Kurash
Zentralasiatisches Jackenringen, zu Hause in Usbekistan. Gekämpft wird ausschliesslich im Stand, ohne Hebel und Würger; die Kommandos blieben auf Usbekisch.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kurash
Über Kurash
Kurash ist ein zentralasiatisches Jackenringen, vor allem in Usbekistan zu Hause, wo es seit Jahrhunderten als Teil von Hochzeiten und Festen belegt ist. Die Regeln sind strikt auf den Stand ausgerichtet: Würfe und Beinfeger sind erlaubt, jede Handlung am Boden ist untersagt, und der Kampf wird unterbrochen, sobald ein Ringer zu Boden geht. Hebel und Würgegriffe sind nicht zugelassen, was Kurash deutlich vom Judo abgrenzt, mit dem es oft verglichen wird. Gekämpft wird in einer Stoffjacke mit Gürtel um die Taille; der Griff ist begrenzt, wodurch der Kampf schnell und auch für Zuschauer ohne Regelkenntnis lesbar bleibt. Seine moderne Gestalt erhielt Kurash Ende des 20. Jahrhunderts: Am 6. September 1998 gründeten in Taschkent Vertreter von achtundzwanzig Staaten aus Asien, Europa und Amerika beim ersten internationalen Turnier die Internationale Kurash-Vereinigung. Die Kampfrichterkommandos blieben auf Usbekisch — eine bewusste Entscheidung, die Herkunft des Sports auch nach der Internationalisierung sichtbar zu halten. Bei den Asienspielen trat Kurash 2006 in Doha erstmals als Demonstrationssport auf und gehört heute fest zum Programm der Asienspiele, der Asian Indoor and Martial Arts Games und der Asian Beach Games.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
