ImpakuImpaku

Kansetsu-waza

関節技

Hebeltechniken auf Gelenke im Judo, Jujutsu und Aikido. Im Wettkampfjudo darf nur der Ellbogen gehebelt werden, das Kodokan führt zehn Techniken.

Auf einen Blick

BegriffstypEinteilung von Techniken, Künsten und Schulen
SpracheJapanisch
Formfeste Wendung (Kompositum)
Aussprache[kan-se-zu wa-sa]
Alternative NamenGelenkhebel
Lesungen und Umschriften
Lesung (Kana)かんせつわざ
Hepburn-Umschriftkansetsu-waza

Wortanalyse

関節kansetsuGelenk
技wazaTechnik

Definition

Kansetsu-waza (関節技) bedeutet „Gelenktechniken“: kansetsu ist das Gelenk, waza die Technik. Es handelt sich um Hebel, die ein Gelenk über seinen Bewegungsumfang strecken oder verdrehen. Im Judo gehören sie zu katame-waza, den Immobilisierungstechniken, und das Kodokan führt zehn davon, zum Beispiel ude-hishigi-juji-gatame und ude-garami. Der Ausdruck gilt auch im Jujutsu und Aikido. Das Wettkampfjudo schränkt Hebel stark ein: Nach den IJF-Regeln darf der Angreifer nur das Ellbogengelenk hebeln. Ashi-garami, das Einhaken des Beins, ist im Wettkampf verboten. Ein Hebel endet mit ippon, wenn der Gegner aufgibt oder nicht weitermachen kann.

In der Praxis

Hebel werden im Dojo langsam und kontrolliert geübt, weil ein Gelenk schneller nachgibt als beim Würgen das Bewusstsein. Der Partner gibt rechtzeitig auf, durch Abklopfen auf den Angreifer oder auf die Matte.

Beziehungen zu anderen Begriffen

Oberbegriff

Katame-waza固技 / 寝技

Sammelbezeichnung für die Immobilisierungstechniken im Judo: Haltegriffe am Boden, Würgegriffe und Hebel. Das Kodokan führt 32 davon in drei Gruppen.

Siehe auch

TapoutTapout

Abklopfen: das Signal, mit dem ein Kämpfer bei Hebel oder Würgegriff aufgibt. Er klopft mit der Hand auf den Gegner oder die Matte oder gibt verbal auf.

Assoziierte Kampfkünste

JudoAikidoJujutsu (Klassischer japanischer Kampf ohne Waffen)