Mau rākau
mau rākauMaori-Kampf mit traditionellen Waffen: der lange taiaha, der kurze mere aus Jade. Nach hundert Jahren in den achtziger Jahren wiederbelebt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Über Mau rākau
Mau rākau, wörtlich eine Waffe tragen, ist eine Kampfkunst der Maori, die auf den traditionellen Waffen Neuseelands beruht. Jungen wurden von Kindheit an darauf vorbereitet: Man weckte sie mitten in der Nacht und schlug sie zur Übung leicht mit einem Stock, damit sie wach blieben, und die frühe Ausbildung bestand aus Spielen wie Laufen, Springen, Tauchen, Steinewerfen, Klettern, Faustkampf und Ringen. Junge Männer traten anschließend in eine Schule namens para whakawai ein, wo sie Schlachtformationen, die als rakanga waewae bekannte Fußarbeit und Taktik in mit Schilf geführten Übungskämpfen erlernten. Die Waffen gliedern sich in zwei Gruppen. Die langen, beidhändig geführten messen ein bis zwei Meter und werden aus hartem Holz gefertigt: Der taiaha ist reich geschnitzt, mit Federn geschmückt und stand nur Kriegern hohen Ranges zu; der tewhatewha ist axtförmig, seine hängenden Federn dienten zur Ablenkung wie zur Signalgebung; der pouwhenua ähnelt einem Speer. Die kurzen, einhändig geführten Waffen, zusammenfassend patu genannt, umfassen den mere aus pounamu-Jade sowie die Varianten kotiate und wahaika; dazu trug man einen aus Schilf geflochtenen Schild. Die Herstellung eines Stücks dauerte Monate, bei Jade sogar über ein Jahr. Ab dem frühen 19. Jahrhundert wurden die Waffen gegen Musketen sinnlos, und die para-whakawai-Schulen verschwanden. Eine Wiederbelebung kam erst in den achtziger Jahren: Mita Mohi gründete damals eine para whakawai auf der Insel Mokoia im Rotorua-See, und Pita Sharples eröffnete im Auckländer marae Hoani Waititi die Schule Te Whare Tū Taua o Aotearoa. Heute erscheint mau rākau auch bei der wero-Zeremonie und im kapa haka.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.
