Gukgung (koreanisches traditionelles Bogenschießen)
국궁Koreanisches Nationalbogenschießen mit dem Hornbogen Gakgung. Geschossen wird auf 145 Meter — mehr als die doppelte olympische Distanz.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Gukgung (koreanisches traditionelles Bogenschießen)
Gukgung, auch Gungdo, ist das koreanische traditionelle Bogenschießen. Es ist keine Schule mit Gründer, sondern eine nationale Disziplin mit militärischem und höfischem Stammbaum; dieser Eintrag führt deshalb weder Gründer noch Gründungsjahr. Die ganze Disziplin steht und fällt mit dem Bogen. Der Gakgung ist ein Kompositreflexbogen aus Wasserbüffelhorn, Sehnenleim, Bambusstreifen, Fischblasenleim und Birkenrinde. Er hat weder Stabilisatoren noch Visier noch Rollen — nichts von dem, was das Zielen am olympischen Bogen erleichtert. Der Unterschied zeigt sich im Preis wie im Anspruch: Eine Laminatversion aus Fiberglas kostet etwa dreihundert Dollar, ein echter Gakgung rund siebenhundert. Am auffälligsten ist jedoch die Entfernung. Die traditionellen Schießplätze, Jeong genannt, messen 145 Meter — mehr als das Doppelte der olympischen siebzig. Auf diese Distanz zielt man mit einem Bogen ohne Visier nicht im üblichen Sinne; der Schütze arbeitet mit der Erhöhung und dem Lesen des Windes. Universitätsklubs nutzen für Anfänger daher kürzere Bahnen von dreißig und fünfzig Metern. Eben die Universitäten stehen hinter der gegenwärtigen Wiederbelebung. Im November 2024 gab es in Seoul dreiundzwanzig Klubs und landesweit achtundvierzig, die meisten nach 2015 gegründet.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
