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Surujin

Auch bekannt als: suruchin

Okinawisches Seil oder Kette mit einem Gewicht am Ende; es wurde auf den Gegner oder seine Waffe geschleudert, mit der Länge zog man ihn aus dem Gleichgewicht oder fesselte ihn.

Auf einen Blick

Kampfkünste
HerkunftJapanJapan
WaffentypKetten- und Seilwaffe
WirkungsweiseFlexibel, Wurfwaffe
MaterialSeil und Schnur, Kette
Verwendungszeit19. Jahrhundert, Gegenwart
Länge150–300 cm

Über die Waffe

Der Surujin, auch Suruchin geschrieben, ist eine okinawische Kettenwaffe und gehörte historisch zu den weit verbreiteten. Seine ursprüngliche Form war ein Seil mit einem an jedem Ende gebundenen Gewicht. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte sich daraus eine leichte Kette mit einem Gewicht an einem Ende und einer Metallspitze am anderen. Die Angaben zur Länge unterscheiden sich in den Quellen. Laut einem Artikel über den Surujin maßen sowohl das Seil als auch die spätere Kette 2 bis 3 Meter. Ein Überblick über das okinawische Kobudō unterscheidet einen kurzen Tan Suruchin (etwa 150–152 cm) und einen langen Naga Suruchin (230–240 cm) und nennt als Material eine beschwerte Kette oder eine Lederschnur. Das Gewicht konnte auf den Gegner geworfen oder zum Fangen seiner Waffe genutzt werden. Mit der Länge der Kette wurde der Gegner entweder aus dem Gleichgewicht gebracht oder mit Techniken ähnlich dem Hōjōjutsu, der japanischen Fesselkunst, gebunden; die Spitze diente dazu, den Gegner auszuschalten. Der Surujin gehört zu den neun Standardwaffen der Ryūkyū Kobudō Hozon Shinkōkai. Ein Überblick über das okinawische Kobudō nennt die Kata Nagai Kusari und Mijikai Kusari, im Matayoshi-Kobudō die Kata Suruchin no Toseki.

Teile der Waffe

  • Kette oder Seil
  • Gewicht
  • Dorn

Katas mit dieser Waffe

Surujin no Kata

Pflege

Weitere Quellen zum Thema (4)
  1. Surujin – Wikipedia
  2. Okinawan kobudō – Wikipedia
  3. Ryukyu Kobudo – Wikipedia
  4. Matayoshi Kobudo – Wikipedia