Kansetsu Geri
関節蹴り
Wörtlich: Gelenktritt
Tritt mit der Ferse oder der Fußkante ins Kniegelenk; im Karate gehört er zu Kata und Selbstverteidigung, nicht zum Wettkampf.
Auf einen Blick
Über
Kansetsu Geri, wörtlich Gelenktritt, ist ein niedriger Tritt aufs Knie oder ein anderes Gelenk des Gegners. Er gilt als Variante des niedrigen seitlichen Stoßtritts (Gedan Yoko Kekomi Geri). Das Knie hebt sich, dann stößt das Bein waagerecht ins Ziel; Trefferfläche ist die Ferse oder die äußere Fußkante. Neben dem Knie zielt er auch auf Hüfte, Oberschenkel oder Fuß. Von Fumikomi Geri, einem stampfenden Tritt von oben aufs Bein oder den Fuß des Gegners, unterscheidet ihn die waagerechte Bahn. Beide niedrigen Tritte werden im Shotokan und im Goju-ryu geübt. Im Shotokan kommt Kansetsu Geri unter anderem in der Kata Bassai Dai vor. Es ist eine Selbstverteidigungstechnik, keine des sportlichen Wettkampfs. Shotokan hält ihn für zu gefährlich fürs Wettkampf-Kumite, und WKF-Regeln verbieten Angriffe auf Gelenke und Beine, sodass er nur in Kata, bei der Anwendungsanalyse und im Selbstverteidigungstraining vorkommt.