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Sports Chanbara (Spochan)

スポーツチャンバラ

Japanischer Sport mit luftgefüllten Waffen, der laut der Präfektur Gifu 1971 entstand. Gründer ist Tetsundo Tanabe, ein langjähriger Kendo-Lehrer.

Wichtige Daten

GründerTetsundo Tanabe
HerkunftslandJapan
Gründungsjahrum 1971
RegionAsien
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKyu und Dan ohne Gürtel

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungSchutzausrüstung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen optional

Organisation & Wettkampf

GraduierungenJa (Kyu und Dan ohne Gürtel)
WettkampfformatPunktkampf
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenZentral

Über Sports Chanbara (Spochan)

Sportliches Chanbara, das The Japan Times mit der Abkürzung spochan bezeichnet, ist laut der Präfektur Gifu ein 1971 in Japan entstandener Sport, der aus dem Chanbara-Spiel eine sportliche Disziplin machte. Auch die Präfektur Aichi und der französische Verband FFJDA nennen 1971, das Jahr 1973 steht laut der International Sports Chanbara Association (ISCA) für die Gründung des Gesamtjapanischen Goshindo-Verbands. Der Gründer Tetsundo Tanabe wurde laut der Nationalbibliothek Japans 1942 geboren. The Japan Times beschrieb ihn 2010 als leitenden Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma aus Yokohama und langjährigen Kendo-Lehrer. Die Präfektur Kagoshima gibt an, der Sport gehe aus der Kampfkunst kodachi goshindo hervor.

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Gespielt wird mit luftgefüllten Waffen, die Präfektur Gifu nennt sechs Typen vom Tanto bis zum Yari, dazu einen Schild und einen Gesichtsschutz. Laut der Stadt Kumamoto dauert ein Kampf drei Minuten pro Treffer, das Finale geht auf drei, und ein gegenseitiger Treffer, aiuchi, bedeutet die Niederlage beider. Ein Treffer zählt an jedem Körperteil vom Kopf bis zu den Zehenspitzen. Die Präfektur Aichi gibt an, dass die Kleidung nicht vorgeschrieben ist und Handicaps das Spielen unabhängig von Alter und Geschlecht erlauben. Die Weltmeisterschaften richten laut der Präfektur Gifu die Japan Sports Chanbara Association (JSCA) und die ISCA aus. Die Ausgabe 2025 in der Yokosuka Arena hatte laut derselben Quelle etwa 1.200 Teilnehmer aus 20 Ländern. Die Präfektur Gifu nennt Grade vom 10. Kyu bis zum 10. Dan. In Frankreich verwaltet das Comité National de Kendo innerhalb der FFJDA das Chanbara seit 1998 und verleiht Dan-Grade vom 1. bis zum 8.

Geschichte

Die Präfektur Gifu, die Präfektur Aichi und der französische Verband FFJDA nennen 1971 als Entstehungsjahr des Sports. Laut FFJDA schuf Tetsundo Tanabe die Disziplin damals mit mehreren japanischen Schwertkämpfern, und als ihre Grundlage nennt sie Goshin-jutsu, die Kunst der Selbstverteidigung. ISCA führt auf ihrer Website Tanabes Broschüre über Selbstverteidigungstechniken aus dem Jahr 1971, die Gründung des Gesamtjapanischen Goshindo-Verbands 1973 und den Beitritt zur Japan Recreation Association 1995 an. Die Japan Times schrieb 2010, Tanabe habe als langjähriger Lehrer des kendo aus Chanbara, dem Schwertkampf aus japanischen Samurai-Fernsehserien, den Kinder mit Plastikschwertern nachahmen, einen Wettkampfsport gemacht. Laut USC PD News von 2017 leitete Tanabe in Yokohama ein Dojo des kendo und erfand die weicheren Waffen, damit Kinder keine Bambusschwerter an den Kopf bekämen. ISCA gibt an, dass die heutigen Luftschwerter frühere Schaumstoffschwerter mit festem Kern ersetzten, die Finger- und Kopfverletzungen verursachten. Die Nationalbibliothek Japans verzeichnet Tanabes Handbuch über kodachi goshindo von 1986, im Verlag Sobunsha seine Bücher über Sport-Chanbara aus den Jahren 1990 und 1994 sowie ein zweisprachiges japanisch-englisches Handbuch von 1996.

Was es unterscheidet

Die französische FFJDA betont, dass chanbara im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten keine extreme Kodifizierung durchlaufen hat und jeder Schnitt gilt, der den Gegner ausschalten würde. Eine weiche Waffe erlaubt laut FFJDA im Gegensatz zum bokken, durch das Ziel hindurchzugehen wie bei einem echten Schnitt. The Japan Times schrieb 2010, dass Tanabe den Sport ohne strenge Regeln und Etikette halten wollte, da er gesehen hatte, wie im Ausland Versuche scheiterten, ein streng reglementiertes kendo durchzusetzen. Tanabe selbst gibt in einer Botschaft von 1996 auf der ISCA-Website an, dass der Sport im Grunde keine Schiedsrichter braucht und die Spieler einen Treffer selbst anerkennen sollen.

Technik

Die Präfektur Gifu nennt sechs Arten von Luftwaffen: tanto, kodachi, choken, bo, jo und yari, dazu einen Schild und einen Gesichtsschutz. Die Stadt Kumamoto gibt die Länge des kodachi mit 60 cm und des choken mit 100 cm an und beschreibt ein weiches Schwert mit einem Kern aus Spezialkunststoff, umhüllt von Schutzmaterial, oder mit einem Luftkern. Laut der Präfektur Aichi werden die Waffen mit einer Pumpe aufgeblasen, und zugelassene Ausrüstung trägt das Zeichen des Sports. Kids Web Japan erklärte 2001, alle Waffen außer dem Schaumstoffschild seien mit Luft gefüllt. ISCA legt Obergrenzen für die Längen fest, zum Beispiel tanto unter 45 cm, kodachi unter 60 cm, choken unter 100 cm und bo unter 200 cm. Die FFJDA nennt für Frankreich ein 40 cm langes tanto mit Treffern nur auf den Unterarm und ein 210 cm langes yari nur für Stiche. Die FFJDA nennt fünf Grundtreffer: men, do, ashi, kote und tsuki. Kihon dosa ist laut ihr eine Form vom Typ kata und zugleich ein technischer Wettkampf, in dem der Übende mit dem kodachi fünf kodifizierte Schnitte ausführt und unter anderem Haltung, Blick und zanshin bewertet werden. Die französischen Lehrpläne umfassen auch kodachi no kata, choken no kata und ken no kata, die aus dem kendo übernommen wurden.

Training

Die Präfektur Aichi beschreibt das Training in drei Formen. Kihon dosa umfasst die Schläge men, kote, migi do, hidari ashi und tsuki, waza geiko ist Übung eins gegen eins mit Maske, Ausweichen und Schlag auf die Beine, und jigeiko ist Kampftraining mit allen, unabhängig vom Alter. Laut UNESCO ICM ist keine Kleidung vorgeschrieben, der Sport unterscheidet nicht nach Alter, Gewicht oder Geschlecht, und auch Veranstaltungen für Menschen mit Behinderung und Rehabilitationstraining finden statt. In Frankreich umfasst die Ausrüstung laut FFJDA einem weißen keikogi mit kurzen Ärmeln, einem einfarbigen langärmeligen Shirt, einem leichten Helm mit Augenschutz, einem tenugui, weichen Waffen und Handschuhen ohne feste Verstärkung. Der Übende beginnt laut FFJDA mit dem kurzen Schwert als leichtest beherrschbarer Waffe und geht je nach Fortschritt zum langen Schwert, zu zwei Waffen, zum Speer und zum Dolch über. ISCA gibt an, dass jeder ab 20 Jahren Schiedsrichter werden kann, der in der praktischen und theoretischen Prüfung 80 Punkte erreicht.

Graduierungen und Fortschritt

Die Präfektur Gifu nennt die Grade kyu von 10. bis 1. und dan von 1. bis 10., die nach einer Prüfung in Grundbewegungen, Technik und Kämpfen verliehen werden. Laut den ISCA-Statuten muss ein Mitglied ISCA-Prüfungen für dan, kyu und Instruktor ablegen, und der Vertreter einer neuen Zweigstelle muss den Titel shihan, shihandai oder Instruktor A oder B tragen. Die ISCA-Website gab im Dezember 2023 bekannt, dass Präsident Tanabe dem Franzosen Jean-Claude Girot den 8. dan mit dem Titel hanshi verliehen hat. In Frankreich legt die Prüfungsordnung des Comité National de Kendo bei der FFJDA Prüfungen vom 1. bis zum 8. dan fest. Zur Prüfung sind drei Jahre Lizenz in der Disziplin und ein gültiges ärztliches Attest nötig, für den 1. und 2. dan tagt eine Kommission aus fünf Personen mit mindestens 4. dan, und es entscheiden drei von fünf Stimmen. Die Prüfung besteht laut FFJDA aus uchi kaeshi, keiko und kata. Für den 7. dan braucht es sechs Jahre Lizenz, und Stand 2018 hatte Frankreich sechs Träger des 7. dan.

Wettkampf

Die Präfektur Gifu unterscheidet Wettbewerbe kihon dosa, bei denen Bewegungen auf Kommando eines Ansagers vorgeführt werden, und datotsu kyogi mit den Formen taisen und kassen. Datotsu kyogi hat nach ihren Angaben dreizehn Abteilungen nach Waffe, von kodachi und choken über nito und Schildkategorien bis zu jo, bo, tanso, choso, nagamaki und tanto. In der Abteilung choken ryote wird einer gegen einen beidhändig mit einem Schwert von höchstens 100 cm Länge gekämpft, und der erste Treffer ist ippon. Die ISCA gibt an, dass die Sieger der Kategorien im Finale aufeinandertreffen und der Gesamtsieger Weltmeister des jeweiligen Jahres ist. UNESCO ICM nennt drei Formate: taisen, einer gegen einen, ransen als Gruppenspiel mit ungleicher Spielerzahl und kassen als Mannschaftskampf mit gleicher Spielerzahl. Die Stadt Kumamoto gibt an, dass ein Sturz oder das Fallenlassen einer Waffe den Kampf nicht unterbricht, ein zweimaliges Verlassen des Kampfplatzes mit beiden Füßen eine Niederlage ist und ein Treffer mit dem Holzschaft einer langen Waffe die Disqualifikation bedeutet. Laut der Präfektur Gifu fand die 49. Weltmeisterschaft am 23. 11. 2025 in der Yokosuka Arena statt. Das Comité National de Kendo rief laut FFJDA 2005 die erste französische Meisterschaft aus, und die französische Nationalmannschaft nahm im selben Jahr erstmals an der Weltmeisterschaft in Tokio teil.

Heute

Die Zahl der Länder unterscheidet sich je nach Quelle. The New Times nannte 2017 23 Länder, USC PD News gab im selben Jahr 65 Länder und Regionen und etwa 400.000 Praktizierende ohne Angabe der Methodik an. Zur Weltmeisterschaft 2025 nennt die Präfektur Gifu Teilnehmer aus 20 Ländern. ISCA gab in einem Text von 1996 für Japan etwa 300.000 Spieler, 4.000 anerkannte Instruktoren und 1.800 zertifizierte Schiedsrichter an. Nach FFJDA brachten 1994 die Kendoka Kenichi Yoshimura, Claude Hamot, Claude Pruvost und Jean-Claude Girot das Chanbara nach Frankreich, und 1998 wurde es zur offiziellen Disziplin der FFJDA. Nach The New Times brachte es 2013 Tsutomu Takahashi, 6. Dan, nach Ruanda, und die Rwanda Sports Chanbara Federation hatte 2017 275 Mitglieder in fünf Vereinen. Für das Haushaltsjahr 2026 bewilligte der Japan Sport Council dem JSCA eine Förderung für das nationale Trainingslager und der Japanischen Studentenföderation für Sport-Chanbara für die 33. gesamtjapanische Studentenmeisterschaft.

Wissenswertes

Laut der Nationalbibliothek Japans ist Tanabe auch Sammler von Keramik aus der Meiji-Zeit, und sie verzeichnet eine Publikation über seine Sammlung von 2011 und ein Buch über den Keramiker Makuzu Kozan von 2004. Kids Web Japan zitierte 2001 den Gründer, wonach auch einen Weltmeister drei oder vier Kinder besiegen können, die gegen ihn kämpfen. The New Times nannte 2017 als Motto des Sports The harmony of the world. Sport-Chanbara wurde laut der Präfektur Kagoshima in das Rahmenprogramm der nationalen Sportspiele Kagoshima kokutai aufgenommen, und die Veranstaltung fand am 5. 5. 2023 in Tarumizu statt. Die Website der ISCA nennt eine Vorführung von Sport-Chanbara vor dem schwedischen König im Jahr 1997. Die italienische Nachrichtenseite Legnanonews schrieb 2022, Chanbara sei eine der Sportarten eines Spiels für Nintendo Switch und werde in Italien seit über zwanzig Jahren betrieben.

Häufige Fragen

Wann ist das sportliche Chanbara entstanden?

Die Präfekturen Gifu und Aichi sowie der französische Verband FFJDA nennen das Jahr 1971. Das Jahr 1973 ist laut ISCA das Gründungsjahr des Gesamtjapanischen Goshindo-Verbands.

Woraus sind die Waffen im sportlichen Chanbara?

Die Präfektur Gifu nennt Luftwaffen, und Kids Web Japan schrieb 2001, dass alle außer dem Schaumstoffschild luftgefüllt sind. Laut der Präfektur Aichi werden sie mit einer Pumpe aufgeblasen.

Wie gewinnt man im sportlichen Chanbara?

Laut der Stadt Kumamoto dauert ein Kampf drei Minuten pro Treffer irgendwo am Körper, das Finale geht auf drei Treffer, und ein gegenseitiger Treffer, aiuchi, bedeutet Niederlage beider.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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