Sutemi-waza
捨て身技
Judowürfe, bei denen der Angreifer absichtlich fällt und den Gegner mitreißt. Das Kodokan teilt sie in Würfe mit Fall auf den Rücken (5) und auf die Seite (16).
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Sutemi-waza (捨て身技) bedeutet „Techniken des Körperopfers“: sutemi ist das Wegwerfen des eigenen Körpers, waza die Technik. Der Angreifer gibt die eigene stabile Position auf, fällt auf die Tatami und reißt den Gegner durch den Fall mit oder wirft ihn über sich. Das Kodokan teilt sutemi-waza in zwei Gruppen. Ma-sutemi-waza, bei dem der Angreifer auf den Rücken fällt, umfasst fünf Techniken: tomoe-nage, sumi-gaeshi, hikikomi-gaeshi, tawara-gaeshi und ura-nage. Yoko-sutemi-waza, bei dem der Angreifer auf die Seite fällt, umfasst sechzehn Techniken, zum Beispiel yoko-otoshi, tani-otoshi, uki-waza, yoko-guruma und die Gruppe makikomi, bei der sich der Angreifer mit dem Gegner in den Fall „einwickelt“. Zu yoko-sutemi-waza gehören auch die beiden im Wettkampf verbotenen Würfe: kani-basami und kawazu-gake.
In der Praxis
Sutemi-waza birgt ein Risiko: Misslingt der Wurf, liegt der Angreifer auf dem Rücken oder auf der Seite, und der Gegner kann in den Bodenkampf übergehen. Deshalb wird sutemi-waza oft mit anschließendem Bodenkampf (ne-waza) verbunden. Kani-basami und kawazu-gake sind im Wettkampf verboten.