Qi
氣
Chinesischer Begriff für Lebensenergie, Atem und Vitalität. Japanisch ki, koreanisch gi. In den inneren Künsten ist die Kultivierung des qi das Hauptziel des Übens.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Qi (氣, vereinfacht 气) bedeutet ursprünglich Dampf, Luft und Atem. In Philosophie und traditioneller chinesischer Medizin bezeichnet es die Lebensenergie, die den Körper durchströmt. Japanisch liest man denselben Begriff ki (気), koreanisch gi (기). Er steckt in den Wörtern kiai, kihap, aikido und qigong. In den Kampfkünsten arbeitet man mit qi vor allem in den inneren Stilen wie taijiquan, baguazhang oder xingyiquan und in qigong-Übungen. Die Übenden lernen, es durch Atmung, Entspannung und Haltung zu lenken, mit dem Schwerpunkt im dantian. Die Existenz von qi als messbarer Energie hat die Wissenschaft nicht bestätigt. In der Praxis beschreibt der Begriff vor allem das Zusammenspiel von Atmung, Entspannung und Konzentration.
Beziehungen zu anderen Begriffen
Siehe auch
„Feld des Elixiers“ im Unterbauch, nach chinesischer Tradition der Speicher des qi und der Schwerpunkt des Körpers. Japanisch tanden.
Fajin發勁Explosive Kraftabgabe mit dem ganzen Körper, typisch für innere chinesische Stile. Der kurze Schlag kommt aus den Beinen und Hüften, nicht nur aus dem Arm.
Kiai気合Kurzer energischer Schrei in den japanischen Kampfkünsten. Er festigt den Rumpf, unterstützt das Ausatmen und ist im Kendo Bedingung für die Anerkennung eines Treffers.