Hontai Yoshin-ryu Jujutsu
本體楊心流Alte japanische Jujutsu-Schule des 17. Jahrhunderts in Nishinomiya: drei Säulen Jujutsu, Bojutsu und Kodachijutsu, Kata zu zweit, zwanzig Oberhäupter ab Gründer Takagi Oriemon.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
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Über Hontai Yoshin-ryu Jujutsu
Hontai Yoshin-ryu ist eine alte japanische Jujutsu-Schule mit Sitz in Nishinomiya in der Präfektur Hyogo. Nihon Kobudo Kyokai führt sie als umfassende Kampfkunst mit drei Säulen, Jujutsu, Bojutsu und Kodachijutsu, und schreibt, ihre Techniken seien durchweg einfach, schmucklos, direkt und wirksam, und auf einen Angriff antworte man mit derselben Körperbewegung ohne Waffe wie mit einer Waffe in der Hand. Den Kern bilden die sechs Jujutsu-roppo, die Buyens, ein Mitglied der Schule und Autor für koryu.com, als Hebel, Würfe, Schläge, Würgegriffe, Festnehmen und Wiederbeleben deutet. Kata werden laut ihm zu zweit geübt, einen Freikampf kennt die Schule nicht.
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Gründer ist laut Nihon Kobudo Kyokai Takagi Oriemon Shigetoshi (Lesung nach Buyens, der koryu.com-Führer schreibt Setsuemon), geboren in der Ära Kan'ei 12 als zweiter Sohn einer Vasallenfamilie aus dem Lehen Shiroishi in der Domäne Sendai. Buyens nennt das Jahr 1635, Yamamoto 1984 in einer Universitätszeitschrift Kan'ei 2 (1625) und den Tod im Jahr 1711. Laut Nihon Kobudo Kyokai nannte er sich angeblich nach der Ermahnung seines Vaters, die Weide sei stark, ein hoher Baum dagegen breche. Das zweite Oberhaupt Takagi Umanosuke Shigesada erkannte nach der Nachfolge seine eigene Unreife, trat in die Takenouchi-ryu ein und entwickelte eine von Statur und Kraft unabhängige Technik, daher angeblich der Name Hontai Yoshin-ryu Takagi-ryu. Das dritte Oberhaupt Takagi Gennoshin Hideshige diente dem Haus Honda in Himeji für 500 koku, damals schloss sich der Schule Kukishin-ryu Bojutsu des Gründers Okuni Kihei Shigenobu an, der als viertes Oberhaupt nachfolgte, und die Tradition wurde bis zum Ende des Shogunats in der Domäne Ako weitergegeben. Koryu.com setzt die Entstehung der Schule in die frühe Edo-Zeit, um 1660, Nihon Kobudo Kyokai nennt kein Gründungsjahr. Nihon Kobudo Kyokai nennt zwanzig Oberhäupter: Das siebzehnte entwickelte die Schule weiter, ihm folgten Inoue Tsuyoshi Munetoshi und Inoue Kyoichi Munenori, der laut Buyens am 16. Januar 2005 die Stellung des Soke übernahm, und 2026 trat das zwanzigste Oberhaupt aus der Familie Inoue an. Der Streit um die Kontinuität bleibt: Nihon Kobudo Kyokai führt eine ununterbrochene Liste der Oberhäupter vom Gründer an, die japanische Wikipedia setzt dagegen die Entstehung der Hontai Yoshin-ryu erst in die Showa-Ära als Abspaltung von der Takagi-ryu, und Yamamoto 1984 führt das siebzehnte Oberhaupt nach der Zählung von Nihon Kobudo Kyokai nur als Schüler des vorigen Oberhaupts, das er selbst als fünfzehntes zählt. Nihon Kobudo Kyokai führt Hontai Yoshin-ryu und Takagi-ryu nebeneinander als zwei eigenständige Mitglieder mit unterschiedlichen Sitzen und Stammbäumen. Die Schule ist nicht als Kulturgut eingetragen, laut Buyens war sie 1980 Thema einer Folge der Dokumentarreihe Nippon Budokan über erhaltene alte Schulen, und laut Nihon Kobudo Kyokai hat sie Zweigstellen in Japan und im Ausland.
Geschichte
Nihon Kobudo Kyokai gibt an, der Gründer der Schule Takagi Oriemon Shigetoshi (Lesung nach Buyens auf koryu.com, der koryu.com-Führer schreibt Setsuemon) sei in der Ära Kan'ei 12 als zweiter Sohn einer Vasallenfamilie des Herrn der Burg Shiroishi in der Domäne Sendai geboren, habe Kodachi und Speer zweier anderer Schulen gelernt und sich nach der Ermahnung seines Vaters, die Weide sei stark, ein hoher Baum dagegen breche, angeblich Yoshin-ryu Takagi Oriemon genannt. Er war als Kraftmensch bekannt, und im ehemaligen Lehen Shiroishi haben sich Legenden über ihn erhalten. Buyens nennt das Geburtsjahr 1635 und fügt eine Erzählung hinzu, nach der Takagi den Mörder seines Vaters tötete und sich seither an die Lehre des Vaters von der Weide hielt. Yamamoto 1984 schreibt in der Zeitschrift der Tenri-Universität, er sei in der Ära Kan'ei 2 (1625) geboren, 1711 im Alter von 87 Jahren gestorben, Schwertlehrer des Hauses Shiroishi gewesen und habe 1645 die Tradition von seinem Lehrer übernommen, zu Speer, Naginata und Shuriken den Ringergriff hinzugefügt und die Körpertechniken in drei Reihen zu 12, 24 und 12 Punkten festgelegt.
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Das zweite Oberhaupt Takagi Umanosuke Shigesada erkannte laut Nihon Kobudo Kyokai nach der Nachfolge in jungen Jahren seine eigene Unreife, trat in die Takenouchi-ryu ein und entwickelte eine von Statur und Kraft unabhängige Körpertechnik, und die Schule habe sich angeblich fortan Hontai Yoshin-ryu Takagi-ryu genannt. Buyens schreibt, Umanosuke habe 1671 mit sechzehn Jahren die Lehre Oriemons empfangen und der Schule den Namen Hontai Yoshin Takagi-ryu Jujutsu gegeben. Das dritte Oberhaupt Takagi Gennoshin Hideshige diente laut Nihon Kobudo Kyokai dem Haus Honda in der Domäne Himeji für 500 koku, damals schloss sich der Schule Kukishin-ryu Bojutsu an, gegründet von Okuni Kihei Shigenobu, der als viertes Oberhaupt nachfolgte, und die Tradition wurde bis zum Ende des Shogunats in der Domäne Ako weitergegeben. Buyens erzählt, Gennoshin und Okuni seien aufeinandergetroffen, Gennoshin habe ohne Waffe gesiegt und Okuni mit dem Stock, beide hätten Techniken getauscht, und nach Gennoshins Tod sei Okuni der vierte Soke geworden. Seit der Zeit des Gründers entstanden laut Nihon Kobudo Kyokai viele Zweige, etwa der Speer der Takagi-ryu, und die Schule breitete sich von Banshu in andere Gegenden aus. Buyens nennt Owari, Tosa, Ako und Himeji sowie die spätere Verlegung des Haupt-Dojo in die Gegend von Kobe und schließlich nach Nishinomiya. Laut Nihon Kobudo Kyokai entwickelte das siebzehnte Oberhaupt die Schule weiter, es folgten Inoue Tsuyoshi Munetoshi und Inoue Kyoichi Munenori und 2026 das zwanzigste Oberhaupt aus der Familie Inoue, dem das neunzehnte als Berater zur Seite steht. Buyens gibt an, die Zeremonie der Soke-Übergabe habe am 16. Januar 2005 stattgefunden und das neunzehnte Oberhaupt lebe und lehre in Nishinomiya. Die Kontinuität der Linie geben die Quellen unterschiedlich an: Nihon Kobudo Kyokai führt eine ununterbrochene Liste von zwanzig Oberhäuptern ab Oriemon, die japanische Wikipedia schreibt, die Hontai Yoshin-ryu habe sich erst in der Showa-Ära dank des späteren siebzehnten Oberhaupts von der Takagi-ryu abgespalten, das zurückgezogen an einem Wasserfall auf dem Berg Maya in Kobe trainierte und zunächst unter anderem Namen lehrte, und Yamamoto 1984 führt diese Person nur als Schüler des Oberhaupts, das Nihon Kobudo Kyokai als sechzehntes zählt und er als fünfzehntes, und nennt als seinen Nachfolger in der Takagi-ryu einen anderen Schüler. Nihon Kobudo Kyokai führt Hontai Yoshin-ryu (Nr. 013) und Takagi-ryu mit Kukishin-ryu Bojutsu (Nr. 014) als zwei eigenständige Mitglieder mit unterschiedlichen Vertretern, Sitzen und Stammbäumen. Laut Buyens war die Schule 1980 Thema einer Folge der Dokumentarreihe Nippon Budokan über 58 erhaltene Schulen der traditionellen Kampfkünste.
Was es unterscheidet
Vom modernen Sport-Budo unterscheidet sich die Hontai Yoshin-ryu laut Buyens dadurch, dass nicht im Freikampf trainiert wird und die Kata sich nicht auf eine ästhetische Bewegungsfolge beschränkt, wie es laut ihm im Judo oder Karate vor einem Turnier geschieht. Zum Lehrplan von Schulen dieses Typs gehören laut ihm auch Techniken, den Gegner ohne Tötung festzunehmen, einschließlich des Fesselns mit dem Seil, wobei jedes Seil verwendet werden kann, geeignet ist die Sageo, die Schwertschnur, und in manchen Schulen auch ein Gürtel. Eine verwandte Schule ist die Takagi-ryu mit Kukishin-ryu Bojutsu: Nihon Kobudo Kyokai führt beide als eigenständige Mitglieder, die Hontai Yoshin-ryu zählt den Gründer Takagi Oriemon als erstes Oberhaupt und betont die drei Säulen und die sechs Roppo, die Takagi-ryu zählt ab Umanosuke als Gründer und betont die Voraussetzung eines echten Schwerts und flüssige Kata gleicher Geschwindigkeit. Yamamoto 1984 führt beide Linien von dem Oberhaupt, das er als fünfzehntes zählt, über verschiedene Schüler. Die japanische Wikipedia fügt hinzu, dass die heutige Hontai Yoshin-ryu nicht ganz mit der Form ihres späteren siebzehnten Oberhaupts übereinstimmt und auch einen Teil der Techniken einer anderen Linie umfasst. Die Akiyama Yoshin-ryu ist laut kotobank eine andere Schule, Yamamoto 1984 stellt Umanosuke neben die Akiyama Yoshin-ryu als Vollender des Jujutsu ohne Rüstung in Friedenszeiten.
Technik
Nihon Kobudo Kyokai bezeichnet die Schule als umfassende Kampfkunst mit drei Säulen, Jujutsu, Bojutsu und Kodachijutsu, und hält es für ihr Merkmal, dass die Techniken durchweg einfach, schmucklos, direkt und wirksam sind und dass auf den Angriff des Gegners mit derselben Körperbewegung ohne Waffe wie mit einer Waffe in der Hand geantwortet wird. Den Kern bilden die sechs Jujutsu-roppo, die Buyens als gyaku (Hebel), nage (Würfe), ate (Schläge auf empfindliche Punkte), shime (Würgen), toritsuke (Festnehmen und Fesseln mit dem Seil) und katsu (Wiederbeleben) deutet. Katsu kommt laut Buyens in keiner Kata vor und gehört nur zur traditionellen Weitergabe.
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Buyens teilt die Kata in solche mit Waffe und ohne Waffe: Kata mit dem Kurzschwert Kodachi, mit dem langen Stock Chobo, mit dem kurzen Stock Hanbo, ohne Waffe gegen einen unbewaffneten Gegner, gegen das Messer Tanto und gegen das Langschwert Tachi und schließlich das Fesseln mit dem Seil. Der koryu.com-Führer nennt die Systeme Jujutsu, Bojutsu (rokushaku bo, hanbo) und Kenjutsu (kodachi, odachi). Grundlage des Jujutsu ist laut Buyens kuzushi, das Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen des Gegners, oft durch Verstärkung seiner eigenen Kraft erreicht, was er mit einer sich im Wind biegenden Weide vergleicht, und in der geheimen Lehre des Hanbo wird der Stock in fünf der sechs Roppo-Prinzipien gegen ein Schwert eingesetzt. Für den Soke Inoue Kyoichi Munenori ist Hanbo laut Buyens die Lieblingswaffe, seine Fußarbeit stammt vom Kodachi, die Handarbeit vom Chobo und die Taktik vom Jujutsu. Skoss auf koryu.com hebt die Leichtigkeit der Bewegung und die ungewöhnliche hüpfende Bewegung beim Angriff mit dem Hanbo hervor. Die japanische Wikipedia nennt beim Jujutsu der Schule sechs Reihen sowie Kata für Kodachi, Hanbo, Stock und Iai.
Training
Kata werden laut Buyens zu zweit geübt: Uke beginnt in der Regel mit dem Angriff und Tori antwortet, fortgeschrittene Schüler in der Rolle des Uke erleichtern die Technik entweder oder leisten in einem späteren Stadium Widerstand oder nehmen sie vorweg, die Rolle des Uke ist also nicht immer passiv. Im Koryu ist die Kata laut ihm der einzige Weg, gefährliche Techniken zu beherrschen, und die einzige Alternative zur Kata ist der echte Kampf, anders als im modernen Budo mit Freikampf, etwa Randori im Judo oder Ju-Kumite im Karate. Die Bewegungen werden nur so weit ausgeführt, dass Verletzungen vermieden werden, was laut Buyens nicht dasselbe ist wie Schmerzvermeidung. Die Trainingskleidung ist schlicht weiß mit dunklem Hakama und trägt außer dem in Kanji geschriebenen Schulnamen keine Abzeichen oder Verzierungen. Fabian auf koryu.com beschreibt, dass die Schüler das Partnertraining mit förmlichen Sätzen beim Gruß aus dem Kniesitz beginnen und beenden.
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Das Haupt-Dojo steht laut Nihon Kobudo Kyokai in Nishinomiya, und geübt wird dort im Grunde jeden Tag außer montags. Im Budokan der Präfektur in Himeji läuft laut derselben Quelle als von der Kulturbehörde beauftragtes Projekt ein Kinderkurs zur traditionellen Kultur, gewidmet dem Kobudo der Domäne Himeji und veranstaltet vom örtlichen Verein zur Bewahrung des Kobudo. Die japanische Wikipedia nennt beim Jujutsu in vier Reihen je zehn Namen, in einer weiteren fünf und in einer weiteren dreizehn, beim Hanbo und beim Stock je zehn und beim Kodachi fünf Kata.
Graduierungen und Fortschritt
Die traditionellen Grade der Weitergabe sind laut Buyens Shoden, Chuden, Okuden und Menkyo Kaiden. In dieses System gelangen laut ihm nur wenige Ausländer, weil es erst nach Jahren des Übens verschiedener Kata, etwa ab dem vierten Dan, zugänglich ist und nur vom Soke im Haupt-Dojo in Japan verliehen wird. Neben den traditionellen Graden wird auch die Dan-Skala verwendet, und der schwarze Gürtel wird über dem Hakama getragen. Ein Schüler heißt Deshi, ein Anfänger Shoshinsha oder dichterisch Monjin, und unter den Schülern gilt ein strenges Sempai-Kohai-System. Die japanische Wikipedia nennt sechs Schriftrollen der Schule, dieselbe Liste steht auch im Rollenblock auf der Website von Nihon Kobudo Kyokai.
Heute
Die Schule wird laut Nihon Kobudo Kyokai vom zwanzigsten Oberhaupt aus der Familie Inoue geleitet, mit Sitz in Nishinomiya in der Präfektur Hyogo, das Haupt-Dojo steht in der dortigen städtischen Halle. Die Tätigkeit der Schule besteht laut derselben Quelle hauptsächlich in Vorführungen bei Budo-Veranstaltungen, die Schule widmet sich auch dem Unterricht im Ausland und hat ein internationales Turnier veranstaltet. Nihon Kobudo Kyokai nennt inländische Zweigstellen in Himeji, in Yamaza in der Präfektur Kumamoto und in der Präfektur Oita sowie ausländische Zweigstellen in den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Italien, Estland, Australien, Finnland und Belgien, Buyens nannte 2008 vom Haupt-Dojo genehmigte Übersee-Dojo in Australien, Belgien, Kanada, Finnland, Italien, Großbritannien und den USA. Die Schule ist nicht als Kulturgut eingetragen und kommt in der Liste von Nihon Kobudo Shinkokai nicht vor. Unabhängige Fachstudien dazu konnten wir nicht belegen, CiNii führt nur zwei Nippon-Budokan-Bücher über die Schule, von denen eines ihr siebzehntes Oberhaupt als Mitautor hat.
Wissenswertes
Buyens erzählt, der zweite Soke Umanosuke, ein Riese von sechs Fuß acht Zoll, habe den dritten Soke der Takenouchi-ryu, Takeuchi Kagasuke Hisakichi, vier Fuß acht Zoll groß, vor dem Herrn Mori Sadahisa herausgefordert und sei zweimal besiegt worden: zuerst durch den Wurf ganseki otoshi und mit einem Seil gefesselt, das er zerriss, beim zweiten Mal verlor er ein Schwertduell, und danach wurde er Takeuchis Schüler und erhielt das Kaiden. Yamamoto 1984 erzählt dasselbe mit einem Herrn anderen Namens und fügt hinzu, Umanosuke habe auf die Frage des Herrn geantwortet, es handle sich um einen kleinen Soldaten, den er leicht festnehmen werde. Muromoto auf koryu.com gibt an, die Schule bewahre den Bericht über den Kampf bis heute auf, auch wenn die Einzelheiten abweichen. Buyens gibt auch an, der dritte Soke Gennoshin habe in der Domäne Himeji als Kenner der Kampfkünste ein ungewöhnlich hohes Gehalt von fünfhundert Koku bezogen.
Häufige Fragen
Wer gründete Hontai Yoshin-ryu und wann?
Nihon Kobudo Kyokai nennt als Gründer Takagi Oriemon Shigetoshi, geboren in der Ära Kan'ei 12 (Buyens: 1635, Yamamoto 1984: 1625). Ein Gründungsjahr der Schule nennt Nihon Kobudo Kyokai nicht, koryu.com schreibt frühe Edo-Zeit, um 1660. Den Namen Hontai Yoshin-ryu Takagi-ryu gab der Schule angeblich erst das zweite Oberhaupt Takagi Umanosuke Shigesada.
Welche Waffen werden in der Hontai Yoshin-ryu geübt?
Laut Nihon Kobudo Kyokai sind die Säulen der Schule Jujutsu, Bojutsu und Kodachijutsu. Buyens nennt Kata mit dem Kurzschwert Kodachi, mit dem langen Stock Chobo, mit dem kurzen Stock Hanbo, ohne Waffe gegen Messer und Langschwert sowie das Fesseln mit dem Seil, der koryu.com-Führer nennt Rokushaku Bo, Hanbo, Kodachi und Odachi.
Ist Hontai Yoshin-ryu dasselbe wie Takagi-ryu?
Nein. Nihon Kobudo Kyokai führt Hontai Yoshin-ryu und Takagi-ryu mit Kukishin-ryu Bojutsu als zwei eigenständige Mitglieder mit unterschiedlichen Vertretern, Sitzen und Stammbäumen, beide nennen in ihrem Stammbaum jedoch Takagi Oriemon und Umanosuke. Yamamoto 1984 führt beide Linien auf verschiedene Schüler des Oberhaupts zurück, das er als fünfzehntes zählt.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.