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Varzesh-e Pahlavani (Zurkhaneh)

Iranische körperliche und sittliche Schulung im Krafthaus Zurkhaneh, mit Mil-Keulen, dem Sang-Schild und dem Koshti-Ringen.

Wichtige Daten

HerkunftslandIran
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemTitel

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemTitel
WettkampfformatGemischt
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende10 000–100 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenAm Rande

Über Varzesh-e Pahlavani (Zurkhaneh)

Varzesh-e pahlavani ist das iranische System körperlicher und sittlicher Schulung, das in einem Gebäude namens Zurkhaneh geübt wird, wörtlich Haus der Kraft. Der Saal hat eine Decke mit einer einzigen Lichtöffnung und in der Mitte eine eingelassene achteckige oder runde Grube, den Gowd, etwa einen Meter tief, um die herum Zuschauer und Musiker sitzen. Die Übung leitet der Morshed: Er schlägt die Bechertrommel Zarb, rezitiert Verse aus der persischen Mythologie und der mystischen Dichtung, und sein Rhythmus gibt der ganzen Gruppe das Tempo vor. Die Geräte sind überwiegend aus Holz und Eisen: ein Paar schwerer Keulen, die Mil, ein hölzerner Schild, der Sang, den der Übende auf dem Rücken liegend schwingt, und ein eiserner Bogen, die Kabbadeh, statt einer Sehne mit einer Kette bespannt. Dazu kommen Liegestütze auf einem Brett, Drehungen um die eigene Achse und schließlich das Ringen selbst, Koshti pahlavani, aus dem die iranische Freistilschule hervorging, eine der erfolgreichsten der Welt. Die Praxis verbindet vorislamisches iranisches Erbe mit schiitischer Frömmigkeit und Sufismus und beruht sittlich auf dem Begriff Javanmardi, der Ritterlichkeit: Je stärker einer ist, desto demütiger muss er sein. Dem am 10. Oktober 2004 gegründeten Weltverband IZSF gehören heute über siebzig Länder an. Die Zurkhaneh-Rituale nahm die UNESCO 2010 in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes auf.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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