Kansetsu-waza
関節技
Hebeltechniken auf Gelenke im Judo, Jujutsu und Aikido. Im Wettkampfjudo darf nur der Ellbogen gehebelt werden, das Kodokan führt zehn Techniken.
Auf einen Blick
Wortanalyse
Definition
Kansetsu-waza (関節技) bedeutet „Gelenktechniken“: kansetsu ist das Gelenk, waza die Technik. Es handelt sich um Hebel, die ein Gelenk über seinen Bewegungsumfang strecken oder verdrehen. Im Judo gehören sie zu katame-waza, den Immobilisierungstechniken, und das Kodokan führt zehn davon, zum Beispiel ude-hishigi-juji-gatame und ude-garami. Der Ausdruck gilt auch im Jujutsu und Aikido. Das Wettkampfjudo schränkt Hebel stark ein: Nach den IJF-Regeln darf der Angreifer nur das Ellbogengelenk hebeln. Ashi-garami, das Einhaken des Beins, ist im Wettkampf verboten. Ein Hebel endet mit ippon, wenn der Gegner aufgibt oder nicht weitermachen kann.
In der Praxis
Hebel werden im Dojo langsam und kontrolliert geübt, weil ein Gelenk schneller nachgibt als beim Würgen das Bewusstsein. Der Partner gibt rechtzeitig auf, durch Abklopfen auf den Angreifer oder auf die Matte.