Suio-ryu Iai Kenpo
水鴎流居合剣法Eine Schule des Schwertziehens vom Ende der Sengoku-Zeit. Zu ihren vierundsechzig Techniken kommen Stock, Naginata und Kette mit Sichel hinzu.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Suio-ryu Iai Kenpo
Suiō-ryū Iai Kenpō ist eine japanische Schule, deren Kern das iaijutsu bildet, das Ziehen des Schwertes verbunden mit dem ersten Schnitt. Gegründet wurde sie von Mima Yoichizaemon Kagenobu, der von 1577 bis 1665 lebte, gegen Ende der Sengoku-Zeit; die Quellen nennen kein genaues Jahr, weshalb der Katalog die Datierung als ungefähr führt. Der Name der Schule bedeutet Wassermöwe und bezieht sich auf eine Überlieferung, die die Schule selbst weitergibt: Yoichizaemon habe, so heißt es, nach zwanzig Jahren Training Möwen gesehen, die sich mühelos und ohne Zögern auf der Wasseroberfläche hielten, und verstanden, dass sich dasselbe auf den Schwertkampf übertragen lässt. Daraus entstanden die vierundsechzig Techniken, die den Kern der Tradition bilden. Es handelt sich um eine Überlieferung, nicht um belegte Geschichte, und wird auch so dargestellt. Neben dem Schwertziehen lehrt die Schule jōjutsu, den Kampf mit dem Stock, naginatajutsu sowie kusarigamajutsu, den Kampf mit der Kette und Sichel, dazu kenpō, womit hier nicht waffenloser Faustkampf gemeint ist, sondern Schwertkampf, wie er auf dem Schlachtfeld geführt wurde. Diese Breite ist kein Beiwerk: das Ziehen des Schwertes aus dem Stand und der Kampf mit einer längeren oder biegsamen Waffe beantworten dieselbe Frage, nämlich wie man die Distanz beherrscht, bevor es der Gegner tut. Die Schule wird bis heute weitergegeben, in der fünfzehnten Generation; ihr Sitz ist Hekiunkan, die Halle der blauen Wolken, in der Stadt Shizuoka. Dass ihr heutiges Oberhaupt Lehrgrade nicht nur im iaidō, sondern auch im kendō und jōdō hält, entspricht dem Aufbau des Lehrplans selbst.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
