Glima
Isländisches Ringen an Ledergriffen und Nationalsport. Gekämpft wird aufrecht und in ständiger Drehung; der Wurf gelingt durch Timing, nicht Kraft.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Glima
Über Glima
Glima ist der isländische Ringkampf und zugleich Nationalsport, der auf der Insel bis heute ununterbrochen betrieben wird. Hinweise auf Ringen finden sich in den isländischen Sagas, woher auch die geläufige Verbindung zu den Wikingern rührt; **belegt ist allerdings erst die im 19. und 20. Jahrhundert kodifizierte Form**, nicht eine ungebrochene Linie aus dem Mittelalter. Die Grundform und bekannteste Spielart ist Brokartok, das Ringen am Griff. Die Ringer tragen Lederriemen um Taille und Oberschenkel, fassen sie fest und dürfen den Griff nicht lösen; zugleich müssen sie die ganze Zeit aufrecht bleiben, der Körper darf sich nicht in die übliche Ringerhaltung beugen. Das Paar dreht sich dabei ständig umeinander, sodass der Kampf eher wie ein Tanz wirkt als wie ein Schiebeduell — und genau daher rührt seine Technik, bei der der Wurf durch das Timing eines Schritts gelingt und nicht durch Kraft. Es siegt, nach dessen Aktion der Gegner mit einem Körperteil zwischen Ellbogen und Knie den Boden berührt. Neben Brokartok gibt es Hryggspenna, das Ringen im Rumpfumklammerung, und Lausatok, eine freiere Form. Seit 1906 wird der Grettisgürtel vergeben, die älteste noch verliehene isländische Sporttrophäe.
Stile & Zweige
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
