfransen von Rattanstöcken für Eskrima, Arnis und Kali verzögert: Umwickeln, Trocknen und Lagerung, was wir über Erhitzen wissen, und wann ein Stock zu ersetzen ist.

Woraus Rattan besteht und wie es altert

Rattanstöcke werden aus getrockneten Rattanstängeln hergestellt. Rattan ist hart, widerstandsfähig und leicht, und laut einem Überblick über Eskrima franst es nur bei schlimmster Behandlung aus und zersplittert nicht wie Holz, was es zu einem sichereren Trainingsgerät macht. Der Stock franst mit der Zeit an den Enden und im Schlagbereich aus und wird weicher. Laut einer Studie zur Anatomie von Rattan sind die Leitbündel am Umfang des Stängels am dichtesten, der Kern ist weicher.

Aus einer FAO-Publikation zur Rattanverarbeitung geht hervor, dass ein frischer Stängel 130 bis 160 % Wasser enthält, zur Verarbeitung auf unter 20 % getrocknet wird und feuchtes Rattan (50 bis 100 %) von Bohrkäfern und Bläue befallen wird. Unreife oder obere Stängelteile schwinden und verziehen sich stärker.

Erhitzen: was wir darüber wissen

Verkäufer beschreiben erhitzte (burnt, heat-treated, fire-hardened) Stöcke als härter und langlebiger, und das Muster nach dem Erhitzen verbessere laut ihnen den Griff; das ist eine Aussage der Verkäufer, keine Messung. Eine Laborstudie der Rattanart Calamus simplicifolius zeigte, dass eine Dampfbehandlung bei 160 °C für eine Stunde den Wassergehalt um etwa 45 % senkte, die Wasseraufnahme verringerte und die höchste Schlagzähigkeit ergab. Bei 200 °C sank die Zähigkeit deutlich und das Material wurde spröde, weil sich Hemicellulosen und Cellulose zersetzen. Weitere Forschung zeigt, dass sich Rattan durch Hitze biegen und richten lässt: Hemicellulosen weichen auf und halten nach dem Abkühlen die neue Form. Industriell wird Rattan durch Tauchen in heißes Öl behandelt, was den Wassergehalt senkt und Verderb verhindert.

Diese Labor- und Industrieverfahren entsprechen jedoch nicht dem oberflächlichen Erhitzen eines Stocks mit der Flamme, und Messungen an erhitzten Trainingsstöcken haben wir in den Quellen nicht gefunden. Die Quellen widersprechen sich also: Verkäufer versprechen mehr Widerstandsfähigkeit, während die Forschung nur in einem engen Temperaturbereich einen Nutzen zeigt und bei Überhitzung Versprödung.

Öl, Einweichen und Lagerung

Die Empfehlungen sind unterschiedlich. Eine Schule philippinischer Kampfkünste rät, Stöcke einen Tag in kaltem, stark gesalzenem Wasser einzuweichen und sie danach wiederholt mit Öl zu tränken: Olivenöl, eine Mischung aus zwei Teilen gekochtem Leinöl und einem Teil Terpentin, oder Tungöl. In Fachforen verwenden Praktiker den Stock dagegen unbehandelt und kümmern sich erst um das Ausfransen, wenn es auftritt. Laut FAO wird feuchtes Rattan von Insekten und Pilzen befallen, lagern Sie Stöcke daher trocken.

Umwickeln mit Klebeband

Klebeband schützt den Stock vor Ausfransen und verlängert laut Herstellern seine Lebensdauer. Ein Ausrüstungshersteller empfiehlt Hockeyband für den Schlagbereich, rutschfestes Band für den Griff und eine kleine Umwicklung am Griffende (Punyo) für bessere Kontrolle. Ein anderer Hersteller bietet Baumwollband mit Gummikleber, wasserfest und reißfest, und betont, dass es nicht dem Griff dient; er empfiehlt, immer etwas davon in der Trainingstasche zu haben.

In einem Fachforum beschreiben Praktiker Isolierband (leichter als Panzerband und farblich zur Unterscheidung der Stöcke nützlich), Stoffband, Schlägerband (eine Lage reicht) und Gaffer-Tape, das keinen Kleberückstand hinterlässt; Hockeyband, sagen sie, verschmutze. Eine Schule merkt an, dass Isolierband nur ein Pflaster auf ausgefranstem Rattan ist und dass Stöcke früher vor dem ersten Gebrauch komplett umwickelt wurden.

Wann ein Stock zu ersetzen ist

Ein festes Kriterium für das Aussondern eines Rattanstocks haben wir in den Quellen nicht gefunden. Praktiker beschreiben nur ein Vorgehen: Wenn ein Ende weich wird und ausfranst, fest umwickeln. Ein billiger Stock halte ihnen zufolge lange auch ohne Behandlung. Beobachten Sie deshalb Enden und Schlagbereich und wickeln Sie rechtzeitig.

Häufige Fehler

Ein Ende ausfransen lassen, bevor es umwickelt wird. Ein Stock, der feucht gelagert wird. Rattan mit Hartholz verwechseln: Laut einem Überblick über Eskrima werden Stöcke aus Hartholz (Kamagong, Bahi), manchmal erhitzt und gehärtet, für den Sparring meist nicht verwendet.

Für welche Waffen das gilt

Rattanstöcke für Eskrima, Arnis und Kali, einzeln oder im Paar, längere Rattanstäbe und weitere Rattan-Trainingswaffen.

Waffen aus diesem Material

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Weitere Quellen zum Thema (11)
  1. W. Liese (FAO): Challenges and constraints in rattan processing and utilization
  2. Abasolo et al. (FAO, XII World Forestry Congress): anatomie a tepelné změkčení ratanu palasan
  3. Forests 15(4):615 (2024): Steam-heat-treated process of rattan (Calamus simplicifolius)
  4. Wikipedia: Eskrima
  5. Detroit Kali Silat: Got Sticks?
  6. TAK: Grip Tape for Escrima Sticks
  7. Blaklist Gear: Adhesive tape (rattan sticks)
  8. Reliks: Burned Rattan Eskrima Stick
  9. Prowin: Escrima Stick, Rattan, Burnt Spiral
  10. MartialTalk (fórum): Wrapping fraying escrima?
  11. MartialTalk (fórum): Rattan vs. Hardwood escrima sticks