Taido
躰道Eine moderne japanische Kunst von 1965, die den Kampf in den Raum verlegt — Angriffe aus umgekehrten Lagen, Überschläge und Handstände.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Taido
Über Taido
Taido ist eine moderne japanische Kunst, die Seiken Shukumine (1925–2001) 1965 begründete. Shukumine stammte aus der okinawanischen Karate-Tradition und hatte zuvor den Stil Genseiryu geschaffen, kam aber zu dem Schluss, Karate bewege sich zu flächig — auf Geraden vor und zurück, mit aufrecht gehaltenem Körper. Taido ist seine Antwort: Es begreift Kampf als Bewegung im Raum, samt Höhenwechseln, Neigungen der Körperachse und Rotationen. Daher rührt sein auffälligstes Merkmal, nämlich Angriffe aus umgekehrten und geneigten Lagen, mit Überschlägen und Händen am Boden. Das System beruht auf einigen Begriffen: Unsoku ist Beinarbeit entlang festgelegter Bahnen, Unshin die Bewegung des Körpers durch den Raum, Sen-i der Wechsel der Körperachse. Die Techniken gliedern sich in fünf Gruppen — Sen, Un, Hen, Nen und Ten — je nachdem, wie sich der Körper im Raum versetzt. Geübt werden Formen namens Hokei und freier Kampf mit begrenztem Kontakt. Taido ist wettkampfmässig organisiert und hat einen eigenen Weltverband; verbreitet ist es vor allem in Japan und Skandinavien, mit starkem Rückhalt in Finnland und Schweden.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
