Banshay (Birmanischer Waffenkampf)
Waffenkomponente des birmanischen Oberbegriffs thaing, die Kampf mit Stock, dha-Schwert, Speer und anderen Waffen und die Verteidigung dagegen umfasst.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
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Über Banshay (Birmanischer Waffenkampf)
Banshay ist die birmanische Bezeichnung für traditionelle Systeme des Waffenkampfs. Green gibt in der Enzyklopädie Martial Arts of the World an, dass das Training die unbewaffnete Verteidigung gegen eine Waffe und den Kampf mit einer Waffe umfasst und dass Stock, Schwert und Speer die häufigsten Waffen sind. Banshay ist nach ihm fester Bestandteil des Oberbegriffs thaing, zu dem auch das unbewaffnete bando, das Boxen lethwei und das Ringen naban gehören. Einen Gründer oder ein Entstehungsjahr haben wir in den Quellen nicht gefunden.
Weiterlesen
Die Ursprünge des banshay stammen nach Green angeblich aus Indien und China. Im Absatz über birmanische Waffensysteme erwähnt Green, dass birmanische Soldaten um 1549 bei der Belagerung thailändischer Truppen in Ayutthaya im Lager Schwerttänze vorführten, deren Wesen und Zweck die Quellen aber nicht festhielten. Der Rat für traditionelle Sportarten und Spiele ICTSG schreibt, dass banshay aus der militärischen Ausbildung unter den birmanischen Dynastien entstand und in klösterlicher Erziehung und in Familien bewahrt wurde. Das Arsenal des banshay ist nach Green breit. Dazu gehören ein kleiner, in der Faust gehaltener Stock, kurze und mittellange Knüppel, Stöcke, Keulen, Speere und Schilde, von den Klingenwaffen Messer, Macheten samt kukri, dha-Schwerter, Äxte und Kampfspeere, ferner Bogen, Armbrust, Seile, Ketten, Gürtel, Peitschen, Schuhe und Kleidung. Das UNESCO ICM Zentrum gibt an, dass thaing heute vor allem als bando und banshay geübt wird. Die New Straits Times veröffentlichte 2019 ein Foto der Meisterin Rupa Thein von der Myanmar Thaing Federation, wie sie mit ihren Schülern banshay mit zwei Schwertern übt.
Geschichte
Green bezeichnet banshay in der Enzyklopädie Martial Arts of the World als birmanischen Begriff für bewaffnete Methoden, der fester Bestandteil des thaing ist. Das Training umfasst nach ihm die unbewaffnete Verteidigung gegen eine Waffe und den Kampf mit einer Waffe, und die Ursprünge des banshay stammen angeblich aus Indien und China. Im Absatz über birmanische Waffensysteme führt er an, dass birmanische Soldaten um 1549 bei der Belagerung thailändischer Truppen in Ayutthaya im Lager Schwerttänze vorführten, deren Wesen und Zweck aber nicht festgehalten wurden. Nach Green begann unter der britischen Besatzung der Niedergang der birmanischen Kampfkünste, weil die Briten zur Bekämpfung von Partisanen das Training mit Schwertern und Speeren verboten. Die Zeitung New Straits Times gibt an, dass das Verbot des Trainings mit Schwertern und Speeren kam, nachdem Myanmar 1886 zur Provinz Britisch-Indiens geworden war. Der Rat für traditionelle Sportarten und Spiele ICTSG schreibt, dass banshay aus der militärischen Ausbildung unter den birmanischen Dynastien entstand und in klösterlicher Erziehung und in Familien bewahrt wurde.
Was es unterscheidet
Das UNESCO ICM Zentrum gibt an, dass thaing das unbewaffnete bando und das banshay mit Waffen umfasst und heute vor allem in diesen zwei Formen geübt wird. Die American Bando Association schreibt von sich, dass der Kampf mit freier Hand in Myanmar traditionell bando heißt und der Kampf mit Waffen banshay und dass die Vereinigung beides in einer Disziplin verbindet. Die englische Wikipedia, wiederum ohne Quellenangabe, ordnet banshay den Verwandten des thailändischen krabi krabong, der kambodschanischen Kampfkünste und des silat zu.
Technik
Green zählt das Arsenal des banshay ausführlich auf. Von Stöcken und stumpfen Waffen nennt er einen kleinen, in der Faust gehaltenen Stock, kurze und mittellange Knüppel namens dhot, Spazierstöcke, Keulen, Speere und Schilde. Von den Klingenwaffen führt er Messer, Macheten einschließlich des kukri, dha-Schwerter mit Klingen von kräftigen malaiischen bis zu schlankeren, Streitäxte und Kampfspeere an. Auch Bogen und Armbrust spielen nach ihm eine Rolle, und zum Arsenal gehören außerdem Seile, Ketten, Gürtel, Peitschen, Schuhe und Kleidung. Bei den Shan erscheinen Waffensysteme nach Green als Kampftänze, einer mit einem Paar birmanischer Schwerter und ein anderer mit einem Stock mit brennenden Enden, der manchmal zu zweit geübt wird. Die englische Wikipedia gibt an, dass banshay häufig dha-Schwerter im Paar verwendet, siebenunddreißig Schwertformen hat und mit dem Schwert in der Scheide geübt wird, keine dieser Angaben hat aber eine genannte Quelle.
Training
Einen konkreten Lehrplan des banshay haben wir in verlässlicheren Quellen nicht gefunden. Die Meisterin Rupa Thein von der Myanmar Thaing Federation schilderte der New Straits Times, dass sie die Techniken des thaing zuerst in Formen erlernte, dann mit einem oder mehreren Partnern und schließlich im Wettkampf, und dass ihr Tagesablauf einen Morgenlauf, Übungen mit Waffen und Techniken mit und ohne Waffe umfasste. Die American Bando Association gibt von sich an, in ihren Schulen den Stock auf der Stufe des grünen Gürtels, das kukri auf der des braunen und Dolch und Schwert in der Regel erst oberhalb des schwarzen Gürtels einzuführen.
Wettkampf
Berichte über Wettkämpfe mit Waffen stammen nur aus schwächeren Quellen. Die englische Wikipedia schreibt ohne Quellenangabe, dass beim gesamtbirmanischen thaing-Wettkampf zur Feier der Unabhängigkeit im Januar 1948 U Khin Maung, ein Schüler von U Chit Than, den Wettkampf mit einem Schwert und mit dem Stock gewann und im Schwertduell Zweiter wurde. Die American Bando Association gibt von sich an, ein nationales Turnier mit Waffen nach Sicherheitsregeln auszurichten.
Heute
Die Zeitung New Straits Times veröffentlichte 2019 ein Foto der Meisterin Rupa Thein, der einzigen Meisterin im Exekutivkomitee der Myanmar Thaing Federation, wie sie mit ihren Schülern banshay mit zwei Schwertern übt, und gab an, dass sie 1996 Oberschülerinnen beibrachte, Regenschirme als Waffe einzusetzen. Der Rat für traditionelle Sportarten und Spiele ICTSG schreibt, dass banshay als lebendige darstellende Kunst gilt und oft bei landesweiten Festen vorgeführt wird. Das UNESCO ICM Zentrum gibt an, dass thaing heute vor allem als bando und banshay geübt wird.
Wissenswertes
Green erzählt eine Geschichte aus der Glass Palace Chronicle nach, wonach Prinz Sawhti, den ein Einsiedler im Bogenschießen unterrichtet hatte, das Pagan-Königreich vor vier riesigen Ungeheuern rettete, einem Vogel, einem Eber, einem Tiger und einem Eichhörnchen. Eine Bildunterschrift bei Green gibt an, dass das dha-Schwert die traditionelle Waffe für das Üben des thaing ist, und zeigt Angehörige des Kachin-Stammes bei Bhamo um das Jahr 1886.
Häufige Fragen
Was ist banshay?
Nach Green ein birmanischer Begriff für traditionelle Systeme des Waffenkampfs, der Teil des Oberbegriffs thaing ist. Die häufigsten Waffen sind Stock, Schwert und Speer.
Was ist der Unterschied zwischen banshay und bando?
Das UNESCO ICM Zentrum gibt an, dass bando die unbewaffnete Komponente des thaing ist und banshay die Komponente mit Waffen. Die American Bando Association gibt von sich an, beides in einer Disziplin zu verbinden.
Welches Schwert wird beim banshay verwendet?
Green nennt als traditionelles Schwert des thaing das birmanische dha, dessen Klingen von kräftigen malaiischen bis zu schlankeren reichen.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.