Sanjiegun
三节棍 · sānjiégùn
Wörtlich: dreiteiliger Stab
Auch bekannt als: sānjiébiān, pánlónggùn, sansetsukon
Eine chinesische Waffe aus drei verbundenen armlangen Stäben, einsetzbar als Peitsche, Dreschflegel oder Paar kurzer Stäbe; Shinko Matayoshi brachte sie nach Okinawa.
Auf einen Blick
ChinaÜber die Waffe
Sanjiegun (三节棍), der dreiteilige Stab, heißt auch sanjiebian (三節鞭) oder panlong gun (蟠龍棍), "Stab des gerollten Drachen". Er ist eine komplexere Variante des zweiteiligen Stabs. Eine beliebte moderne Legende behauptet, die Waffe sei durch Kaiser Zhao Kuangyin bekannt geworden; historische Belege fehlen dafür jedoch, und wann die Waffe tatsächlich entstand, konnten wir in den Quellen nicht ermitteln. Jeder der drei Stäbe hat etwa die Länge des Kämpferarms, meist 60 bis 70 cm. Historisch fertigte man sie aus Weißeiche, Wachsholz oder chinesischem rotem Ahorn, heute aus Rattan, Bambus, verschiedenen Harthölzern oder Aluminium. Die Waffe dient auf große Entfernung als Peitsche, auf mittlere als Dreschflegel oder zweiteiliger Stab und aus der Nähe als Paar kurzer Stäbe. Die Techniken umfassen Schläge, Schwünge, Blocks, Würgen, Fangen, Entwaffnen und peitschenartige Hiebe. Nach Okinawa brachte ihn Shinko Matayoshi aus der Provinz Fujian, und nach 1935 nahm er ihn ins System Matayoshi kobudō auf, mit zwei Kata, sansetsukon dai ichi und sansetsukon dai ni.
Persönlichkeiten
- Matayoshi Shinko — Verbreiter