La Verdadera Destreza
Die spanische Schule des Rapierfechtens, 1582 von Jerónimo Sánchez de Carranza begründet. Der Fechter steht aufrecht und bewegt sich auf einem gedachten Kreis.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über La Verdadera Destreza
La Verdadera Destreza, wörtlich die wahre Kunstfertigkeit, ist die spanische Schule des Rapierfechtens, 1582 von Jerónimo Sánchez de Carranza mit dem Traktat Über die Philosophie der Waffen begründet und von Luis Pacheco de Narváez ausgearbeitet. Vom italienischen Fechten unterscheidet sie sich schon im Stand. Der Fechter steht aufrecht, der Körper nicht ins Profil gedreht, der Arm gestreckt, die Spitze auf den Gegner gerichtet. Kämpferisch sieht das nicht aus, ist aber ein Kalkül — aus diesem Stand ist die Waffe am weitesten vorn und der Körper dahinter. Kern ist der sogenannte geheimnisvolle Kreis. Zwischen beiden Fechtern wird ein Kreis gedacht, dessen Durchmesser ihr Abstand ist, und man bewegt sich auf seinen Sehnen und Durchmessern statt im geraden Ausfall. So ändert sich der Winkel, bevor der Gegner reagieren kann. Dazu gehört das Atajo, die Beherrschung der gegnerischen Klinge durch Winkel und Hebel statt durch Kraft. Entscheidend ist das Selbstverständnis der Autoren. Destreza ist keine im Kampf abgeschaute Fertigkeit, sondern eine aus Euklid und Aristoteles abgeleitete Wissenschaft; die Lehrbücher arbeiten mit geometrischen Beweisen. Das gewöhnliche Fechten heißt dagegen Destreza vulgar, gemeine Geschicklichkeit. Die Schule verbreitete sich in den spanischen Besitzungen und überdauerte bis ins 18. Jahrhundert. Heute wird sie aus zeitgenössischen Traktaten rekonstruiert.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
