ImpakuImpaku

Stenka

Стеношный бой

Russischer volkstümlicher Massenfaustkampf zur Fastnacht; zwei Reihen von Männern und die Regel, dass ein Liegender nicht geschlagen wird.

Wichtige Daten

HerkunftslandRussland
RegionEuropa
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieMilitärisch

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichFür Senioren nicht geeignet
Körperliche Anforderung4/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve2/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Stenka

👊 Technik-Datenbank6 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge

Über Stenka

Stenka na stenku, wörtlich Wand gegen Wand, ist der russische volkstümliche Massenfaustkampf. Zwei Reihen von Männern treten gegeneinander an, gewöhnlich aus verschiedenen Dörfern, Straßen oder Ufern desselben Flusses, und versuchen die Gegenseite aus einem abgesteckten Raum zu drängen. Gekämpft wurde am häufigsten zur Fastnacht und an anderen Feiertagen, oft auf einem zugefrorenen Fluss, wo die Fläche eben und die Grenze deutlich war. Neben der Massenform gab es auch den Zweikampf einer gegen einen und ein freies Handgemenge ohne Reihen. Die Regeln wurden nie aufgeschrieben, waren aber genau und allgemein bekannt. Einen Liegenden schlägt man nicht, von hinten und unter die Gürtellinie darf nicht geschlagen werden, kein Gegenstand darf in der Hand oder im Handschuh getragen werden, und wer blutet oder sich setzt, scheidet aus. Gerade das Verbot, einen Gefallenen zu schlagen, ging als Sprichwort in die russische Sprache ein und wird bis heute weit über die Prügelei hinaus verwendet. Militärisch hatte die Übung ihren Sinn im Halten der Linie: Die Männer lernten die Formation zu wahren, den Nebenmann zu decken und gemeinsam vorzugehen, was der Infanteriedisziplin näher steht als dem Einzelkampf. Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert versuchte die zarische Verwaltung die Massenkämpfe wiederholt zu regeln und verbot sie schließlich; die Wiederbelebung brachten erst die 1990er Jahre, als Folklore- und Rekonstruktionsvereine sie zurückholten. Ein Gründer und ein Gründungsjahr sind nicht belegt, und diese Seite nennt daher keines von beidem.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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