Jittejutsu (Kampf mit dem Jitte)
十手術Japanische Kunst des Kampfes mit dem kurzen Eisenstab jitte, mit dem Wächter der Edo-Zeit eine Schwertklinge fingen und einen Bewaffneten festhielten, ohne ihn zu töten.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Jittejutsu (Kampf mit dem Jitte)
Jittejutsu ist eine japanische Kunst des Kampfes mit einem kurzen Eisenstab namens jitte. Sie entstand für die Bedürfnisse von Beamten und Wächtern der Stadtverwaltung in der Edo-Zeit, die eine bewaffnete Person festhalten mussten, ohne sie zu töten. Die Waffe hat keine Schneide; ein seitlicher Haken nahe dem Griff erlaubt es, die Klinge eines Schwertes zu fangen, sie zu verkeilen und den Gegner zu entwaffnen, während der Schaft des Stabes für Schläge auf Handgelenk, Unterarm und Kopf dient. Die Techniken verlassen sich deshalb nicht auf die Wucht des Treffers, sondern auf das Timing des Eintritts und auf die Kontrolle des Gelenks, nachdem die Waffe gefangen wurde. Die am besten belegte Linie ist Ikkaku-ryū juttejutsu. Den Quellen zufolge wurde sie von Matsuzaki Kinu'emon Tsunekatsu am Ende des siebzehnten Jahrhunderts geschaffen; er war das dritte Oberhaupt der Schule Shintō Musō-ryū, und sein System wird seither innerhalb dieser Schule weitergegeben, heute in der Form, in der die beiden größten überlebenden Zweige nach der Meiji-Reform zusammengeführt und vereinigt wurden. Es umfasst vierundzwanzig Formen, aufgeteilt in zwei Reihen namens omote und ura, die beide dieselben Namen tragen. Das hiesige jitte misst etwa fünfundvierzig Zentimeter und wiegt rund fünfhundertfünfzig Gramm; in einem Teil der Formen wird daneben ein eiserner Fächer namens tessen von etwa dreißig Zentimetern Länge verwendet. Außerhalb dieser Linie hat sich jittejutsu eher als Ergänzung innerhalb anderer Schulen erhalten denn als eigenständige Kunst.
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
