Meifu Shinkage-ryū (Klingenwurfkunst)
明府真影流Eine moderne japanische Schule des Klingenwerfens, abgeleitet vom shurikenjutsu der Katori Shintō-ryū. Ihr Wurf ist kürzer, schneller und schwerer zu lesen.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Meifu Shinkage-ryū (Klingenwurfkunst)
Meifu Shinkage-ryū ist eine japanische Schule des Klingenwerfens, gegründet von Someya Chikatoshi. Die Quellen sind sich beim Datum uneinig: manche nennen das Jahr 1979, andere sprechen nur von den siebziger Jahren, weshalb der Katalog das Jahr als ungefähr führt. Anders als die alten Schulen entstand sie nicht in der Waffenkammer eines Kriegers, sondern aus der Entscheidung eines einzelnen Lehrers, eine einzelne Fertigkeit aus einer älteren Tradition herauszulösen und darauf einen eigenständigen Lehrplan aufzubauen. Ihre Wurzeln liegen im shurikenjutsu der Tenshin Shōden Katori Shintō-ryū; Someya trainierte bei Sugino Yoshio und überarbeitete den Wurf, damit er kürzer, schneller und für den Gegner schwerer zu lesen wird. Das ist es, was die Schule ausmacht. Es geht nicht um Reichweite oder das Treffen auf große Distanz, sondern darum, dass die Handbewegung nicht schon im Voraus als Wurf zu erkennen ist — die Klinge soll aus einer Bewegung hervorgehen, die nichts ankündigt. Geübt wird mit dem eigenen Klingentyp der Schule, doch die Schüler werfen auch Klingen anderer Schulen, um zu lernen, wie sich das Verhalten der Spitze mit Form und Gewicht ändert. Das heutige Oberhaupt der Schule ist Ōtsuka Yasuyuki. Trotz ihrer Jugend hat sich die Schule international verbreitet: der Quelle zufolge hatte sie im Oktober 2016 über zweihundert Übende außerhalb Japans, mit Zweigen oder Studiengruppen neben Europa auch in Nord- und Südamerika, in Australien und in Tschechien. Für eine Disziplin, die den größten Teil ihrer Geschichte nur eine Ergänzung in der Ausbildung fortgeschrittener Schüler war, ist das eine ungewöhnliche Verbreitung.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
