Kornischer Ringkampf
Der kornische Nationalringkampf in Leinenjacken; entschieden wird durch den Fall back, Bodenkampf ist nicht erlaubt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Kornischer Ringkampf
Der kornische Ringkampf ist der überlieferte Ringstil Südwestenglands und gilt in Cornwall als Nationalsport. Gerungen wird im Stand in festen, weiten Leinenjacken: Der Griff darf überall oberhalb der Taille oder an jedem Teil der Jacke genommen werden, das Würgen am Kragen ist verboten, und einen Bodenkampf gibt es überhaupt nicht. Ziel ist der sogenannte back, ein Fall, bei dem beide Hüften und eine Schulter oder beide Schultern und eine Hüfte gleichzeitig den Boden berühren. Ein Wurf, der diese Bedingung nicht erfüllt, zählt als hitch, und die Ringer setzen wieder im Stand fort. Genau deshalb besitzt der Stil eine reiche Beinarbeit: Beinfeger, Einhaken und Stellen entscheiden häufiger als bloße Kraft. Die Kämpfe überwachen Schiedsrichter, die traditionell sticklers heißen; aus ihrem Ruf als unnachgiebige Hüter der Regeln stammt die englische Wendung stickler for the rules. Ein naher Verwandter ist der Ringkampf von Devon, wo früher Schuhe mit harter Sohle getragen wurden und Tritte gegen die Schienbeine zum Spiel gehörten; die kornische Fassung ließ sie außerhalb der Regeln. Wettkämpfe finden bis heute auf sommerlichen Landfesten statt, und die Cornish Wrestling Association führt den Wettbewerb. Kornische Bergleute und Auswanderer trugen den Stil im neunzehnten Jahrhundert nach Amerika und Australien. Ein Gründer und ein Gründungsjahr sind nicht belegt, denn es handelt sich um eine Volkstradition.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
