Silat Melayu (Malaiischer Silat)
سيلت ملايوDer malaiische Zweig des Silat, zu Hause in Malaysia, Singapur und Brunei. Kernstück ist die Bunga, eine fließende Grundlage der Anwendung.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Silat Melayu (Malaiischer Silat)
Silat Melayu ist die Sammelbezeichnung für den malaiischen Zweig des Silat. Es ist keine einzelne Schule, und diese Seite lässt daher Gründer und Jahr leer. Verbreitet ist er in Malaysia, Singapur und Brunei sowie in Gebieten malaiischen Kultureinflusses – auf Sumatra, in Südthailand, auf den Philippinen und in Vietnam. Die Blüte der Tradition fällt in die Zeit des Sultanats von Malakka im 15. Jahrhundert, von wo sie sich über das maritime Südostasien ausbreitete. Bekannteste Gestalt ist der legendäre Krieger Hang Tuah, dessen Geschichte das Hikayat Hang Tuah erzählt; sein Duell mit dem Gefährten Hang Jebat ist wohl das meistzitierte Duell der Silat-Literatur. Es handelt sich freilich um ein literarisches Werk und nicht um eine Chronik. Die Ausbildung hat einen eigenen Aufbau. Grundlage ist die Bunga, wörtlich die Blume – eine fließende, tanzähnliche Basis, aus der sich die Anwendung erst entwickelt. Darauf bauen die Langkah, Schritte und Fußstellungen, die Jurus als Bewegungsreihen, das Tari als Tanzform und die Buah, wo all das zur konkreten Anwendung wird. Dass die Anwendung aus einer ästhetischen Grundlage abgeleitet wird und nicht umgekehrt, ist für den malaiischen Silat bestimmend. Zentrale Waffe ist der Kris, ein Dolch mit oft geflammter Klinge aus gefalteten Metallen; daneben werden Parang und Lembing geübt. Silat wurde 2019 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Stile & Zweige
Ähnliche Stile
Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
