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Bökh

Бөх

Der mongolische Nationalringkampf und eines der drei Männerspiele des Naadam-Festes. Das Turnier findet unter freiem Himmel auf Gras statt, mit Hunderten Ringern zugleich.

Wichtige Daten

Meister & Persönlichkeiten
HerkunftslandMongolei
RegionAsien
HauptfokusGriffkampf
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemTitel

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieVolkstümlich
EntstehungszeitMittelalter

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringVollkontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenOhne Formen

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichFür Senioren nicht geeignet
Körperliche Anforderung5/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve2/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen5/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemTitel
WettkampfformatPunktkampf
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte Praktizierende100 000–1 Mio.

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeZentral
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Bökh

📖 Glossar1 Einträge
👥 Persönlichkeiten & Meister3 Einträge

Über Bökh

Bökh ist der mongolische Nationalringkampf und eines der drei Männerspiele des Naadam-Festes, neben Bogenschießen und Pferderennen. Er ist kein Beiwerk der Feier, sondern ihr Kern: Das Turnier findet unter freiem Himmel auf Gras statt, mit Hunderten von Ringern gleichzeitig. Die Kleidung besteht aus dem Zodog, einer engen, vorne offenen Jacke mit langen Ärmeln, die die Brust frei lässt, und der kurzen Hose Shuudag. Gerungen wird im K.-o.-System — wer verliert, ist draußen. Gewichtsklassen gibt es nicht, ein kleiner, schneller Ringer trifft also regelmäßig auf einen fünfzig Kilo schwereren Gegner und muss das mit Technik lösen. Verloren hat, wer den Boden mit etwas anderem als den Füßen berührt, in der mongolischen Variante konkret mit allem oberhalb von Knie oder Ellbogen. Schläge und Würger fehlen; der Kampf beruht ganz auf Griffen an Jacke und Gürtel, auf Fußfegern, Hebern und dem geduldigen Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen. Um das Ringen liegt eine dichte Schicht Ritual. Vor und nach dem Kampf führt der Ringer den Adlertanz devekh auf, begleitet vom Zasuul, halb Sekundant, halb Ausrufer. Die Sieger sammeln Titel in aufsteigender Reihe: Nachin (Falke), Zaan (Elefant), Arslan (Löwe) und höchstens Avarga (Titan). Der innermongolische und der burjatische Zweig haben eigene Regeln.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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