Manga
Karate Baka Ichidai
Originaltitel: 空手バカ一代
1971–1977JapanBiografie
Japanischer Manga von Ikki Kajiwara (1971–1977), der auf dem Leben von Masutatsu Oyama, dem Begründer des Kyokushin, beruht. Der Anteil der Fiktion ist umstritten.
Karate Baka Ichidai (空手バカ一代) ist ein japanischer Manga, der von 1971 bis 1977 im Wochenmagazin Weekly Shonen Magazine erschien. Das Drehbuch schrieb Ikki Kajiwara, die Zeichnungen stammten anfangs von Jiro Tsunoda und ab dem zwölften Band von Joya Kagemaru. Laut der englischen Wikipedia erschien er gesammelt in 29 Bänden. Die Geschichte beruht auf dem Leben des realen Karateka Masutatsu Oyama, des Begründers des Stils Kyokushin. Die Hauptfigur ist also ein realer Karatemeister, und der Manga folgt seinem Weg als Kämpfer. Einzelne Kämpfe und Episoden, die der Manga schildert, haben wir in den Quellen jedoch nicht einzeln belegt gefunden. Wie treu das Werk Oyamas Leben wiedergibt, ist umstritten. Die englische Wikipedia gibt an, dass die Geschichte auf Oyamas Leben beruht, die japanische Wikipedia dagegen zitiert die Aussagen mehrerer Personen aus dem Umfeld des Kyokushin, denen zufolge im Werk die Fiktion des Autors überwiegt. Für diese Aussagen ist keine ursprüngliche Quelle angegeben, deshalb betrachten wir sie als unbestätigt. Aus dem Manga entstanden eine Anime-Serie (1973–1974) und ein Spielfilm (1977); laut der englischen Wikipedia wird er oft mit der Welle des Interesses am Karate in Japan Anfang der Siebzigerjahre in Verbindung gebracht.
Kampfkünste im Werk
Wirklichkeit und Fiktion
Wie viel Fiktion in diesem Manga steckt, lässt sich heute nicht zuverlässig bestimmen. Die japanische Wikipedia zitiert drei Aussagen, nennt aber bei keiner die ursprüngliche Quelle, sodass sie nur als Behauptungen der jeweiligen Personen gelten können. Nach der Aussage von Hisao Maki, die die japanische Wikipedia zitiert, war mehr als neunzig Prozent des Inhalts eine Erfindung Kajiwaras. Shokei Matsui gibt laut derselben Quelle an, dass im Kampf und im Wesen seinem Comicbild nur Teruaki Yamazaki wirklich ähnelte. Yasuhiko Ienaka behauptet laut der japanischen Wikipedia, das Werk beruhe auf Oyamas Buch Sekai kenka ryoko von 1968. Welche einzelnen Episoden belegt und welche erfunden sind, konnten wir aus den verfügbaren Quellen nicht ermitteln.
Einfluss
Laut der englischen Wikipedia wird der Erfolg des Manga Karate Baka Ichidai und des daran anknüpfenden Anime oft als Ursache des sogenannten Karate-Booms in Japan Anfang der Siebzigerjahre genannt. Es handelt sich um eine zugeschriebene Einschätzung, nicht um eine belegte Messung des Interesses am Karate. Dieselbe Quelle gibt an, dass sich Keiji Inafune vom Manga beim Entwurf mehrerer Figuren des Spiels Street Fighter von 1987 inspirieren ließ. Aus dem Manga entstand der Anime des Studios Tokyo Movie für den Sender NET (1973–1974, 47 Folgen) sowie ein Spielfilm von 1977, bei dem Kazuhiko Yamaguchi für Toei Regie führte und in dem Shinichi Chiba die Hauptrolle spielte.
Personen und Kampfkünste
- Masutatsu Oyamareale Person, von der das Werk handelt — als Masutatsu Oyama· Kyokushin (übt die kunst selbst aus)
- Ikki KajiwaraAutor
- Jiro TsunodaIllustrator
- Joya KagemaruIllustrator
Angaben
- Status
- Abgeschlossen
- Bände
- 29
- Zielgruppe
- Shonen
- Erstveröffentlichung / Erstausstrahlung
- Weekly Shonen Magazine
Weitere Titel
- 空手バカ一代 (Verleihtitel, JP)