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Yamanni-ryu Bojutsu

山根流棒術

Okinawanische Schule des Kampfes mit dem langen Bo-Stab, auch als Yamane-ryu angegeben. Laut dem Forscher Andreas Quast benannte Chinen Masami sie nach seinem Großvater.

Wichtige Daten

HerkunftslandJapan
RegionAsien
HauptfokusWaffen

Charakter & Herkunft

StatusLebendig, organisiert
LinieTraditionell
Entstehungszeit19. Jahrhundert

Training

BekleidungTraditionelle Kleidung
Rolle der WaffenWaffen im Zentrum
Rolle der FormenFormen im Zentrum

Für wen

KinderprogrammeKindergruppen selten
SeniorenfreundlichMit Anpassungen geeignet
Körperliche Anforderung2/5
Verletzungsrisiko2/5
Übertrag auf Selbstverteidigung2/5
Konditioneller Nutzen3/5
Wie wir die Skalen bewerten →

Organisation & Wettkampf

WettkampfformatKeine Wettkämpfe
GewichtsklassenNein
Olympischer StatusNicht olympisch
Geschätzte PraktizierendeUnter 10 000

Woraus der Stil besteht

Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.

HandschlägeNicht verwendet
TritteNicht verwendet
WürfeAm Rande
BodenkampfNicht verwendet
Hebel & HaltegriffeAm Rande
WaffenZentral

Kataloge & Datenbanken für Yamanni-ryu Bojutsu

📜 Traditionelle Katas2 Einträge
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👊 Technik-Datenbank13 Einträge
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Über Yamanni-ryu Bojutsu

Yamanni-ryu ist eine okinawanische Schule des Bojutsu, des Kampfes mit dem langen Bo-Stab. Green (Martial Arts of the World, 2001) führt sie unter dem Namen Yamane-ryu an und das Okinawa-Karate-Informationszentrum OKIC als Yamanni-ryu. Die Übersicht der Kobudo-Linien auf der Website des Verbands ODKS, die nach einer Erhebung des Bildungsrats der Präfektur zusammengestellt wurde, führt die Linie von Sakugawa Kanga (1762–1843) über ein Mitglied der Familie Chinen (1797–1881) zu einem weiteren Mitglied der Familie Chinen, das von 1842 bis 1925 lebte. Der Forscher Andreas Quast schreibt auf seinem Blog, dass Chinen Masami (1898–1976) seinen Stil nach seinem Großvater benannte, dessen Namen er als Chinen Sanra angibt. Laut OKIC aus dem Jahr 2019 unterrichtete die Schule zum Beispiel Oshiro Toshihiro, Schüler von Meister Kishaba Chogi, damals Vorsitzender des Verbands Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai, der aus den USA zurückgekehrt war, um auf Okinawa zu leben.

Geschichte

Die Übersicht des ODKS führt als Lehrer der Linie Sakugawa Kanga (1762–1843) an, genannt Tode Sakugawa. Sein Schüler war ein Mitglied der Familie Chinen (1797–1881) und dessen Schüler ein weiteres Mitglied der Familie Chinen (1842–1925). Von ihm führen in der Übersicht Linien unter anderem zu Meister Yabiku Moden (1878–1941) und über ihn zu Taira Shinken. Chinen Masami ist in der Übersicht nicht aufgeführt.

Weiterlesen

Green nennt Chinen Masame (Yamane-ryu) unter den okinawanischen Unterstützern der Gesellschaft Ryukyu Kobudo Hozon Shinko Kai, die Taira Shinken 1955 gründete. Andreas Quast schreibt nach Notizen von Nagamine Shoshin aus einem Gespräch im Jahr 1967, dass Chinen Masami (1898–1976) seinen Stil Yamani-ryu nach seinem Großvater Chinen Sanra benannte. Nach denselben Notizen starb Sanra 1922 im Alter von 83 Jahren und wurde 1839 oder 1840 geboren, was von den Jahren 1842 bis 1925 in der Übersicht von ODKS abweicht. Die englischsprachige Wikipedia gibt an, dass den Stil der Überlieferung nach Sakugawa Kanga Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte und an die Familie Chinen weitergab, dass Chinen Sanda die geschmeidige Bewegung des Stocks hineinbrachte und dass das letzte Mitglied der Familie, das ihn übte, Chinen Teruo war, ein Großneffe von Chinen Masami. Laut derselben Quelle begann Higa Seitoku 1956 Yamane-ryu zu üben und erhielt als Einziger von Chinen Masami eine offizielle Lizenz im Bojutsu. OKIC gibt an, dass Oshiro Toshihiro, geboren am 1. Mai 1949 auf Okinawa, mit 16 Jahren begann, Matsubayashi-ryu zu üben, mit 24 Jahren Schüler von Meister Kishaba Chogi wurde und mit 28 Jahren in die USA ging. Die englischsprachige Wikipedia schreibt, dass Kishaba 1979 Oshiro Toshihiro und Nishime Kiyoshi in die Vereinigten Staaten schickte und sie dort 1985 Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai (RBKD) gründeten, einen Zweig, der auch Kishaba-ha Yamanni-ryu genannt wird.

Was es unterscheidet

Die Übersicht des ODKS zeigt, dass vom Meister der Familie Chinen (1842–1925) auch eine Linie zu Taira Shinken führt, dem Begründer des Taira-ha Ryukyu kobudo. Die englischsprachige Wikipedia unterscheidet von der Linie von Chinen Masami den Zweig Oshiro-ha Yamane-ryu, den ihr zufolge Patrick McCarthy als heutige Auslegung schuf und der mit seiner Linie nicht zusammenhängt.

Technik

Andreas Quast führt nach Notizen aus dem Jahr 1967 die Kata an, die Chinen Masami lehrte: Sakugawa no Kon in drei Versionen (Dai, Chu, Sho), Shushi no Kon, Yonegawa no Kon, Tsuken Bo, auch Sunakaki Bo genannt, und Shirotaro no Kon. Die englischsprachige Wikipedia schreibt, dass die Hauptwaffe der Bo-Stab ist, ein zylindrischer Stock ohne Verjüngung, und dass in den letzten Jahren als Nebenwaffen Sai, Tonfa, Nunchaku und Kama geübt werden. Das Seminar, das OKIC für das Jahr 2019 ankündigte, widmete sich dem Bo-Stab und dem Sai.

Graduierungen und Fortschritt

OKIC gibt 2019 an, dass Oshiro Toshihiro den 8. Dan im Yamanni-ryu und den 8. Dan im Shima-ha Matsubayashi-ryu hatte. Die englischsprachige Wikipedia erwähnt Meister Maeda Kiyomasa, der von Kishaba Chogi den 9. Dan hat, und gibt an, dass der Lehrplan im Dojo Bugeikan, das mit Higa Seitoku verbunden ist, nur Kata mit dem Bo-Stab enthält.

Wettkampf

Für das erste internationale Turnier des okinawanischen Karate im Jahr 2018 nahm das Organisationskomitee unter die 28 offiziellen Bojutsu-Kata auch Choun nu Kun, Sakugawa nu Kun in den Versionen Sho und Dai und Chinen Shikiyanaka nu Kun auf. Die Liste ordnet sie jedoch einzelnen Schulen nicht zu.

Heute

OKIC kündigte 2019 ein Yamanni-ryu-Seminar mit dem Bo-Stab und dem Sai im Okinawa Karate Kaikan an, das am 13. Juli 2019 Oshiro Toshihiro leiten sollte, Vorsitzender von Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai. Die englischsprachige Wikipedia nennt als weitere heutige Linien das Dojo Bugeikan, das mit Higa Seitoku verbunden ist, und das Dojo von Maeda Kiyomasa.

Wissenswertes

OKIC nennt Kishaba Chogi einen der letzten Schüler, die Miyagi Chojun unterrichtete, und schreibt über das Bojutsu Yamanni-ryu, das er beherrschte, als über eine Kunst, die als gespensterhaft (maboroshi) besungen wird. Andreas Quast gibt an, dass ein Zeitungsartikel aus dem Jahr 1918 Sanra Yama no mae no Usume nannte, und meint, dass Yama no mae, also Yamani, den Ort vor einem Hügel bezeichnet. Sein Vorname wird nach Quast in verschiedenen Quellen Sanra, Sandā, Masanra oder Saburo geschrieben.

Häufige Fragen

Warum hat Yamanni-ryu verschiedene Namen?

Green führt sie als Yamane-ryu an, OKIC als Yamanni-ryu und der Forscher Andreas Quast als Yamani-ryu. Quast meint, dass der Name den Ort vor einem Hügel bezeichnet, nach dem Meister Chinen Sanra seinen Beinamen trug.

Wer hat Yamanni-ryu benannt?

Der Forscher Andreas Quast schreibt auf seinem Blog, dass den Stil Chinen Masami (1898–1976) nach seinem Großvater Chinen Sanra benannte.

Wer unterrichtet heute Yamanni-ryu?

Laut OKIC aus dem Jahr 2019 zum Beispiel Oshiro Toshihiro, Schüler von Meister Kishaba Chogi, damals Vorsitzender des Verbands Ryukyu Bujutsu Kenkyu Doyukai. Die englischsprachige Wikipedia nennt auch das mit Higa Seitoku verbundene Dojo Bugeikan und das Dojo von Maeda Kiyomasa.

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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.

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