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Engolo

Ein akrobatisches Kampfspiel der Hirten Südangolas mit Tritten aus dem Handstand. Die Verbindung zur Capoeira ist umstritten, nicht belegt.

Wichtige Daten

HerkunftslandAngola
RegionAfrika
HauptfokusSchlagtechnik
KontaktstufeVollkontakt
GürtelsystemKeine Graduierungen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, informell
LinieVolkstümlich
EntstehungszeitFrühe Neuzeit

Training

BekleidungKeine besondere Kleidung
SparringLeichter Kontakt
Rolle der WaffenOhne Waffen
Rolle der FormenFormen optional

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen üblich
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung3/5
Verletzungsrisiko2/5
Lernkurve3/5
Nutzen für Selbstverteidigung2/5
Fitness-Nutzen4/5

Organisation & Wettkampf

GraduierungssystemKeine Graduierungen
WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeAm Rande
TritteZentral
WürfeNicht verwendet
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeNicht verwendet
WaffenNicht verwendet

Kataloge & Datenbanken für Engolo

👥 Persönlichkeiten & Meister2 Einträge

Über Engolo

Engolo ist ein Kampfspiel der Hirtenvölker im Süden Angolas, vor allem bei den Nyaneka-Nkhumbi zu Hause. Gekämpft wird überwiegend mit den Beinen und in akrobatischen Lagen: Tritte aus dem Handstand, Überschläge, Ausweichbewegungen und kopfüber gedrehte Körperwendungen. Daher die geläufige Bezeichnung Zebratanz — die Bewegung des Tretenden erinnert an den Hufschlag eines Zebras nach hinten. Der Zweikampf findet im Kreis der Zuschauer statt, begleitet von Gesang und Klatschen, und ist an Zeremonien gebunden, unter anderem an Initiationsfeste. Am häufigsten wird Engolo im Zusammenhang mit Capoeira genannt und oft als deren direkter Vorfahr bezeichnet. **Hier ist Vorsicht geboten.** Diese Gleichsetzung entstand nicht aus historischer Forschung, sondern in den 1960er Jahren aus dem Briefwechsel und den Bildern des luso-angolanischen Malers Albano Neves e Sousa mit dem brasilianischen Folkloristen Luís da Câmara Cascudo; Capoeiristas, allen voran Mestre Pastinha, übernahmen sie als Beleg für den afrikanischen Ursprung ihrer Kunst. Neuere Forschung zeigt, dass dies eher als Zertifikat der Afrikanität wirkte denn als belegte Linie, und hält den direkten Zusammenhang für unbewiesen. Die Bewegungsähnlichkeit ist unstrittig, die direkte Weitergabe nicht.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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