Sports Chanbara (Spochan)
スポーツチャンバラJapanisches Schwertspiel mit weichen, luftgefüllten Waffen. Die erste Berührung gewinnt, Regeln gibt es kaum. In den 1970ern von Kendo-Lehrer Tetsundo Tanabe geschaffen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Sports Chanbara (Spochan)
Sports Chanbara, japanisch Supochanbara, ist ein Schwertspiel mit weichen Waffen, entstanden als bewusstes Gegenstück zum Kendo. Die Waffen bestehen teils aus Styropor und haben eine luftgefüllte Spitze, sodass ein Treffer nicht verletzen kann — und weil er nicht verletzen kann, muss er auch nicht mit Regeln umstellt werden. Geschaffen hat es in den 1970er Jahren Tetsundo Tanabe, ein Sicherheitsmanager aus Yokohama und Kendo-Lehrer. Sein Ausgangspunkt war einfach: Kendo legt Stände, Trefferflächen und Rufe fest und schreckt damit jeden ab, der einfach nur fechten möchte. Chanbara regelt daher weder Körperhaltung noch Form. Tanabe fasste es so, dass man sich beim Kampf ruhig hinlegen und anziehen dürfe, was man wolle. Gewettkämpft wird in zwei Gruppen. Datotsu Kyogi, die Trefferspiele, sind nach Waffenlänge gegliedert — vom 45 Zentimeter langen Dolch bis zum zwei Meter langen Speer — und gewinnt, wer den Gegner zuerst irgendwo berührt. Kihon Dosa ist die Disziplin der Grundbewegung, bewertet nach Schnelligkeit und Ernsthaftigkeit der Reaktion auf ein Kommando. Gerade diese Barrierefreiheit erklärt die Verbreitung: Geübt wird unabhängig von Alter, Gewicht und Geschlecht, Kind und Rentner können in derselben Gruppe stehen. Chanbara erreichte über dreißig Länder und zählt rund 400 000 Übende; allein Deutschland hat dreißig Mitgliedsschulen und achttausend Registrierte.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
