Busa
Russischer Volkskampf aus dem Nowgoroder Gebiet, in dem Tanz und Rhythmus untrennbar mit der Technik verbunden sind. In den Neunzigern wiederbelebt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Busa
Buza ist ein russischer volkstümlicher Nahkampf, in dem sich Kampf und Tanz so sehr vermischen, dass sie nicht zu trennen sind. Er wird oft als männliche Tanzschlacht beschrieben: Die Bewegung geht von den traditionellen Tänzen tropak und hopak aus und wird durch Drehkicks und Beinfeger ergänzt. Die Ausübenden treten in traditioneller russischer Kleidung und zu den Klängen von Volksmusik auf, sodass der Rhythmus nicht bloße Kulisse, sondern Teil der Technik ist. Buza hat seine Wurzeln im Nordwesten Russlands, im Gebiet der Nowgoroder Slawen. In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts erlebte er eine Wiederbelebung und verbreitete sich in Dörfern des Twerer, des Nowgoroder, des Wologdaer und des Pskower Gebiets. Inhaltlich ist buza nicht nur Faustkampf: Er umfasst Schläge und Griffe und arbeitet auch mit traditionellen Waffen, vor allem mit Stock und Messer. Die heutige Form ist eine Rekonstruktion. In den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts setzte sie Grigori N. Baslow aus Twer aus überlieferten Stilen neu zusammen, und genau von seiner Arbeit leitet sich die heutige Praxis ab. Das Feld für das Gründungsjahr bleibt im Datensatz leer, weil buza als Volkstradition kein Gründungsdatum besitzt und die Quellen das Jahr von Baslows Rekonstruktion nicht genauer als auf ein Jahrzehnt angeben. Zwischen Schulen aus verschiedenen Regionen finden Berichten zufolge regelmäßig Vollkontakt-Wettkämpfe statt; eine olympische Sportart ist buza nicht.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
