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Armizare (Fiore dei Liberi)

Die Kampfkunst des Meisters Fiore dei Liberi, belegt durch eine Handschrift von 1409. Sie umfasst Ringen, Dolch, Schwert, Axt und Kampf zu Pferd.

Wichtige Daten

HerkunftslandItalien
Gründungsjahr1409
RegionEuropa
HauptfokusWaffen
KontaktstufeVollkontakt

Charakter & Herkunft

StatusRekonstruiert
LinieTraditionell
EntstehungszeitMittelalter

Organisation & Wettkampf

Olympischer StatusNicht olympisch

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeAm Rande
TritteNicht verwendet
WürfeBedeutend
BodenkampfAm Rande
Hebel & HaltegriffeBedeutend
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Armizare (Fiore dei Liberi)

👥 Persönlichkeiten & Meister1 Einträge
📜 Quellen und Handschriften1 Einträge

Über Armizare (Fiore dei Liberi)

Armizare ist die Sammelbezeichnung für die Kampfkunst, die Meister Fiore dei Liberi aus Cividale del Friuli um die Wende zum 15. Jahrhundert in Norditalien lehrte. Das Jahr 1409 steht hier als fester datierbarer Punkt, doch muss man wissen, was es bedeutet: Es ist nicht das Gründungsjahr der Kunst, sondern das Datum der Widmung der Handschrift Flos Duellatorum. Fiore lehrte damals schon jahrzehntelang und schreibt in seiner Vorrede, er habe bei italienischen und deutschen Meistern gelernt und sich fünfmal mit neidischen Gegnern geschlagen, jedes Mal ohne Rüstung und mit scharfem Dolch. Der Lehrgang ist als Fortschreiten vom Einfachsten zum Komplexen angelegt, und eben das unterscheidet ihn von späteren Spezialhandbüchern. Er beginnt mit Abrazare, dem Ringen ohne Waffen; daraus folgt der Dolch, denn Fiore versteht ihn als Ringen mit der Klinge in der Hand. Danach kommen das Schwert zu einer und zu zwei Händen, das Schwert in der Rüstung, die Axt, der Speer und zuletzt der Kampf zu Pferd. Die Grundsätze bleiben über die Waffen hinweg gleich. Kennzeichnend ist das System der vier Tiere, das Eigenschaften des Kämpfers konkreten Bildern zuordnet: der Luchs für Blick und Maß, der Löwe für Mut, der Elefant für Kraft und Standfestigkeit, der Tiger für Schnelligkeit. Daneben stehen die sieben Schwerter, ein Schema der Schlagrichtungen um die menschliche Gestalt. Vier Handschriften sind in zwei Fassungen erhalten, heute unter anderem im Getty Museum und in der Morgan Library.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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