Kanarischer Kampfsport
Kanarischer Ringkampf im Sandkreis Terrero, in Mannschaften ausgetragen. Ein Sturz ist jede Bodenberührung ausser den Füssen; die Regeln entstanden bereits 1872.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Kanarischer Kampfsport
Über Kanarischer Kampfsport
Der kanarische Ringkampf findet in einem Sandkreis namens Terrero statt und unterscheidet sich von den meisten Ringstilen dadurch, dass in Mannschaften gekämpft wird: Ein Wettkampf endet erst, wenn alle Mitglieder einer Mannschaft besiegt sind. Der Einzelkampf, Brega oder Agarrada genannt, wird auf zwei von drei Stürzen gewonnen. Ein Sturz bedeutet, dass der Gegner den Sand mit irgendeinem Körperteil ausser den Füssen berührt — es zählt also nicht, wie er fällt, sondern dass er fällt. Die Ringer beginnen vorgebeugt, eine Hand am Hosensaum des Gegners, die andere frei. Die Griffe teilen sich in drei Gruppen: ziehen, blockieren, ablenken; Schläge, Tritte und Würgen sind untersagt. Der Ursprung wird auf die Guanchen zurückgeführt, die Bewohner der Inseln vor der spanischen Eroberung, und schon die Chronik des Alvar García de Santa María von 1420 beschreibt dort das Ringen samt Schiedsrichtern. Die heutigen Regeln sind jedoch deutlich jünger: Sie wurden 1872 niedergeschrieben. Der Ringkampf wird bis heute an kanarischen Schulen gelehrt und hat einen eigenen Verband; mit der Auswanderung gelangte er auch nach Venezuela und Kuba.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
