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Haidong Gumdo (Koreanische Schwertkunst)

해동검도

Moderne koreanische Schwertkunst mit Formen, Schneiden und Übungskämpfen. Um Gründer, Ursprung und Namen wurde gestritten, sogar vor Gericht.

Wichtige Daten

HerkunftslandSüdkorea
Gründungsjahrum 1982
RegionAsien
HauptfokusWaffen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieModerne Synthese
Entstehungszeit20. Jahrhundert

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeNicht verwendet
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenZentral

Über Haidong Gumdo (Koreanische Schwertkunst)

Haidong gumdo ist eine moderne koreanische Schwertkunst. Die Enzyklopädie Martial Arts of the World (2001), deren Artikel ein Praktiker einer der Linien verfasst hat, berichtet, Kim Jeong-ho (in ihrer Umschrift Kim Jung Ho) habe 1962 mit dem Training begonnen und 1982 das erste haidong gumdo dojang in Anyang eröffnet. Das Lager um Na Han-il behauptet laut der Fachwebsite Mookas, der Gründer sei Na Han-il und das erste dojang sei 1984 ein dojang im Seouler Stadtteil Seocho gewesen. Das Jahr 1982 und Anyang nennt auch Mookas.

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Martial Arts of the World weist darauf hin, dass über den Ursprung vieler koreanischer Künste, besonders des haidong gumdo, viele fantastische Behauptungen kursieren. Die French Haidong Gumdo Federation gibt in ihrer Pressemitteilung an, die Kunst sei auf den Schlachtfeldern des Königreichs Goguryeo entstanden. Laut Martial Arts of the World wurden die Formen aus dem Handbuch Muyedobotongji von 1790 übernommen. Der Unterricht beruht laut derselben Enzyklopädie auf Methoden der Schwertarbeit, die aus Solo-Formen pumsae bestehen, vom beidhändigen ssangsu kumbup für Anfänger bis zum fortgeschrittenen jangbaek kumbup, darunter auch die Arbeit mit zwei Schwertern. Das Ziehen und Zurückstecken des Schwerts, die die Formen eröffnen und abschließen, ist ihr zufolge größtenteils von den japanischen Kata des iaido abgeleitet. Die Übungskämpfe werden zuerst mit einem Bambusschwert geführt, später mit einem hölzernen und schließlich mit einem echten. Den Streit um den Namen behandelten Gerichte. Die Zeitung Hankook Ilbo berichtet, dass das Seouler Bezirksgericht im Mai 1997 einen Antrag der von Kim Jeong-ho geleiteten World Haidong Gumdo Federation auf einstweilige Verfügung gegen Na Han-il abwies. Die Weltmeisterschaft richtet die World Haidong Gumdo Federation gemeinsam mit dem koreanischen Verband ihrer Linie aus und laut der Website inews24 wurde sie für Juli 2026 in Pyeongchang angekündigt.

Geschichte

Martial Arts of the World (2001) berichtet, Kim Jeong-ho habe 1962 bei Jang Baek San mit dem Training begonnen und 1982 das erste haidong gumdo dojang in Anyang in der Provinz Kyunggi eröffnet. Die Fachwebsite Mookas ergänzt, er habe das dojang im Juli 1982 im Alter von 29 Jahren eröffnet und 1983 nach Seoul verlegt. Laut derselben Website behauptet das Lager um Na Han-il, der Gründer sei Na Han-il und das erste dojang sei 1984 in Seocho entstanden. Die koreanische Wikipedia, aus Sicht der Vereinigung von Na Han-il geschrieben, gibt an, die Filiale in Anyang sei nach sechs Monaten eingegangen und der Name haidong gumdo sei 1983 entstanden.

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Laut Martial Arts of the World verließen Na Han-il und Kim Yun Chae 1990 die ursprüngliche Organisation und gründeten eine eigene Föderation, die Trennung verlief ihr zufolge freundschaftlich. Die Zeitung Hankook Ilbo berichtet, dass das Seouler Bezirksgericht am 8. Mai 1997 den Antrag der von Kim Jeong-ho geleiteten World Haidong Gumdo Federation auf einstweilige Verfügung gegen Na Han-il im Streit um die Verwendung des Namens als unbegründet abwies. Laut dem Fernsehsender SBS wies das Seouler Obergericht im Dezember 2000 den Antrag auf ein Verbot von Na Han-ils Lehrbüchern und Videos ab, auch wenn es anerkannte, dass sie den Kern des simgeomdo enthalten, den der Antragsteller geschaffen hatte. Die Website Mooyenews zitiert eine Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2001, wonach haidong gumdo gemeinsam von Kim Jeong-ho und Na Han-il entwickelt und verbreitet wurde. Martial Arts of the World schreibt, dass über den Ursprung des haidong gumdo viele fantastische Behauptungen kursieren, zum Teil deshalb, weil die Kunst selbst in Korea wenig bekannt ist. Die French Haidong Gumdo Federation gibt in einer Pressemitteilung von 2014 an, die Kunst sei auf den Schlachtfeldern des Königreichs Goguryeo als Schwertkampf gegen mehrere Angreifer entstanden und Kim Jeong-ho habe die Techniken kodifiziert.

Was es unterscheidet

Vom koreanischen kumdo, das laut Encyclopedia of Korean Culture vom japanischen Kendo abstammt, das seit 1896 in Korea verbreitet wird, unterscheidet sich haidong gumdo im Zweck des Bambusschwerts. Kumdo ist laut der Enzyklopädie ein Wettkampf zweier Kämpfer in Schutzausrüstung, die mit dem Bambusschwert bestimmte Körperteile treffen. Martial Arts of the World gibt an, dass im Kendo die Technik den sportlichen Zwängen um das Bambusschwert gewichen ist, während haidong gumdo es nur als Übungsmittel in Kämpfen verwendet und die Technik seinetwegen nicht ändert. Haidong gumdo und kumdo berufen sich beide auf die koreanische Fechtkunst bonguk-geom. Die Zeitung Korea Herald gibt an, dass kumdo die koreanischen Techniken Bonguk Geombeop und Joseon Sebeop enthält, die für den Aufstieg in höhere Grade nötig sind, und Martial Arts of the World ordnet bonkuk kumbup den Methoden des haidong gumdo zu.

Technik

Haidong gumdo verwendet laut Martial Arts of the World verschiedene Methoden der Schwertarbeit namens kumbup, die aus Solo-Formen pumsae bestehen. Dazu gehören das beidhändige ssangsu kumbup für Anfänger sowie zum Beispiel yedo kumbup, bonkuk kumbup, chedok kumbup, ssang kumbup mit zwei Schwertern, wae kumbup mit einem japanischen Schwert und das fortgeschrittene jangbaek kumbup. Die Formen stammen laut der Enzyklopädie aus dem Handbuch Muyedobotongji von 1790. Die koreanische Wikipedia gibt an, die zwölf Bewegungen des ssangsu geombeop seien eine Rekonstruktion der Disziplin ssangsudo aus diesem Handbuch, die Website Mooyenews behauptet dagegen, haidong gumdo habe von dem Original nur den Namen bonguk geombeop übernommen. Die Formen werden durch Ziehen des Schwerts, einen Schnitt und das Zurückstecken des Schwerts eröffnet und abgeschlossen, was laut Martial Arts of the World größtenteils von den japanischen Kata des iaido abgeleitet ist.

Training

Die Übungskämpfe yaksuk kyukgum werden laut Martial Arts of the World aus Sicherheitsgründen mit dem Bambusschwert chukdo geführt. Mit dem Fortschritt übt man dieselben Kämpfe mit Holzschwert und schließlich mit echtem Schwert. Die French Haidong Gumdo Federation gibt in ihrer Pressemitteilung an, der Unterricht umfasse Meditation, Atmung, Kampf, kodifizierte Formen und Schneiden, für die Fortgeschrittensten zwei Schwerter und Techniken ohne Waffe, und man könne ab sieben Jahren trainieren. Das Schneiden von Bambus und Papier nennt dieselbe Mitteilung unter den Wettkampfdisziplinen.

Graduierungen und Fortschritt

Eine Stufenordnung des haidong gumdo konnten wir in Fachquellen nicht finden. Martial Arts of the World nennt nur den Ausbildungsweg vom beidhändigen ssangsu kumbup für Anfänger zum fortgeschrittenen jangbaek kumbup und von Kämpfen mit dem Bambusschwert zum Holz- und echten Schwert. Die englische Wikipedia von 2007 gab an, dass die World Haidong Gumdo Federation in ihrem Stufensystem den Titel samurang verwendet.

Wettkampf

Die Weltmeisterschaften richten laut inews24 die World Haidong Gumdo Federation und ein koreanischer Verband derselben Linie aus. Die dreizehnte Meisterschaft fand 2024 auf der Insel Jeju statt, die nächste wurde für den 24. bis 26. Juli 2026 in Pyeongchang angekündigt. Die French Haidong Gumdo Federation nennt in einer Pressemitteilung zur Europameisterschaft 2014 als Disziplinen Einzel- und Gruppenabläufe, Papierschneiden, Kerzenlöschen, Schneiden geworfener Gegenstände, kodifizierte Kämpfe, einen Tanzablauf, Brechen, Bambusschneiden und freien Kampf.

Heute

Haidong gumdo wird von mehreren Organisationen geführt. Martial Arts of the World nannte 2001 zwei koreanische Verbände, einen unter Kim Jeong-ho und den anderen unter Kim Yun Chae, und 1997 und 1998 entstanden Verbände in Texas und New York. Die Wochenzeitung Weekly Kyunghyang beschreibt auch eine dritte Organisation, die am 24. Juni 2001 in Busan gegründet wurde und sich auf die Technik mit zwei Schwertern konzentriert. Die Zeitung Hankook Ilbo nannte 1997 Na Han-il als Vorsitzenden der Korea Haidong Gumdo Association. Bei der Weltmeisterschaft 2026 sprach laut inews24 der Minister für Kultur, Sport und Tourismus und bezeichnete sie als bedeutende internationale Kampfkunstveranstaltung.

Wissenswertes

Die englische Wikipedia von 2007 gab an, dass die World Haidong Gumdo Federation die samurang für Elitekrieger von Goguryeo hält, aus denen die japanischen Samurai hervorgegangen sein sollen, dass es für ihre Existenz aber keine historischen Belege gibt. Laut inews24 weckte 2026 der Animationsfilm Kpop Demon Hunters, in dem koreanische Fechtkunst vorkommt, Interesse am haidong gumdo.

Häufige Fragen

Wer hat haidong gumdo gegründet?

Die Quellen gehen auseinander. Martial Arts of the World berichtet, Kim Jeong-ho habe 1982 in Anyang das erste dojang eröffnet, das Lager um Na Han-il behauptet laut der Website Mookas, der Gründer sei Na Han-il.

Ist haidong gumdo eine uralte Kunst?

Martial Arts of the World weist auf fantastische Behauptungen über seinen Ursprung hin. Die Website Mooyenews zitiert eine Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2001, wonach es von Kim Jeong-ho und Na Han-il entwickelt wurde.

Wodurch unterscheidet sich haidong gumdo von kumdo?

Kumdo ist laut Encyclopedia of Korean Culture ein Wettkampf in Schutzausrüstung mit dem Bambusschwert. Haidong gumdo verwendet das Bambusschwert laut Martial Arts of the World nur als Übungshilfe und beruht auf Formen.

Ähnliche Stile

Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

KendoIaidoKyudo (Japanisches Bogenschießen)Niten Ichi-ryuOkinawanisches KobudoYabusame (Berittenes Bogenschießen auf drei Scheiben)