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Shootboxing

シュートボクシング

Japanischer Stand-Kampfsport, 1985 von Caesar Takeshi gegründet, der zu Schlägen und Tritten Würfe, Würgegriffe und Hebel im Stand hinzufügt und den Bodenkampf verbietet.

Wichtige Daten

GründerCaesar Takeshi
HerkunftslandJapan
Gründungsjahr1985
RegionAsien
HauptfokusGemischt
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieSportlich kodifiziert
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungShorts und Schützer
SparringVollkontakt
Rolle der FormenOhne Formen

Organisation & Wettkampf

GraduierungenNein
Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeZentral
TritteZentral
WürfeZentral
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeZentral
WaffenNicht verwendet

Über Shootboxing

Shootboxing ist ein japanischer Stand-Kampfsport, der laut der Shoot Boxing Association (SB) 1985 von Caesar Takeshi gegründet wurde. Auch Number Web nennt das Jahr 1985. Number Web beschreibt sein Konzept als MMA im Stand, bei dem neben Schlägen und Tritten auch Würfe sowie Würgegriffe und Hebel im Stand gelten. Der Verband gibt an, dass sein Gründer ein ehemaliger japanischer Kickbox-Meister im Weltergewicht und heute ihr Vorsitzender ist, und dass er sich zum Bushido und zum Grundsatz bekennt, einen am Boden liegenden Gegner nicht anzugreifen.

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Laut der japanischen Wikipedia lernte Caesar über Satoru Sayama Karl Gotch kennen, unterrichtete UWF-Mitglieder im Kickboxen, und diese Erfahrung führte ihn dazu, Würfe und Hebel in den Standkampf einzufügen. Der Gründungsmonat weicht in den Quellen ab: Die japanische Wikipedia nennt September 1985, die englische Wikipedia August 1985. Der Verband gibt an, seit 1995 das Weltturnier S-Cup und seit 2009 den Frauen-Wettbewerb Girls S-Cup auszurichten. Betrieben wird er von der Firma Caesar International mit Sitz in Tokio. Die SB-Regeln von 2026 legen einen Kampf auf 3 oder 5 Runden zu je 3 Minuten fest, entschieden durch KO mit Schlag oder Wurf, Aufgabe nach Hebel oder Würgegriff im Stand oder nach Punkten. Punkte gibt es für Schläge, für Würfe, die der Ringrichter mit dem Ruf shoot ankündigt, sowie für Hebel und Würgegriffe im Stand mit dem Ruf catch. Jeglichen Bodenkampf verbieten die Regeln, Ellbogen erlauben sie nur in der Expertenklasse nach Vereinbarung beider Kämpfer.

Geschichte

Laut der japanischen Wikipedia debütierte Caesar Takeshi, geboren am 17. August 1955 in Nagato in der Präfektur Yamaguchi, 1972 als professioneller Kickboxer und gewann den Titel im Weltergewicht der Nihon Kickboxing Kyokai. Über Satoru Sayama lernte er demnach Karl Gotch kennen und unterrichtete Kickboxen bei den Mitgliedern der UWF, darunter Akira Maeda, was ihn dazu brachte, Würfe und Hebel in den Standkampf einzubauen. Number Web, die Studie von Hishida und Nakajima und der Verband nennen als Gründungsjahr 1985. Die japanische Wikipedia nennt September 1985, die englische Wikipedia August 1985 unter Verweis auf die Autobiografie von Tatsuo Nakano. Laut der japanischen Wikipedia wurde der Verband 1986 gegründet. Der Verband gibt an, dass der erste S-Cup am 31. Januar 1995 im Osaka Prefectural Gymnasium stattfand und der zweite als einziger auf zwei Veranstaltungen in den Jahren 1996 und 1997 aufgeteilt war. Laut der japanischen Wikipedia nahm SB von Anfang an Kämpferinnen aus dem aufgelösten japanischen Frauen-Kickbox-Verband auf und veranstaltete 1998 die erste reine Frauenveranstaltung im japanischen Kampfsport. Den ersten Girls S-Cup gewann laut dem Verband am 23. August 2009 in Tokio RENA, und 2015 fand bei ihm der erste Frauen-Titelkampf um die Weltmeisterschaft in der Geschichte von SB statt.

Was es unterscheidet

Von Kickboxen unterscheidet sich Shootboxing nach SB-Regeln dadurch, dass es neben Schlägen und Tritten Würfe, Würgegriffe und Hebel im Stand erlaubt und Würfe punktet. Vom Muay Thai trennt es laut Regeln unter anderem das Verbot von Ellbogen, die nur in der Expertenklasse nach Absprache beider Kämpfer gelten. Von MMA unterscheidet es das völlige Verbot des Bodenkampfes und von Angriffen auf Liegende, Hebel und Würgegriffe gelten nur im Stand. Number Web schreibt, dass wegen des Bodenkampfverbots im Shootboxing auch ein Grappler im Nachteil ist und dass im SB-Ring ein Kämpfer, der bei den Schlägen führt, wegen der Punkte für Würfe verlieren kann.

Technik

Die SB-Regeln von 2026 nennen als Würfe nach vorn zum Beispiel Kubinage und Ippon Seoi Nage und als Würfe nach hinten den German Suplex und den Backdrop. Zu den Abschlusstechniken im Stand zählen sie den Würgegriff von hinten (Sleeper Hold), den vorderen Würgegriff (Front Choke) und Armhebel (Armlock). Die Standposition definieren die Regeln so, dass keiner der Kämpfer die Matte mit etwas anderem als den Füßen berührt, und nur in ihr gelten Hebel und Würgegriffe. Hit Points werden laut der japanischen Wikipedia für Faustschläge, Tritte und Kniestöße vergeben. Number Web beschreibt die Taktik eines Shootboxers, der bei einem Rückstand im Schlagabtausch seine Chance in Würfen und Submissions sucht, wobei erfolglose Hebelversuche ihn erschöpfen und Schlägen aussetzen. Laut Number Web ist im Shootboxing sowohl der reine Kickboxer als auch der Grappler im Nachteil.

Training

Hishida und Nakajima geben in einer Studie von 2019 an, dass ein erwachsener Wettkämpfer Seilspringen, Schattenboxen, Mass Boxing, Mass Sparring, hartes Sparring, Pratzentraining, Sandsack, Krafttraining und Dehnen trainiert, meist in Abschnitten zu 3 Minuten. Das Grundtraining des untersuchten Dojo läuft laut ihnen nur mit dem eigenen Körpergewicht ohne Geräte ab, zum Beispiel Hindu-Kniebeugen, Sprungkniebeugen, Burpees, Liegestütze auf den Fäusten und Nackenbrücken. Drei Wochen vor dem Kampf wird laut der Studie die Intensität des Trainings erhöht, und kurz davor werden riskante Elemente wie Sparring eingeschränkt. Im untersuchten Dojo unterrichten laut der Studie die Älteren die Jüngeren, und anders als in traditionellen Budo wird zu Beginn und am Ende des Trainings keine formale Verbeugung und keine Meditation verlangt. Die japanische Wikipedia nennt Amateurturniere Young Caesar Cup in Tokio, Nagoya und Osaka mit Helm, Knie- und Schienbeinschonern und T-Shirt.

Wettkampf

Nach den SB-Regeln von 2026 wird ein Kampf über 3 oder 5 Runden zu je 3 Minuten geführt und entschieden durch KO mit Schlag oder Wurf, Aufgabe nach Hebel oder Würgen im Stand oder nach Punkten. Ein Wurf zählt nur, wenn der Gegner höher als die Gürtellinie des Werfenden fliegt, beide Füße die Matte verlassen und er auf dem Rücken landet. Für einen Wurf nach vorn gibt der Kampfrichter mit dem Ruf shoot 1 Punkt, für einen Wurf nach hinten 2 Punkte. Bei einem Würgegriff oder Hebel im Stand, aus dem ein Entkommen schwierig ist, ruft er catch und vergibt 1 Punkt, die Aufgabe bedeutet einen KO-Sieg. Drei Knockdowns in einer Runde bedeuten ein technisches KO. Die Wertung nehmen drei Kampfrichter vor, und es siegt, wer mindestens zwei Stimmen erhält, sonst folgt eine Verlängerung. Die Regeln unterscheiden die Klassen Expert, Expert Special, Freshman und Starting, und Ellbogen gelten nur in der Expertenklasse nach Absprache beider Kämpfer. Der Verband gibt an, dass der S-Cup ein Weltturnier von acht Kämpfern an einem Abend ist, das alle zwei Jahre stattfindet, ursprünglich mit 70 kg und seit 2014 mit 65 kg.

Heute

Betreiber von SB ist laut ihrer Website die Caesar International mit Sitz in Tokio, die als Geschäftsführer der ehemalige Champion Kenichi Ogata leitet. SB gibt als Ziel an, über Shootboxing Höflichkeit, Stärke und einen gesunden Geist nicht nur an Wettkämpfer, sondern auch an Jugendliche und Kinder weiterzugeben, die nicht zur Schule gehen. Die Studie von Hishida und Nakajima aus dem Jahr 2019 beschreibt ein ehrenamtliches kostenloses Shootboxing-Dojo in einem Tokioter Stadtbezirk als Ort der sozialen Eingliederung von Kindern aus armen Familien, gemobbten Kindern, Delinquenten und Kindern, die nicht zur Schule gehen. Die Organisation veranstaltet laut der Studie auch ehrenamtliche Veranstaltungen und kochte nach dem Erdbeben von 2011 Mahlzeiten für Betroffene. Die japanische Wikipedia gibt an, dass im April 2026 alle SB-Weltmeistertitel außer dem im Fliegengewicht der Frauen, den RENA hält, unbesetzt waren.

Wissenswertes

Laut der japanischen Wikipedia erwog Caesar den Namen Shooting Boxing, doch Sayama riet ihm, dass zwei Endungen auf -ing seltsam klängen, und so entstand der Name Shoot Boxing. Lange Leggings und Schienbeinschützer sind laut ihr ein Erkennungszeichen der Shootboxer, aber nicht vorgeschrieben, Caesar führte sie ein, weil er nicht gern mit bloßem Bein trat. Der Verband gibt an, der Niederländer Andy Souwer habe den S-Cup viermal gewonnen, 2002, 2004, 2008 und 2012. Laut der japanischen Wikipedia trat Caesar am 22. August 2015 bei einer Veranstaltung zum 30. Jubiläum von SB in einem Schaukampf zu seinem sechzigsten Geburtstag gegen Andy Souwer an. Number Web beschreibt einen Kampf vom 4. September 2009 in der Korakuen Hall, in dem der Thailänder Boowie Sor Udomson in der vierten Runde seinen SB-Gegner nach einem Kniestoß zum Körper hochhob, nach hinten warf und als Thaiboxer einen shoot point erhielt.

Häufige Fragen

Wer hat Shootboxing gegründet?

Laut dem SB-Verband und einer Studie von Hishida und Nakajima gründete es Caesar Takeshi, ein ehemaliger japanischer Kickbox-Meister im Weltergewicht. Das Jahr 1985 nennen sowohl Number Web als auch der Verband.

Ist beim Shootboxing Bodenkampf erlaubt?

Nein, die SB-Regeln von 2026 verbieten jeglichen Bodenkampf und jeden Angriff auf einen am Boden liegenden Gegner. Hebel und Würgegriffe gelten nur im Stand.

Wie viele Punkte gibt Shootboxing für einen Wurf?

Laut SB-Regeln gibt der Ringrichter für einen gelungenen Wurf nach vorn mit dem Ruf shoot 1 Punkt, für einen Wurf nach hinten 2 Punkte. Der Wurf zählt nur, wenn der Gegner über die Gürtellinie des Werfers fliegt, beide Füße die Matte verlassen und er auf dem Rücken landet.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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