Dumog (Philippinisches Ringen)
Philippinisches Ringen, das Green zu den waffenlosen Bestandteilen des philippinischen Kampfes zählt. In Antique wird es bis heute als Volksringspiel an Ostern und zur Fiesta gespielt.
Wichtige Daten
Charakter & Herkunft
Training
Für wen
Organisation & Wettkampf
Woraus der Stil besteht
Redaktionelle Bewertung auf einer Skala von 0–3, danach wie viel Raum der Bereich im normalen Training einnimmt.
Kataloge & Datenbanken für Dumog (Philippinisches Ringen)
Über Dumog (Philippinisches Ringen)
Dumog ist ein philippinisches Ringen. Die Enzyklopädie Martial Arts of the World (Green 2001) gibt an, dass einheimische Ringmethoden auf Luzon buno und auf den Visayas dumog heißen, und ordnet sie den waffenlosen Bestandteilen des philippinischen Kampfes zu, neben Tritten, Boxen, Trapping und Entwaffnen. Im Artikel über das Ringen nennt sie dumog als eines der bekannteren philippinischen Ringsysteme. Die Reichweite des Begriffs unterscheidet sich je nach Quelle. Das Projekt Cultural Mapping of Panay and Guimaras der University of the Philippines Visayas beschreibt dumog als traditionelles Ringspiel im Barangay San Pedro in San Jose de Buenavista in Antique. Eine ethnografische Studie der University of Washington (McClung 2014) schreibt über ein Ringen der Bergstämme der nördlichen Inseln, das auf schnellen Rucken, Schieben, Ziehen und Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen beruht, und gibt an, dass Elemente des dumog in den meisten philippinischen Kampfkünsten enthalten sind. Die Website des Projekts spricht nur von einer langjährigen Tradition, ohne Daten und Herkunft. Keine der Quellen nennt Grade.
Geschichte
Green (2001) gibt an, dass einheimische Ringmethoden auf Luzon buno und auf den Visayas dumog heißen. Zu den waffenlosen Bestandteilen des philippinischen Kampfes zählt er Treten, Boxen, Trapping, Ringen und Entwaffnen. Das philippinische Ringen umfasst laut ihm Würfe, Beinstellen und Hebel. McClung (2014) schreibt, dass die Bergstämme der nördlichen Inseln ein Ringen namens dumog praktizieren und dass Elemente von kuntao und dumog in den meisten philippinischen Kampfkünsten enthalten sind. Die Website FMA Pulse verbindet dumog mit den Visayas, besonders mit der Insel Panay. Sie zitiert Tranquilino Solanoy, einen visayischen Amateurboxer und dumog-Spieler, dessen Großvater ein dumog-Champion war. Laut Solanoy fanden die Kämpfe bei Stadtfesten auf Erde und um ein Preisgeld statt.
Was es unterscheidet
Was mit dumog gemeint ist, hängt von der Quelle ab. Das Projekt der University of the Philippines Visayas beschreibt ein Volksringspiel in Antique, Green und FMA Pulse den Ringanteil der philippinischen Kampfkünste und McClung das Ringen der Bergstämme. Laut FMA Pulse ist dumog im Eskrima ein Begriff für Ringtechniken und wird oft zusammen mit silat, kali und arnis gelehrt. Buno wird laut derselben Website heute oft als Teil mancher Arnis- und Eskrima-Systeme auf Luzon gelehrt. McClung gibt an, dass sein System Balintawak Cuentada Eskrima viele Grundelemente des dumog nutzt.
Technik
McClung beschreibt dumog als Arbeit mit schnellen Rucken, Schieben, Ziehen und dem Aus-dem-Gleichgewicht-Bringen des Gegners. FMA Pulse nennt Stöße, Züge, Gewichtsverlagerungen und Hebel und fügt hinzu, dass die Techniken auch mit einer Waffe ausgeführt werden können, zum Beispiel mit einem Stock. FMA Pulse nennt als Ziel, den Rücken des Gegners flach auf den Boden zu drücken. Die Siegregel beschreibt auch das Projekt Cultural Mapping of Panay and Guimaras beim Volksspiel in Antique, wo derjenige gewinnt, der den Rücken des Gegners auf die Matte drückt.
Heute
Das Projekt Cultural Mapping of Panay and Guimaras beschreibt dumog als traditionelles Ringspiel im Barangay San Pedro in San Jose de Buenavista in Antique. Es wird am Ostersonntag und bei der jährlichen Fiesta des Barangay am 29. Juni gespielt. Es ringen überwiegend Männer jeden Alters auf einer Fläche aus 10 x 10 verbundenen Quadraten namens Luna. Ein Kampf dauert 3 bis 5 Minuten, es gewinnt, wer den Rücken des Gegners auf die Matte drückt, und gibt es keinen klaren Sieger, wird der Preis geteilt. Die Veranstaltungen werden aus Spenden der Gemeinschaft und einer Hutsammlung bezahlt. Die Website des Projekts erwähnt auch das Fehlen offizieller Genehmigungen und die Abwesenheit von Sanitätern. Die englische Wikipedia gibt an, dass dumog am häufigsten auf Mindanao und den Visayas verwendet wird und buno in den südtagalischen Provinzen bis Mindoro. Antique, Iloilo und Capiz haben laut ihr einen eigenen traditionellen Sport dumog.
Wissenswertes
FMA Pulse gibt an, dass dumog von Dan Inosanto in die amerikanische Kampfkunstszene gebracht wurde und dass Paul Vunak darüber ein Lehrvideo für jeet kune do gedreht hat. Green (2001) erwähnt das philippinische bultong, ein Ringen, das als Gottesurteil diente: Die Gegner rangen, bis der Sieger die Schuld der anderen Seite bewiesen hatte.
Häufige Fragen
Ist dumog dasselbe wie buno?
Green (2001) gibt an, dass einheimische Ringmethoden auf Luzon buno und auf den Visayas dumog heißen. Die englische Wikipedia verortet buno in den südtagalischen Provinzen bis Mindoro.
Wie gewinnt man im dumog?
Laut dem Projekt Cultural Mapping of Panay and Guimaras gewinnt in San Pedro, wer den Rücken des Gegners auf die Matte drückt. Ein Kampf dauert 3 bis 5 Minuten, und ohne klaren Sieger wird der Preis geteilt.
Wann wird dumog in Antique gespielt?
Laut dem Projekt Cultural Mapping of Panay and Guimaras am Ostersonntag und bei der jährlichen Fiesta des Barangay San Pedro am 29. Juni.
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Ausgewählt nach Übereinstimmung im Stilprofil, nicht nach historischer Verwandtschaft.